Jakobsweg für Anfänger: Vorbereitung, Route & Ausrüstung

Das Licht fällt durch die alten Kastanienbäume, während ich zum ersten Mal die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund sehe – das Wegzeichen des Camino. Drei Wochen später stehe ich in Santiago de Compostela, und ehrlich: Die Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Blasen an den Füßen? Kaum. Zu schwerer Rucksack? Nicht bei mir.

Der Jakobsweg ist keine Hexerei, aber auch kein Sonntagsspaziergang. Als ich das erste Mal darüber nachgedacht habe, kamen tausend Fragen: Welche Route passt zu mir? Was muss wirklich in den Rucksack? Schaffe ich das überhaupt?

Spoiler: Ja, du schaffst das. Der Jakobsweg für Anfänger ist machbar – wenn du ein paar Dinge beachtest. Lass uns durchgehen, was wirklich wichtig ist.

Warum der Jakobsweg die richtige Wahl für Einsteiger ist

Hand aufs Herz: Der Camino ist wie gemacht für Anfänger im Weitwandern. Die Infrastruktur ist bombensicher ausgebaut, das Wegmarkierungssystem versteht jeder nach fünf Minuten, und du bist nie allein. Falls doch mal was schiefgeht, ist die nächste Herberge maximal einen Tagesmarsch entfernt.

Was den Jakobsweg von anderen Fernwanderwegen unterscheidet? Du brauchst kein Zelt, keine Kochausrüstung, nicht mal einen riesigen Rucksack. Die Albergues (Pilgerherbergen) gibt es alle 5 bis 20 Kilometer, und in den Orten findest du Supermärkte und Restaurants. Nach hunderten Kilometern auf verschiedenen Trails kann ich sagen: Einfacher geht es kaum.

Noch ein Punkt der oft unterschätzt wird: Du bestimmst das Tempo. Keine Gruppendynamik zwingt dich zu Etappen, die nicht zu dir passen. 15 Kilometer am Tag? Völlig okay. 30? Auch gut. Der Weg passt sich dir an.

Die richtige Route für Anfänger wählen: Camino Francés oder doch eine Alternative?

Jetzt wird es konkret. Es gibt nicht den Jakobsweg, sondern ein ganzes Netz von Routen. Die bekannteste ist der Camino Francés – etwa 800 Kilometer von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich bis Santiago de Compostela. Genau den bin ich auch gegangen.

Der Francés ist perfekt für dein erstes Mal. Warum? Die Infrastruktur ist top, du triffst ständig andere Pilger, und die Herbergen sind überall. Nie bin ich ohne Schlafplatz geblieben. Allerdings: Im Hochsommer kann es voll werden. Richtig voll.

Die ersten Etappen: Über die Pyrenäen oder lieber sanfter?

Die klassische Einstiegsetappe von Saint-Jean nach Roncesvalles ist brutal. 25 Kilometer, 1.400 Höhenmeter rauf. Ich hab danach drei Tage gebraucht, bis meine Oberschenkel wieder normal funktioniert haben. Wenn du keine Bergerfahrung hast, kannst du auch in Roncesvalles starten – null Scham dabei.

Alternativ zum Francés gibt es den Camino Portugués. Kürzer (etwa 240 Kilometer ab Porto), flacher, oft weniger überlaufen. Für Einsteiger ebenfalls top. Die Küstenvariante ist landschaftlich richtig schön, aber ein paar Etappen führen über Asphalt – da merken die Füße am Abend jeden Kilometer.

Der Camino del Norte an der Nordküste? Anspruchsvoller, mehr Höhenmeter, weniger Infrastruktur. Würde ich beim ersten Mal nicht unbedingt empfehlen, außer du bist schon gut zu Fuß.

Teilstrecken vs. Komplettdurchquerung

Du musst nicht die komplette Strecke laufen. Viele starten in Sarria – die letzten 100 Kilometer reichen für die Pilgerurkunde. Das ist völlig legitim, auch wenn manche die Nase rümpfen. Kurzer Reality-Check: Dein Weg, deine Regeln.

Aus eigener Erfahrung: Die letzten 100 Kilometer sind am vollsten, aber auch am entspanntesten. Die Wegfindung ist kinderleicht, Herbergen gibt es wie Sand am Meer. Wenn du nur wenig Zeit hast, ist das eine gute Option.

Körperliche Vorbereitung: So bereitest du dich auf den Jakobsweg vor

Ich höre schon die Frage: Wie fit muss ich sein? Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Der Jakobsweg ist kein Extremsport, aber auch kein Spaziergang. Wenn du normalerweise kaum zu Fuß unterwegs bist, solltest du vorher trainieren.

Was ich auf Tour wirklich gebraucht habe: Ausdauer in den Beinen und einen stabilen Rücken für den Rucksack. Fang etwa drei Monate vorher an, regelmäßig zu laufen oder zu wandern. Zweimal pro Woche mindestens 10 Kilometer, gern auch mit leichtem Gepäck auf dem Rücken.

Und bitte, bitte: Laufe deine Wanderschuhe vorher ein. Ich habe Leute getroffen, die mit brandneuen Schuhen gestartet sind – die sind nach zwei Tagen mit blutigen Füßen in der Apotheke gelandet. Gute Wanderschuhe sind die wichtigste Investition – hier niemals sparen.

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Wasserdicht, gute Dämpfung und nach meiner Erfahrung auf langen Strecken richtig bequem – ein Modell, das auf dem Camino oft zu sehen ist.

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Häufige Anfängerfehler beim Training

Zu viel, zu schnell, zu ambitioniert. Kenne ich selbst. Ich wollte vor dem Jakobsweg unbedingt topfit sein und hab mich beim Vorbereitungstraining verletzt. Drei Wochen Zwangspause, kurz bevor es losging. Also: Steigere die Belastung langsam.

Ein anderer Punkt: Trainiere nicht nur auf glattem Asphalt. Der Camino führt über Schotterwege, Waldpfade, steinige Trails. Deine Füße und Gelenke müssen sich an unterschiedliche Untergründe gewöhnen.

Jakobsweg Ausrüstung: Was du wirklich brauchst (und was zu Hause bleiben kann)

Jetzt zum praktischen Teil. Die Ausrüstung. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen – ich habe Leute mit 15-Kilo-Rucksäcken gesehen, die nach einer Woche abgebrochen haben. Mein Rucksack wog knapp 7 Kilogramm. Das ist machbar.

Die goldene Regel: Maximal 10 Prozent deines Körpergewichts. Bei 70 Kilogramm also 7 Kilogramm Gepäck. Klingt wenig? Ist es auch. Aber nach 20 Kilometern merkst du jeden überflüssigen Gegenstand.

Der richtige Rucksack

Du brauchst keinen 70-Liter-Monster. Ein 40-Liter-Rucksack reicht völlig, wenn du minimalistisch packst. Wichtig: gute Hüftgurte, gepolsterte Träger, anpassbares Rückensystem. Das Gewicht muss auf der Hüfte liegen, nicht auf den Schultern.

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Belüftetes Netzrückensystem, gut gepolsteter Hüftgurt – hat mich durch meinen Camino getragen und ist sein Geld wert.

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Kleidung: Weniger ist mehr

Ich hab mit drei T-Shirts angefangen, nach einer Woche eins nach Hause geschickt. Zwei reichen. Eins am Körper, eins zum Waschen. Dazu eine lange Hose, eine kurze, Wandersocken (drei Paar), Unterwäsche.

Was wirklich wichtig ist: eine gute Regenjacke. In Galizien regnet es oft, und zwar richtig. Ich hab eine leichte Gore-Tex-Jacke dabei gehabt, die hat mich trocken gehalten. Bei den Camping Regenjacken im Test findest du wasserdichte Modelle, die auch für den Jakobsweg taugen.

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Schlafsack oder nicht?

In den Albergues gibt es Matratzen, aber keine Bettwäsche. Viele nehmen einen Hüttenschlafsack (Inlett) mit, das reicht im Sommer. Im Frühjahr oder Herbst würde ich einen leichten Schlafsack mitnehmen – die Heizung ist in manchen Herbergen nicht gerade üppig.

Erste-Hilfe und Blasenprävention

Blasenpflaster. Ernsthaft. Compeed oder ähnliches. Ich hab fast eine ganze Packung verbraucht, obwohl ich meine Schuhe eingelaufen hatte. Blasen kommen trotzdem. Dazu: Tape, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel, Pflaster.

Ein Tipp von einer Physiotherapeutin, die ich auf dem Weg getroffen habe: Hirschtalg. Auf die Füße schmieren, bevor es losgeht. Reduziert Reibung. Funktioniert tatsächlich.

Technik und Navigation

Du brauchst kein GPS-Gerät für den Camino Francés – die Wegmarkierung ist idiotensicher. Gelbe Pfeile, Jakobsmuscheln, überall. Trotzdem hab ich eine Offline-Karten-App dabei gehabt (ich nutze Komoot). Praktisch für Alternativrouten oder wenn du mal eine Herberge abseits des Weges suchst.

Falls du dich für Navigation interessierst, schau dir meinen Artikel zu GPS-Geräten und Outdoor-Navigation an – auch wenn es für den Jakobsweg übertrieben ist.

Unterkunft und Verpflegung: So funktioniert der Alltag auf dem Camino

Die Albergues sind das Herz des Jakobswegs. Meistens Mehrbettzimmer, Gemeinschaftsbäder, einfach aber funktional. Kosten zwischen 6 und 15 Euro pro Nacht. Manche sind nach dem „Donativo-Prinzip“ – du gibst, was du kannst.

Reservieren geht oft nicht, außer bei privaten Herbergen. Das heißt: Wer zuerst kommt, schläft zuerst. In der Hochsaison (Juli/August) kann das stressig werden. Ich bin meistens gegen 14 Uhr angekommen, dann war noch was frei.

Verpflegung: Selbst kochen oder essen gehen?

Die meisten Albergues haben eine Küche. Du könntest also selbst kochen. Ich hab es selten gemacht – nach 25 Kilometern hatte ich keine Lust mehr, am Herd zu stehen. Das Pilgermenü in den Restaurants kostet zwischen 10 und 15 Euro (Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Wein, Brot). Geht klar.

Frühstück gibt es oft in Bars entlang des Weges. Café con leche und Tostada – das spanische Standard-Frühstück. Günstig, lecker, macht satt.

Kosten und Budget: Was kostet der Jakobsweg wirklich?

Kommen wir zum Geld. Der Jakobsweg ist kein Luxusurlaub, aber auch nicht kostenlos. Rechne pro Tag mit etwa 25 bis 35 Euro – wenn du sparsam bist. Das deckt Herberge, Essen, gelegentlich einen Kaffee unterwegs.

Meine Ausgaben über drei Wochen (von Saint-Jean bis Santiago):

  • Unterkunft: ca. 220 Euro (etwa 10 Euro pro Nacht)
  • Essen: ca. 350 Euro (Mischung aus Restaurants und Selbstversorger)
  • Sonstiges (Wäsche, Pflaster, Souvenirs): ca. 100 Euro

Gesamt: knapp 700 Euro. Kommt natürlich drauf an, wie komfortabel du es haben willst. Manche übernachten nur in Albergues und kochen selbst – die kommen mit 15 Euro pro Tag hin. Andere gönnen sich ab und zu ein Hotel – dann wird es teurer.

Versteckte Kosten, die oft vergessen werden

Anreise nach Spanien. Ich bin mit dem Zug gefahren, das war billiger als der Flug. Rückreise von Santiago auch nicht vergessen. Plus: Blasenpflaster, neue Socken (meine sind unterwegs kaputtgegangen), gelegentlich Medikamente. Rechne lieber 100 Euro Puffer ein.

Mentale Vorbereitung: Was dich auf dem Weg erwartet

Darüber redet kaum jemand, aber: Der Jakobsweg ist mental anstrengender als körperlich. Ja, die Füße tun weh. Aber der Kopf? Der macht mehr durch.

Du bist wochenlang unterwegs, jeden Tag das gleiche Muster: Aufstehen, packen, laufen, ankommen, duschen, essen, schlafen. Kein Fernseher, keine Ablenkung, nur du und der Weg. Das kann überwältigend sein – im positiven wie im negativen Sinne.

Ich hatte zweimal einen Durchhänger. Einmal bei Kilometer 300, einmal kurz vor Santiago. Einfach keine Lust mehr. Was geholfen hat? Einen Tag Pause einlegen. Ausschlafen, in der Stadt bleiben, einfach nichts tun. Am nächsten Tag ging es wieder.

Allein oder in der Gruppe?

Ich bin allein gestartet, hatte nach drei Tagen aber eine kleine Gruppe gefunden. Wir sind nicht die ganze Zeit zusammen gelaufen, aber wir haben uns abends in den Herbergen getroffen. Das war gut – du bist nie einsam, aber auch nicht gezwungen, ständig Gesellschaft zu haben.

Falls du komplett allein unterwegs bist: Du wirst trotzdem Leute kennenlernen. Der Camino ist wie ein soziales Netzwerk auf Schotterwegen. Alle sind offen, alle reden miteinander.

Typische Anfängerfehler auf dem Jakobsweg vermeiden

Lass mich ein paar Dinge auflisten, die ich falsch gemacht habe – damit du es besser machen kannst.

Zu schwerer Rucksack. Ich hab am dritten Tag ein Kilogramm nach Hause geschickt. Zu spät. Meine Schultern haben es mir nicht verziehen.

Zu ehrgeizige Etappen. Am Anfang denkst du, du schaffst 30 Kilometer locker. Vielleicht schaffst du es auch. Aber am nächsten Tag? Und am übernächsten? Fang lieber mit 15 bis 20 Kilometern an und steigere dich langsam.

Keine Pausen einplanen. Du musst nicht jeden Tag laufen. Leg alle paar Tage einen Ruhetag ein. Dein Körper wird es dir danken. Ich hab in Burgos und León jeweils zwei Nächte verbracht – hat mir total gutgetan.

Zu wenig trinken. Klingt banal, aber in der spanischen Sonne vergisst man das schnell. Ich hab immer zwei Flaschen dabei gehabt. Wasser gibt es überall, Trinkbrunnen entlang des Weges sind häufig.

Hand aufs Herz: Marketing-Versprechen die im Regen nicht standhalten, gibt es auch bei Ausrüstung. Amazon-Bewertungen unter 4 Sternen sind bei Outdoor-Ausrüstung ein klares Warnsignal – gerade bei Schuhen und Rucksäcken würde ich genau hinschauen. Billig gekauft ist oft doppelt gekauft.

Die besten Apps und Tools für den Jakobsweg

Du brauchst nicht viel Technik, aber ein paar Apps sind richtig praktisch:

  • Buen Camino: Zeigt alle Herbergen, Restaurants, Apotheken entlang der Route. Offline nutzbar. Hat mir oft den Tag gerettet.
  • Komoot: Für die Routenplanung. Du kannst dir die Etappen vorab runterladen und offline nutzen.
  • WhatsApp: Um mit deiner Pilgergruppe in Kontakt zu bleiben. „Wir sind in Herberge XY, noch ein Bett frei!“
  • Google Translate: Spanisch-Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend. Die App macht vieles einfacher.

Und bitte: Nimm eine Powerbank mit. Die Steckdosen in den Herbergen sind oft überlaufen, und du willst nicht ohne geladenes Handy dastehen.

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Klein, leicht, lädt ein Smartphone mehrfach auf – für den Jakobsweg mehr als ausreichend.

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Nach dem Weg: Ankunft in Santiago und was dann?

Du hast es geschafft. Santiago de Compostela liegt vor dir. Die Kathedrale, die Pilgermesse, die Urkunde (Compostela) – alles ziemlich bewegend. Ich hab geheult. Gibt man nicht gerne zu, aber es war einfach überwältigend.

Die Compostela bekommst du im Pilgerbüro, wenn du die letzten 100 Kilometer zu Fuß (oder 200 mit dem Rad) zurückgelegt hast. Du brauchst dafür den Pilgerpass (Credencial), den du unterwegs in den Herbergen abstempeln lässt. Kostet nichts, dauert ein bisschen (Schlange stehen), aber lohnt sich.

Was viele nicht wissen: Du kannst noch weiterpilgern – bis Finisterre, ans „Ende der Welt“. Weitere 90 Kilometer. Ich hab es gemacht, und ehrlich gesagt: Die Etappe bis zum Atlantik war fast noch schöner als Santiago selbst.

FAQ: Häufige Fragen zum Jakobsweg für Anfänger

Wann ist die beste Zeit für den Jakobsweg?

Mai, Juni und September sind ideal. Nicht zu heiß, nicht zu voll. Juli und August sind Hochsaison – viele Pilger, volle Herbergen, über 30 Grad. Im Winter ist es möglich, aber einige Herbergen haben geschlossen, und in den Bergen kann es richtig kalt werden.

Wie lange brauche ich für den Camino Francés?

Rechne mit 4 bis 6 Wochen für die komplette Strecke von Saint-Jean bis Santiago. Die meisten laufen etwa 20 bis 25 Kilometer pro Tag. Du kannst auch kürzer starten – die letzten 100 Kilometer ab Sarria schaffen viele in 5 bis 7 Tagen.

Brauche ich spezielle Dokumente oder Anmeldungen?

Nein, keine Anmeldung nötig. Du brauchst nur den Pilgerpass (Credencial), den du in Saint-Jean oder in vielen Kirchen entlang des Weges bekommst. Kostet ein paar Euro. Damit sammelst du Stempel und bekommst am Ende die Compostela.

Kann ich auch ohne Spanischkenntnisse den Jakobsweg gehen?

Ja, problemlos. Englisch wird vielerorts gesprochen, und mit Händen und Füßen kommst du auch weit. Ein paar Grundbegriffe auf Spanisch sind trotzdem hilfreich – „Hola“, „Gracias“, „Una cama, por favor“ (ein Bett, bitte) reichen schon.

Was mache ich, wenn ich den Weg abbrechen muss?

Kein Drama. Du bist nicht verpflichtet, bis Santiago zu laufen. Falls du verletzt bist oder einfach keine Lust mehr hast: In jeder größeren Stadt gibt es Busverbindungen. Dein Weg, deine Entscheidung. Niemand wird dich dafür verurteilen.

Der Jakobsweg ist keine Raketenwissenschaft. Gute Schuhe, leichter Rucksack, realistische Etappen – mehr brauchst du nicht. Nach drei Wochen auf dem Camino kann ich sagen: Es ist eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Und ja, auch du schaffst das.