Campingkocher fürs Van Life unter 100 Euro – Top-Auswahl 2026

Wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und du nach einem langen Tag auf der Straße endlich im Van sitzt, gibt es kaum was Besseres als eine heiße Mahlzeit. Ein guter Campingkocher fürs Van Life muss dabei ziemlich viel können: klein genug sein für begrenzten Stauraum, zuverlässig arbeiten und nicht die halbe Reisekasse verschlingen.

Die gute Nachricht: Für unter 100 Euro bekommst du richtig solide Kocher, die dir über Jahre treu bleiben. Ich hab in den letzten Jahren die verschiedensten Modelle durch – von einflammigen Gaskochern bis zu kompakten Spiritusbrennern. Manche haben mich enttäuscht, andere sind zu echten Begleitern geworden.

Der Markt ist riesig. Zu riesig eigentlich. Gaskocher, Benzinkocher, Spiritusbrenner – jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Entscheidend ist, was zu deinem Van Life Stil passt. Bist du meist auf Campingplätzen? Dann reicht ein einfacher Gaskocher. Fährst du durch mehrere Länder? Dann lohnt sich vielleicht ein Multifuel-System.

Welcher Campingkocher-Typ passt zu deinem Van Life?

Bevor du dir irgendeinen Kocher kaufst, solltest du ehrlich überlegen, wie du unterwegs kochst. Bei meiner ersten längeren Tour hatte ich einen Gaskocher mit Kartuschen – und stand dann in Portugal vor leeren Regalen. Die hatten genau das System nicht, das ich brauchte. Echt nervig.

Gaskocher mit Schraubkartuschen sind der Klassiker. Kompakt, leicht zu bedienen, und in Europa bekommst du die Kartuschen fast überall. Die Flamme lässt sich gut regulieren, was beim Kochen von empfindlichen Sachen wichtig ist. Nachteil: Bei Temperaturen unter null Grad wird’s schwierig mit der Leistung.

Benzinkocher sind robuster und funktionieren auch bei miesem Wetter. Du kannst normales Autobenzin tanken – praktisch, wenn du abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs bist. Allerdings musst du vorpumpen und die Düse gelegentlich reinigen. Nicht kompliziert, aber halt ein Extra-Schritt.

Spirituskocher sind die Minimalisten unter den Kochern. Keine beweglichen Teile, extrem zuverlässig, und Brennspiritus gibt’s in jeder Drogerie. Die Flamme ist allerdings schwächer und nicht regulierbar. Für Van Life, wo du meist gemütlich Zeit hast, kann das durchaus reichen.

Die besten einflammigen Campingkocher fürs Van Life

Für die meisten Van Life Einsteiger ist ein einflammiger Gaskocher die beste Wahl. Du brauchst nicht viel Platz, die Handhabung ist simpel, und für unter 100 Euro bekommst du richtig gute Modelle.

Campingaz Camp’Bistro – Der Zuverlässige

Der Camp’Bistro von Campingaz ist mein persönlicher Favorit für längere Touren. Das Ding wiegt knapp 1,5 Kilo und passt in jede Campingküche. Die Leistung von 2.200 Watt reicht locker, um in zehn Minuten Wasser zum Kochen zu bringen. Die Piezozündung hat bei mir bisher immer funktioniert – auch nach Monaten im Van.

Campingaz Camp’Bistro Gaskocher

Robuster Gaskocher mit 2.200 Watt Leistung und Piezozündung. Passt perfekt in jede Van-Küche und arbeitet zuverlässig.

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Was mir gefällt: Die Standfläche ist groß genug für ordentliche Töpfe. Du kannst auch mal einen 3-Liter-Topf draufstellen, ohne dass alles wackelt. Der Windschutz ist klappbar – praktisch beim Verstauen. Preis liegt meist zwischen 40 und 50 Euro.

Primus Mimer Stove – Der Kompakte

Der Primus Mimer ist eine Nummer kleiner, aber dafür auch günstiger. Mit nur 370 Gramm ist er ein Leichtgewicht. Die 2.500 Watt bringen ordentlich Power. Was mich überrascht hat: Trotz der kompakten Bauweise steht der Kocher stabil.

Primus Mimer Stove Gaskocher

Ultraleichter Gaskocher mit 2.500 Watt. Wiegt nur 370 Gramm und passt in jede Ecke deines Vans.

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Für Solo-Vanlifer oder Paare, die hauptsächlich einfache Gerichte kochen, ist der Mimer gut geeignet. Die Töpfe sollten allerdings nicht zu groß sein – ab 22 cm Durchmesser wird’s wackelig. Kostenpunkt: etwa 35 Euro.

Enders Explorer – Preis-Leistungs-Tipp

Enders ist nicht die bekannteste Marke, aber der Explorer macht seinen Job richtig gut. 1.650 Watt sind nicht die Welt, aber für Van Life vollkommen ausreichend. Das Gerät wiegt knapp 1,3 Kilo und hat einen integrierten Tragegriff.

Enders Explorer Gaskocher

Solider Campingkocher mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Robuste Bauweise und einfache Handhabung.

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Was den Explorer von teureren Modellen unterscheidet: Die Verarbeitung ist okay, aber nicht so fein. Die Gasregulierung läuft nicht ganz so smooth wie bei Campingaz. Für unter 30 Euro kannst du da aber nicht meckern. Wenn dein Budget knapp ist, ist das dein Kocher.

Zweiflammige Kocher – wenn du mehr Platz brauchst

Auf meiner letzten Tour durch Skandinavien hatte ich zum ersten Mal einen zweiflammigen Kocher dabei. Morgens Kaffee und gleichzeitig Rührei – das hat schon was. Wenn die Temperaturen fallen und du mehr Zeit im Van verbringst, wird so ein Setup richtig angenehm.

Allerdings: Zweiflammer brauchen mehr Platz. Du solltest mindestens 50 cm Breite in deiner Van-Küche haben. Und der Gasverbrauch steigt natürlich, wenn du beide Flammen nutzt.

Campingaz Camping Kitchen 2 – Der Allrounder

Die Camping Kitchen 2 ist der Klassiker für Van Life. Zwei Brenner mit je 1.600 Watt, aufklappbare Windschilde an drei Seiten, und das Ganze in einem stabilen Metallkoffer. Das Gewicht von 4 Kilo ist nicht wenig, aber dafür bekommst du quasi eine komplette Küche.

Campingaz Camping Kitchen 2

Zweiflammiger Gaskocher im Kofferformat. Zwei Brenner mit je 1.600 Watt für entspanntes Kochen im Van.

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Ich hab das Ding monatelang in Portugal genutzt. Morgens Espresso auf der einen Seite, Haferbrei auf der anderen. Abends Pasta mit Soße – gleichzeitig, nicht nacheinander. Das spart echt Zeit. Die Piezozündung funktioniert nach wie vor bei beiden Brennern. Preis liegt bei etwa 75 bis 85 Euro.

Providus 2-flammig – Budget-Option

Wenn dir die Campingaz zu teuer ist, schau dir den Providus an. Ähnliches Konzept, aber einfacher verarbeitet. Die Brenner liefern zusammen knapp 3.000 Watt. Die Windschilde sind dünner, aber erfüllen ihren Zweck.

Providus Zweiflammiger Campingkocher

Günstiger Zweiflammer mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis. Gut für Einsteiger ins Van Life.

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Kostenpunkt: um die 50 Euro. Das ist fair, wenn du nicht sicher bist, ob zweiflammig wirklich das Richtige für dich ist. Die Verarbeitung ist okay – nicht bombenfest, aber für gelegentliche Nutzung vollkommen ausreichend.

Alternative Brennstoffe für weltweite Touren

Gas ist nicht überall verfügbar. In Südamerika, Teilen Afrikas oder Zentralasien bekommst du eher Benzin als die passenden Gaskartuschen. Wenn du eine richtig lange Tour planst, solltest du über Multifuel-Kocher nachdenken.

Optimus Polaris – Der Vielseitige

Der Optimus Polaris läuft mit Diesel, Kerosin, Benzin und sogar Flugbenzin. Quasi alles, was brennt. Das macht ihn zur ersten Wahl für Expeditionen. Mit 890 Gramm ist er leichter als die meisten Gaskocher, und die 3.000 Watt bringen ordentlich Power.

Optimus Polaris Multifuel Kocher

Flexibler Multifuel-Kocher für weltweite Touren. Läuft mit Benzin, Diesel, Kerosin und Gas.

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Du musst den Kocher vorpumpen – das ist gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Mal Routine. Die Düse solltest du alle paar Wochen reinigen, besonders wenn du mit Diesel kochst. Der Preis liegt knapp unter 100 Euro. Lohnt sich, wenn du wirklich off-grid unterwegs bist.

Trangia Spirituskocher – Der Unkaputtbare

Der Trangia ist ein Klassiker aus Schweden. Kein Schnickschnack, keine Elektronik – nur ein Brenner, ein Topf und ein Windschutz. Das komplette System wiegt unter einem Kilo und kostet etwa 60 Euro.

Trangia Spirituskocher Set

Minimalistisches Kocher-Set ohne bewegliche Teile. Extrem zuverlässig und wartungsfrei.

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Brennspiritus bekommst du in jedem Dorf. Die Flamme ist nicht regulierbar und auch nicht besonders stark – aber sie brennt. Immer. Bei meiner Tour durch Norwegen hat mich das Ding nie im Stich gelassen. Für schnelle Gerichte ist der Trangia gut geeignet. Wenn du stundenlang köcheln willst, eher nicht.

Sicherheit und praktische Tipps für Van Life Kocher

Ich muss ehrlich sein: Im Van zu kochen ist nicht ganz ohne Risiko. Du hast einen Gasbrenner in einem geschlossenen Raum mit brennbaren Materialien. Da solltest du ein paar Dinge beachten.

Erstens: Immer für Belüftung sorgen. Mindestens ein Fenster oder Dachluke offen lassen, wenn der Kocher läuft. Kohlenmonoxid ist geruchlos und kann dich umbringen. Klingt drastisch, ist aber so. Ich hab mir angewöhnt, grundsätzlich das Dachfenster aufzumachen, bevor ich den Kocher anzünde.

Zweitens: Feuerlöscher griffbereit haben. So ein kleiner ABC-Löscher kostet 20 Euro und kann deinen Van retten. Montier ihn in Reichweite der Küche, aber nicht direkt daneben – sonst kommst du im Notfall nicht ran.

Drittens: Gasflaschen richtig lagern. Wenn du mit größeren Gasflaschen arbeitest (nicht den kleinen Kartuschen), müssen die aufrecht stehen und gesichert sein. Gas ist schwerer als Luft. Wenn was ausläuft, sammelt sich das am Boden. Deshalb: Gaskasten immer nach außen belüftet.

Ein Kohlenmonoxid-Melder ist keine schlechte Idee. Kostet etwa 25 Euro und piepst, wenn die CO-Konzentration steigt. Besonders wenn du im Winter bei geschlossenen Fenstern im Van schläfst.

Gasverbrauch realistisch einschätzen

Eine 220-Gramm-Kartusche reicht bei moderater Nutzung etwa eine Woche. Wenn du zweimal am Tag kochst – morgens Kaffee und Haferbrei, abends eine warme Mahlzeit – kommst du damit hin. Bei intensiverem Kochen eher fünf Tage.

Größere Flaschen (5 oder 11 Kilo) sind auf lange Sicht günstiger. Du brauchst aber einen Adapter und Platz im Van. Viele Van Life Neulinge unterschätzen den Platz, den so eine Gasflasche braucht. Rechne mal mit mindestens 30 cm Durchmesser und 50 cm Höhe für die 5-Kilo-Flasche.

Zubehör das deinen Kocher besser macht

Ein guter Kocher allein reicht nicht. Ein paar sinnvolle Extras machen das Kochen im Van deutlich angenehmer.

Ein zusätzlicher Windschutz lohnt sich fast immer. Selbst wenn dein Kocher einen integrierten Windschutz hat – bei Wind hilft ein extra Schutz aus Aluminium. Kostet unter 15 Euro und spart Gas. Ich hab einen faltbaren von Camping Gaz, der seit drei Jahren hält.

Faltbarer Windschutz für Campingkocher

Aluminium-Windschutz für effizienteres Kochen bei Wind. Spart Gas und verkürzt die Kochzeit.

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Eine Unterlegplatte aus Aluminium ist sinnvoll, wenn du auf Holzoberflächen kochst. Die Hitze kann sonst Brandflecken hinterlassen. So eine Platte kostet etwa 10 Euro.

Für Campingkocher fürs Van Life ist eine stabile Topfunterlage Gold wert. Wenn der Van steht, merkst du nicht viel. Aber sobald jemand einsteigt oder sich bewegt, wackelt alles. Eine rutschfeste Matte unter dem Kocher verhindert Unfälle.

Rutschfeste Unterlage für Campingkocher

Verhindert Verrutschen und schützt Oberflächen vor Hitze. Wichtig für sichere Kochstellen im Van.

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Bei der Van Life Küchen-Ausstattung gibt es noch viele weitere praktische Ergänzungen, die das Kochen unterwegs erleichtern.

Kocher richtig in den Van integrieren

Wo stellst du deinen Kocher im Van auf? Die Frage klingt banal, aber die Antwort ist wichtig für Komfort und Sicherheit.

Idealerweise hast du eine feste Kochstelle mit nicht brennbarer Oberfläche. Edelstahl oder beschichtetes Holz sind gut. Die Kochstelle sollte mindestens 30 cm Abstand zu Wänden und Vorhängen haben. Bei meinem ersten Van hatte ich den Kocher zu nah an einer Holzwand – die Brandflecken sind bis heute zu sehen.

Die Arbeitshöhe macht mehr aus, als du denkst. 85 bis 90 cm sind angenehm, wenn du stehend kochst. Darunter wird’s auf Dauer anstrengend für den Rücken. Manche Vanlifer kochen im Sitzen – dann reichen 60 bis 70 cm.

Für Einsteiger ins Van Life ist die Van Life für Anfänger Ausstattungs-Checkliste hilfreich, um nichts Wichtiges zu vergessen.

Ein ausklappbarer Tisch neben dem Kocher ist praktisch. Du brauchst Platz für Schneidebretter, Gewürze und Zutaten. 40 x 40 cm zusätzliche Arbeitsfläche machen den Unterschied zwischen Gefrickel und entspanntem Kochen.

Was du bei Campingkochern fürs Van Life vermeiden solltest

Aus meiner Sicht gibt es ein paar Fehler, die du beim Kocher-Kauf vermeiden solltest. Der häufigste: Zu billig kaufen. Kocher für unter 20 Euro mögen verlockend sein, aber die Qualität ist meist mies. Dichtungen halten nicht, die Flamme ist schwach, und nach ein paar Monaten gibt der Kocher auf.

Ein anderer Fehler: Den falschen Brennstoff für deine Reiseziele wählen. Wenn du hauptsächlich in Europa unterwegs bist, brauchst du keinen Multifuel-Kocher. Der ist schwerer, teurer und komplizierter in der Handhabung. Umgekehrt: Wer nach Zentralasien will, sollte sich nicht auf Gaskartuschen verlassen.

Finger weg von Kochern ohne Windschutz. Die sind meist kompakter, aber bei Wind kannst du sie vergessen. Die Flamme flackert oder geht aus, und du verbrauchst doppelt so viel Gas. Für Van Life, wo du oft draußen kochst, ist ein Windschutz nicht optional.

Lass dich nicht von hohen Wattzahlen blenden. 4.000 Watt klingen toll, aber wenn der Kocher instabil ist oder die Flamme nicht regulierbar, nützt dir die Power nichts. Ein stabiler 2.000-Watt-Kocher ist besser als ein wackeliger 4.000-Watt-Brenner.

Kochen bei extremen Bedingungen

Wenn die Temperaturen fallen, wird’s mit normalen Gaskochern schwierig. Butan verflüssigt sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – dann kommt kein Gas mehr aus der Kartusche. Propan funktioniert bis etwa -40 Grad.

Für Winter-Van-Life brauchst du entweder einen Propan-Kocher oder ein System mit Vorwärmung. Manche Kocher haben eine integrierte Vorwärmschlange, die das Gas aufwärmt, bevor es in den Brenner kommt. Das kostet etwas mehr, macht aber den Unterschied.

Bei der Winter Camping Ausrüstung sind solche Details entscheidend. Dein Leben kann davon abhängen.

In großen Höhen nimmt die Kochleistung ab. Der Luftdruck ist niedriger, Wasser kocht früher, aber die Hitze ist geringer. Pasta braucht auf 3.000 Metern deutlich länger als am Meeresspiegel. Das ist keine Besonderheit des Kochers – das ist Physik. Plane einfach mehr Zeit ein.

Pflege und Wartung deines Campingkochers

Ein Campingkocher fürs Van Life hält Jahre, wenn du ihn pflegst. Nach jeder Tour solltest du die Brennerdüsen checken. Essensreste oder Staub können die kleinen Öffnungen verstopfen. Eine weiche Bürste und etwas Druckluft reichen meist.

Die Dichtungen sind die Schwachstelle. Gummi wird mit der Zeit spröde, besonders wenn der Kocher viel Sonne abbekommt. Tausche die Dichtungen alle zwei Jahre aus, auch wenn sie noch okay aussehen. Ein Satz Ersatzdichtungen kostet ein paar Euro und verhindert Gaslecks.

Piezozündungen funktionieren nicht ewig. Wenn deine nach ein paar Jahren nicht mehr zündet, ist das normal. Feuerzeug oder Streichhölzer als Backup sind deshalb Pflicht. Ich hab immer ein sturmfestes Feuerzeug in der Küchenschublade.

Spirituskocher sind nahezu wartungsfrei. Gelegentlich den Brenner ausglühen lassen, damit sich keine Rückstände bilden. Das war’s eigentlich schon.

Bei Multifuel-Kochern musst du die Düsen regelmäßig reinigen. Je nachdem, welchen Brennstoff du nutzt, können sich Rückstände bilden. Die mitgelieferte Reinigungsnadel solltest du alle paar Wochen durch die Düse ziehen.

Häufig gestellte Fragen zu Campingkochern fürs Van Life

Welcher Campingkocher ist am besten fürs Van Life geeignet?

Für die meisten Van Lifer ist ein einflammiger Gaskocher mit Schraubkartusche die beste Wahl. Er ist kompakt, einfach zu bedienen und Kartuschen gibt’s überall in Europa. Der Campingaz Camp’Bistro bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn du mehr Platz hast und öfter aufwendig kochst, lohnt sich ein zweiflammiger Kocher wie die Campingaz Camping Kitchen 2.

Wie viel Gas verbraucht ein Campingkocher im Van?

Bei normaler Nutzung – zweimal täglich kochen – hält eine 220-Gramm-Gaskartusche etwa eine Woche. Das entspricht ungefähr 30 Minuten Brenndauer pro Tag. Wenn du länger kochst oder bei kaltem Wetter unterwegs bist, verbraucht der Kocher mehr Gas. Größere Gasflaschen (5 oder 11 Kilo) sind auf lange Sicht günstiger und umweltfreundlicher.

Kann ich im Van bei geschlossenen Fenstern kochen?

Nein, das solltest du nicht tun. Beim Verbrennen von Gas entsteht Kohlenmonoxid, das geruchlos und tödlich ist. Mindestens ein Fenster oder die Dachluke müssen offen sein, wenn der Kocher läuft. Ein Kohlenmonoxid-Melder ist zusätzlich sinnvoll – der kostet etwa 25 Euro und kann Leben retten.

Sind Multifuel-Kocher besser als Gaskocher?

Das kommt auf deine Reiseziele an. Für Europa ist ein Gaskocher völlig ausreichend. Multifuel-Kocher lohnen sich, wenn du in Regionen reist, wo Gaskartuschen schwer zu bekommen sind – etwa Südamerika, Zentralasien oder Afrika. Sie sind allerdings teurer, schwerer und brauchen mehr Wartung. Der Optimus Polaris ist ein solides Modell knapp unter 100 Euro.

Wie befestige ich den Kocher sicher im Van?

Am sichersten ist eine fest installierte Kochstelle mit nicht brennbarer Oberfläche – Edelstahl oder beschichtetes Holz. Eine rutschfeste Matte unter dem Kocher verhindert, dass er beim Fahren oder bei Bewegung im Van verrutscht. Der Abstand zu Wänden und brennbaren Materialien sollte mindestens 30 cm betragen. Ein Feuerlöscher in Reichweite ist Pflicht.

Van Life bedeutet Freiheit – und zu dieser Freiheit gehört auch eine heiße Mahlzeit am Ende des Tages. Mit dem richtigen Campingkocher fürs Van Life bist du dafür bestens ausgerüstet. Ob einflammig oder zweiflammig, Gas oder Multifuel – unter 100 Euro findest du richtig solide Modelle, die dich nicht im Stich lassen.

Wichtig ist, dass der Kocher zu deinem Reisestil passt. Für die meisten reicht ein einfacher Gaskocher völlig aus. Wenn du extremere Touren planst, lohnt sich der Blick auf Alternativen. Und denk immer an die Sicherheit: Belüftung, Feuerlöscher und ein wachsames Auge machen den Unterschied.

Weitere nützliche Informationen für dein Van Life Abenteuer findest du in unseren Artikeln zur praktischen Camping Ausrüstung unter 30 Euro und zum ausführlichen Camping-Kocher Test.