Letzte Woche stand ich auf einem Parkplatz in den Dolomiten und hab versucht, mit meinem alten Campingkocher Nudeln zu kochen. Wind kam von allen Seiten, der Topf war zu klein, das Schneidebrett rutschte ständig weg – und ich hab mir gedacht: „Hätte ich das mal von Anfang an durchdacht.“
Die Küche im Van ist nicht einfach nur ein Kocher auf einer Kiste. Es ist dein Workspace – manchmal bei Regen, oft bei Wind, immer auf begrenztem Raum. Und wenn du einmal drei Tage schlechtes Wetter hattest und jeden Tag Dosenravioli kalt gegessen hast, weißt du: Eine durchdachte Küchen-Ausstattung macht den Unterschied zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Komm, ich koch uns was Gutes.“
In diesem Guide zeige ich dir, welche Van Life Küche Ausrüstung wirklich taugt – vom Kocher über Kühlboxen bis zu den kleinen Helfern, die den Alltag entspannter machen. Nicht die teuerste Lösung, sondern die praktischste.
Der Kocher: Das Herzstück deiner Van-Küche
Ohne funktionierenden Kocher ist Van Life ziemlich trostlos. Klar, du kannst kalt essen – aber nach einer Woche willst du einfach einen heißen Kaffee morgens und abends was Warmes.
Beim Kocher hast du im Van hauptsächlich zwei Optionen: Gas oder Benzin. Elektro-Kocher fressen zu viel Strom, außer du hast eine richtig fette Solaranlage und stehst in der Sahara.
Gaskocher: Der Klassiker für den Innenausbau
Die meisten Van-Küchen laufen mit Gas. Entweder mit fest verbauten Kochern oder mit flexiblen Campingkochern. Mein persönlicher Favorit: die 2-Flammen-Variante. Du kannst gleichzeitig Nudeln kochen und Sauce warm machen – klingt banal, aber draußen ist das Luxus.
Klassischer 2-Flammen-Einbaukocher mit Piezozündung, läuft mit Standard-Gasflaschen und ist robust genug für täglichen Einsatz.
So ein Einbaukocher kostet dich 150-250 Euro, je nachdem welches Modell. Das Material ist meist Edelstahl, die Leistung liegt bei etwa 2x 1.850 Watt. Klingt erstmal wenig, reicht aber zum Kochen locker.
Falls du deinen Van nicht fest ausbauen willst oder noch am Anfang stehst: Ein guter Camping-Gaskocher mit zwei Flammen tut’s auch. Den kannst du flexibel nutzen – drinnen bei offener Tür, draußen neben dem Van oder auf dem Picknicktisch.
Kompakter 2-Flammen-Kocher für Kartuschen, wiegt nur 1,9 kg und lässt sich in jeder Kiste verstauen. Für flexible Vanausbauer.
Gasflaschen: Die grauen oder die blauen?
Bei Gasflaschen hast du die Wahl zwischen grauen Pfandflaschen (5 kg oder 11 kg) und den kleinen Kartuschen. Graue Flaschen sind deutlich günstiger im Nachfüllen – etwa 15 Euro für 11 kg Gas. Kartuschen kosten pro Kilogramm das Dreifache, sind aber praktischer wenn du wenig Platz hast.
Was viele Anfänger nicht wissen: In manchen Ländern außerhalb Deutschlands kriegst du für deutsche Gasflaschen keinen Adapter. Dann stehst du blöd da. Wenn du viel unterwegs bist, lohnt sich ein Adapter-Set.
Kühlbox oder Kompressorkühlschrank?
Frische Lebensmittel ohne Kühlmöglichkeit halten im Sommer vielleicht einen Tag. Bei 30 Grad im Van ist nach sechs Stunden Schluss mit Käse, Wurst oder Joghurt.
Kompressorkühlboxen: Die zuverlässige Variante
Kompressorkühlboxen sind quasi kleine Kühlschränke fürs Auto. Die kühlen richtig runter – bis zu -18 Grad sind drin, du kannst also auch Gefrierfach-Ersatz haben. Nachteil: Sie brauchen Strom. Bei dauerhaftem Betrieb etwa 1-2 Ah pro Stunde, je nach Außentemperatur.
35 Liter Kompressorkühlbox mit App-Steuerung und Batterieschutz. Kühlt bis -22°C und läuft im Van zuverlässig über die Zweitbatterie.
So eine Box kostet dich 450-700 Euro für die 35-40 Liter Variante. Klingt nach viel Geld, ist aber eine der besten Investitionen für Van Life. Du kannst frisch einkaufen, musst nicht jeden Tag zum Supermarkt und kannst auch mal irgendwo stehen wo weit und breit nichts ist.
Falls du mehr zum Thema hochwertige Ausrüstung wissen willst: In meinem Artikel über Premium Outdoor Ausrüstung findest du weitere Investitionen die sich wirklich lohnen.
Passive Kühlboxen: Die Budget-Variante
Passive Kühlboxen mit Kühlakkus sind die günstige Alternative. Kosten 30-80 Euro, brauchen keinen Strom und funktionieren… naja, begrenzt. Die Kühlakkus musst du irgendwo wieder einfrieren – im Van geht das nicht. Funktioniert also nur wenn du regelmäßig Zugang zu einem Gefrierschrank hast.
Für Wochenendtrips okay, für längere Touren würde ich das nicht empfehlen.
Kochgeschirr: Was du wirklich brauchst
Du brauchst keine Küchen-Komplettausstattung wie zu Hause. Im Van zählt jeder Zentimeter Stauraum – und ehrlich gesagt benutzt du 80% vom Zeug eh nie.
Töpfe und Pfannen: Weniger ist mehr
Ein mittlerer Topf (2-3 Liter) und eine beschichtete Pfanne (24 cm) – das reicht für 90% aller Gerichte. Wenn du öfter für mehrere Leute kochst oder gerne Eintöpfe machst, nimm noch einen großen Topf dazu.
Topf-Pfannen-Set aus eloxiertem Aluminium, stapelbar und mit Antihaftbeschichtung. Wiegt zusammen unter 800 g bei 2,7 Liter Volumen.
Material-Tipp: Aluminium ist leicht und leitet Wärme gut. Edelstahl ist robuster, aber deutlich schwerer. Bei Töpfen für den Van würde ich Aluminium mit Antihaftbeschichtung nehmen – einfach weil die Reinigung mit begrenztem Wasser viel entspannter ist.
Das Geschirr: Plastik, Emaille oder Edelstahl?
Melamin-Geschirr ist leicht und bruchsicher. Emaille sieht retro-cool aus, ist aber schwerer. Edelstahl ist mein Favorit – unkaputtbar, spülmaschinenfest und wird auch nach Jahren nicht ranzig.
Pro Person rechne ich mit: 2 Teller (flach und tief), 1 Schüssel, 1 Tasse, 1 Glas. Mehr brauchst du nicht, außer du willst ein Geschirrmuseum im Van aufbauen.
Wasser: Kanister, Pumpen und Aufbewahrung
Ohne Wasser läuft in der Van-Küche nichts. Du brauchst Frischwasser zum Kochen, Spülen und Trinken – und irgendwo muss das Abwasser hin.
Frischwasser-System: Vom Kanister bis zur festen Installation
Die einfachste Lösung: Zwei Wasserkanister mit Auslaufhahn. Einen für Trinkwasser, einen für Spülwasser. Kostet zusammen keine 30 Euro und funktioniert. Nachteil: Du musst die Kanister immer heben und rumtragen.
Robuster PE-Kanister mit Zapfhahn und Tragegriff, lebensmittelecht und mit breiter Öffnung zum Reinigen. Der Klassiker für flexible Wassersysteme.
Wenn du’s komfortabler willst: Fest verbauter Tank mit elektrischer Wasserpumpe. Du baust dir eine kleine Spüle ein, drückst auf einen Fußschalter und Wasser kommt raus. Kostet dich etwa 50 Euro für die Pumpe plus Tank, ist aber deutlich angenehmer im Alltag.
Wie viel Wasser brauchst du wirklich?
Kommt natürlich drauf an wie sparsam du bist. Ich rechne mit etwa 5-10 Liter pro Person und Tag – fürs Kochen, Trinken, Spülen und grobe Körperpflege. Duschen verbraucht Extra, das mach ich meist auf Campingplätzen oder mit Solardusche.
Tank-Größe: 20-40 Liter sind für die meisten Van-Camper völlig ausreichend. Mehr Wasser bedeutet auch mehr Gewicht – 40 Liter sind 40 Kilo die du rumfährst.
Abwasser: Die unterschätzte Herausforderung
Wo Frischwasser reinkommt, muss Abwasser auch wieder raus. Die Grundregel: Abwassertank sollte mindestens so groß sein wie der Frischwassertank – sonst kannst du das Frischwasser gar nicht komplett nutzen.
Einfachste Variante: Abwasser-Kanister unter der Spüle. Den leert man dann an geeigneten Stellen – auf Campingplätzen, bei Entsorgungsstationen oder (nur mit biologisch abbaubarem Spülmittel!) in der Natur abseits von Gewässern.
Aufbewahrung und Organisation: Der Unterschied zwischen Chaos und Überblick
Auf meiner Tour durch die Alpen letztes Jahr hatte ich alles in zwei großen Kisten. Klingt aufgeräumt, war es aber nicht. Wenn du unten im Koffer das Salz suchst, musst du erst drei Töpfe, zwei Pfannen und den halben Vorratsschrank auspacken. Nach drei Tagen nervt das gewaltig.
Gewürzaufbewahrung: Kleine Dosen, großer Unterschied
Gewürze in den Originaldosen mitnehmen ist Platzverschwendung. Kleine Schraubdosen oder Gewürzstreuer im Set – da passt alles rein was du brauchst und du sparst 70% Volumen.
Kompakte Schraubdosen mit Streueinsatz, durchsichtig zum schnellen Finden. Mit beschriftbaren Deckeln und in Transportbox.
Die Dosen beschriftest du am besten mit wasserfestem Stift oder Labeln – nach einer Woche sehen Paprika und Chili nämlich verdammt ähnlich aus.
Lebensmittel-Organisation: Luftdichte Boxen gegen Feuchtigkeit
Im Van ist’s manchmal feucht, besonders wenn du bei Regen kochst. Nudeln, Reis, Müsli – alles was offen ist, wird schnell pappig oder schimmelt sogar. Luftdichte Frischhaltedosen sind Pflicht.
Ich nutze durchsichtige Boxen in verschiedenen Größen – so sehe ich direkt was noch da ist und muss nicht erst alles durchwühlen. Die stapelbaren Systeme sind Gold wert wenn der Platz knapp ist.
Küchen-Hängesystem: Wenn die Arbeitsfläche fehlt
Arbeitsfläche ist im Van Mangelware. Ein simples Hängesystem an der Seitenwand mit Haken und Körben schafft zusätzlichen Stauraum für Küchenutensilien die du oft brauchst: Schöpfkelle, Pfannenwender, Küchentücher, Schneidebretter.
Magnetleisten für Messer funktionieren im Van auch super – musst nur aufpassen dass die nicht beim Fahren runterfallen wenn’s holprig wird.
Die kleinen Helfer: Tools die den Alltag erleichtern
Es sind oft die kleinen Dinge die Van Life entspannter machen. Nicht das teure Equipment, sondern die 15-Euro-Gadgets.
Klappbares Schneidebrett mit Auffangschale
Normales Schneidebrett liegt rum und nimmt Platz weg. Klappbare Schneidebretter mit integrierter Auffangschale sind genial – du schnippelst drüber, klappst die Schale auf und alles fällt direkt in den Topf oder die Schüssel.
Faltbares Schneidebrett mit Scharnieren, verwandelt sich in Schütte zum direkten Einfüllen. Platzsparend verstaubar und spülmaschinenfest.
Faltbares Spülbecken für Draußen-Küche
Wenn du viel draußen kochst und nicht jedes Mal ins Van-Innere zum Spülen willst: Faltbare Spülschüsseln sind super praktisch. Nach dem Gebrauch zusammenfalten, fertig. Braucht fast keinen Platz.
Ich hab so ein Teil für etwa 12 Euro gekauft und nutze es ständig – nicht nur zum Spülen, auch zum Gemüse waschen oder als Abtropfschale.
Camping-Wasserkessel: Schneller heißes Wasser
Für Kaffee, Tee oder Instant-Nudeln willst du nicht jedes Mal den großen Topf rausholen. Ein kleiner Camping-Wasserkessel (1-1,5 Liter) ist schneller heiß und praktischer.
Robuster Edelstahl-Kessel mit 1 Liter Fassungsvermögen, klappbarer Griff und Ausgießer. Stapelbar mit anderen Stanley-Töpfen.
Multitool für die Küche
Dosenöffner, Flaschenöffner, Korkenzieher – all das willst du irgendwann mal. Statt drei einzelne Tools: Ein anständiges Multitool. Victorinox Swiss Army Knife oder Leatherman, beides taugt was. Kostet dich 30-60 Euro und erspart dir drei Schubladen voll Einzelzeug.
Stromversorgung für Küchen-Elektrogeräte
Die meisten Küchen-Tools im Van brauchen keinen Strom – aber ein paar Sachen eben schon. Kühlbox, Wasserpumpe, vielleicht noch ein USB-Mixer oder eine kleine Kaffeemühle.
Zweitbatterie und Solaranlage: Die Basis
Für Van Life mit elektrischer Kühlbox und Wasserpumpe ist eine Zweitbatterie fast Pflicht. Die Starterbatterie willst du nicht leerlutschen – sonst stehst du irgendwo und kommst nicht mehr weg.
Eine AGM-Batterie mit 100 Ah kostet dich etwa 150-250 Euro. Dazu eine kleine Solaranlage (100-200 Watt) für 150-400 Euro, je nach Qualität. Zusammen hast du damit genug Power für Kühlbox, Licht und Kleingeräte.
Falls du mehr über Navigation und elektronische Ausrüstung wissen willst: Der Artikel über GPS-Geräte und Outdoor-Navigation zeigt dir, was in Sachen Elektronik draußen wirklich funktioniert.
Spannungswandler: Für 230V-Geräte
Manche Geräte laufen nur mit 230V – etwa manche Kaffeemaschinen oder Mixer. Dafür brauchst du einen Spannungswandler (Inverter) der aus 12V Batteriespannung 230V macht.
Aber Achtung: Diese Teile ziehen richtig Power. Eine 1000W-Kaffeemaschine braucht etwa 85 Ampere aus der 12V-Batterie. Das hält keine kleine Batterie lange durch. Für Van Life reichen meist 12V-Geräte völlig aus – die sind eh effizienter.
Sicherheit in der Van-Küche: Was du beachten solltest
Kochen im Van ist nicht wie zu Hause. Du hast weniger Platz, oft offenes Feuer und eine Gasquelle in einem geschlossenen Raum. Klingt dramatisch, ist aber mit ein paar Grundregeln völlig safe.
Kohlenmonoxid: Die unsichtbare Gefahr
Gaskocher produzieren beim Verbrennen Kohlenmonoxid – ein geruchloses Gas das in geschlossenen Räumen gefährlich werden kann. Deshalb: Beim Kochen im Van immer Fenster oder Dachluken offen haben. Querlüften ist am besten.
Ein Kohlenmonoxid-Warner kostet 20-30 Euro und kann im Ernstfall Leben retten. Kein fancy Equipment, aber sinnvoll.
Unabhängiger CO-Warner mit 10 Jahren Batterie und Display. Schlägt Alarm bei gefährlicher CO-Konzentration im Van.
Feuerlöscher: Lieber haben als brauchen
Ein kleiner 1-kg-Feuerlöscher (ABC-Pulver oder Schaum) gehört in jeden Van. Kostet dich 20-30 Euro und sollte griffbereit verstaut sein – nicht hinten unter drei Kisten.
Ich hab meinen direkt neben der Tür montiert. Wenn’s brennt, willst du nicht erst suchen müssen.
Gasanlage regelmäßig prüfen
Gasleitungen und Anschlüsse solltest du regelmäßig checken. Mit Lecksuchspray oder Seifenlauge – wenn’s Blasen schlägt, ist irgendwo Gas am Austreten. Die Prüfung beim TÜV ist alle paar Jahre Pflicht, aber zwischendurch selbst schauen schadet nicht.
Budget-Übersicht: Was kostet eine komplette Van-Küche?
Damit du eine grobe Vorstellung bekommst – hier eine realistische Kalkulation für eine funktionale Van-Küche:
- Einbau-Gaskocher (2-Flammen): 150-250 Euro
- Gasflasche (11 kg) mit Füllung: 50-70 Euro
- Kompressor-Kühlbox (35L): 450-700 Euro
- Kochgeschirr-Set (Töpfe, Pfannen): 60-120 Euro
- Geschirr und Besteck (2 Personen): 40-80 Euro
- Wasserkanister (2x 20L): 30-50 Euro
- Aufbewahrungsboxen und Organizer: 40-80 Euro
- Kleine Helfer (Schneidebretter, Messer, Dosenöffner etc.): 50-100 Euro
- Sicherheit (CO-Warner, Feuerlöscher): 50-80 Euro
Gesamt: 920-1.530 Euro für eine komplette, funktionale Van-Küche
Klingt nach viel Geld auf einen Schlag. Muss es aber nicht sein – du kannst gestaffelt kaufen. Kocher und Kühlbox sind die wichtigsten Investitionen, den Rest baust du nach und nach auf.
Mehr Spartipps findest du in meinem Artikel über praktische Camping Ausrüstung unter 30 Euro.
Minimalistische Küche vs. Vollausstattung: Was passt zu dir?
Nicht jeder braucht die komplette Küchen-Infrastruktur. Manche sind nur Wochenenden unterwegs, andere leben Vollzeit im Van. Dein Setup sollte zu deinem Nutzungsprofil passen.
Die Wochenend-Küche (Budget: ca. 300 Euro)
Für kurze Trips reicht oft eine abgespeckte Version: Campingkocher mit Kartuschen, passive Kühlbox mit Kühlakkus, Basis-Kochgeschirr und Wasserkanister. Du kannst zwischendurch im Supermarkt einkaufen und musst keine große Vorratshaltung machen.
Das ist quasi die Van Life Basis-Ausstattung für Anfänger – probier’s erstmal aus bevor du 1500 Euro in die Hand nimmst.
Die Vollzeit-Küche (Budget: ca. 1.500 Euro)
Wenn du dauerhaft unterwegs bist, lohnt sich die Vollausstattung: Einbau-Gaskocher, Kompressor-Kühlbox, festes Wassersystem mit Pumpe und Tank, umfangreiches Kochgeschirr und durchdachte Aufbewahrung.
Du kannst autark mehrere Tage stehen ohne einkaufen zu müssen, richtig kochen statt nur Instant-Zeug warm machen und hast insgesamt deutlich mehr Lebensqualität.
Van-Küche im Winter: Besondere Herausforderungen
Bei Minusgraden gelten andere Regeln. Wasser friert ein, Gasflaschen verlieren Druck, die Finger werden steif beim Gemüseschnippeln.
Frostschutz für Wassersystem
Wenn’s nachts unter null geht, musst du dein Wassersystem entweder komplett entleeren oder beheizen. Gefrorene Leitungen können platzen – und dann hast du ein echtes Problem.
Viele Vollzeit-Vanlifer nutzen beheizte Tanks oder isolierte Schläuche. Für Gelegenheits-Wintercamper reicht meist: Abends Wasser ablassen, morgens frisches Wasser nachfüllen.
Mehr zum Thema Wintercamping findest du im Guide zur Winter Camping Ausrüstung.
Gas im Winter: Propan statt Butan
Butangas funktioniert bei Minustemperaturen nicht mehr – ab etwa 0 Grad verdampft es nicht mehr ausreichend. Propan dagegen läuft bis -40 Grad. Im Winter also immer Propan oder Propan-Butan-Gemisch nutzen.
FAQ: Die häufigsten Fragen zur Van Life Küche Ausrüstung
Kann ich im Van auch mit Induktion kochen?
Technisch ja, praktisch eher nicht. Induktionskochfelder brauchen viel Strom – etwa 1.500-2.000 Watt. Dafür brauchst du eine große Batterie und einen starken Wechselrichter. Für die meisten Van-Camper ist Gas deutlich praktikabler und günstiger.
Wie lange hält eine 11 kg Gasflasche beim Kochen?
Kommt drauf an wie viel du kochst. Bei normalem Gebrauch (2x täglich kochen, morgens Kaffee) hält eine 11 kg Flasche etwa 4-6 Wochen. Im Winter bei zusätzlichem Heizen natürlich deutlich weniger. Eine 5 kg Flasche entsprechend 2-3 Wochen.
Brauche ich für Van Life eine Gasprüfung?
Wenn du die Gasanlage fest einbaust – ja. Die G607-Prüfung ist bei fest installierten Gasanlagen in Wohnmobilen und Vans vorgeschrieben und muss alle 2 Jahre wiederholt werden. Kostet etwa 50-80 Euro beim TÜV oder einer Fachwerkstatt. Wenn du nur einen mobilen Campingkocher nutzt, brauchst du keine Prüfung.
Welches Spülmittel sollte ich im Van verwenden?
Am besten biologisch abbaubares Spülmittel wie „Frosch“ oder Camping-Spülmittel. Das kannst du notfalls auch in der Natur entsorgen (aber bitte mindestens 50 Meter entfernt von Gewässern!). Normale Spülmittel mit Chemie-Keulen haben im Van-Abwasser nichts zu suchen.
Wie verhindere ich dass Geschirr beim Fahren klappert?
Antirutschmatten zwischen Tellern und Schüsseln helfen schon mal. Ansonsten: Geschirr fest verstauen in Schubladen oder Kisten mit Unterteilungen. Weiche Zwischenschichten aus Geschirrtüchern oder Küchenpapier dämpfen zusätzlich. Das nervigste Geklapper kommt meist von losem Besteck – also entweder in Besteckkasten mit Fächern oder in einer weichen Tasche verstauen.
Eine durchdachte Van Life Küche Ausrüstung macht den Unterschied zwischen „Ich halte das nicht mehr aus“ und „Das ist richtig geil hier draußen.“ Du brauchst nicht das teuerste Equipment – aber das richtige. Fang mit den Basics an, bau aus was fehlt und nach drei Monaten weißt du genau was du wirklich brauchst.
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