Letztes Jahr hab ich am dritten Festivaltag meine Luftmatratze repariert – zum vierten Mal. Während um mich rum die Bässe dröhnten, saß ich da mit Flickzeug und fragte mich ernsthaft, warum ich nicht einfach was Vernünftiges gekauft hatte. Fünf Euro gespart, drei schlaflose Nächte kassiert. Geht klar.
Festivals sind toll. Schlafen in der prallen Sonne ab sechs Uhr morgens eher weniger. Deshalb lohnt sich ein bisschen Hirnschmalz beim Packen – nicht jede Festival Camping Ausrüstung muss ein Vermögen kosten, aber ein paar Sachen sollten schon taugen. Sonst wird’s schnell anstrengend statt entspannt.
Die gute Nachricht: Du brauchst kein High-End-Trekkingzeug. Festivals sind keine Alpentouren. Ein bisschen mehr Gewicht stört nicht, wenn du nur vom Parkplatz zum Zeltplatz musst. Aber komplett auf Qualität verzichten? Keine gute Idee.
Das Zelt – Dein temporäres Zuhause für drei Tage
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Du brauchst was zum Schlafen. Die klassische Festival-Lösung ist das Pop-Up-Zelt für 20 Euro vom Discounter. Geht. Aber ehrlich? Die Dinger sind oft nach einem Festival durch. Nicht besonders nachhaltig.
Wenn du öfter auf Festivals gehst, lohnt sich ein vernünftiges Kuppelzelt. Muss nichts Fancy sein, sollte aber wenigstens eine Wassersäule von 3000 mm haben. Alles darunter wird bei Regen schnell feucht. Und Regen ist bei Festivals irgendwie immer Thema.
Größe? Für eine Person reicht theoretisch ein 2-Personen-Zelt. Klingt komisch, ist aber so. Du brauchst Platz für deine Tasche, vielleicht ein paar Schuhe im Vorzelt. Ein 1-Personen-Zelt ist da echt eng. Zwei Leute passen gut in ein 3-Personen-Zelt. Rechne einfach immer +1.
Kuppelzelt für 2-3 Personen mit guter Belüftung und vernünftiger Wassersäule. Wiegt knapp 5 kg – für Festivals völlig okay.
Aufbau sollte easy sein. Du willst nach acht Stunden Autofahrt nicht erstmal Zeltbau-Ingenieur spielen. Kuppelzelte mit Stecksystem sind idiotensicher. Tunnelzelte haben mehr Platz, brauchen aber Abspannung – bei Festivals mit hartem Boden manchmal nervig.
Zubehör fürs Zelt: Nicht vergessen!
Heringe. Klingt banal, aber die Standard-Heringe bei günstigen Zelten taugen oft nicht viel. Auf hartem Festivalboden verbiegen die sich gerne mal. Ein paar stabile Erdnägel kosten fünf Euro und ersparen dir Ärger.
Eine Zeltunterlage schützt den Zeltboden vor Steinen und Dreck. Muss keine teure Markenunterlage sein – eine simple PE-Plane vom Baumarkt geht auch. Kostet drei Euro, verhindert aber durchgescheuerte Böden.
Mehr zum Thema Zeltkauf findest du übrigens in meinem Ratgeber zum Zelt-Kauf, wenn du noch unschlüssig bist welcher Zelttyp zu dir passt.
Schlafsack und Isomatte – Komfort fürs Nachtlager
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein mieser Schlafsack kann dir das ganze Wochenende versauen. Zu warm, zu kalt, zu eng – alles schon erlebt.
Für Sommer-Festivals im Juni bis August reicht ein Schlafsack mit Komforttemperatur um 10-15 Grad. Mumienschlafsäcke sind platzsparender, Deckenschlafsäcke luftiger. Im Hochsommer kann es im Zelt schnell mal 30 Grad werden – dann ist Luftigkeit Gold wert.
Budget-Tipp: Die Eigenmarken von Decathlon sind fürs Festival völlig ausreichend. So ein Quechua-Schlafsack für 20 Euro tut seinen Job. Ist nicht ultrakompakt, muss er aber auch nicht. Packmaß ist bei Festivals zweitrangig.
Günstiger Deckenschlafsack mit 230 cm Länge, der sich komplett öffnen lässt – perfekt für heiße Festivalnächte.
Die Isomatte macht den Unterschied
Hier würd ich nicht am falschen Ende sparen. Eine schlechte Isomatte rächt sich jede einzelne Nacht. Echt jetzt.
Selbstaufblasende Isomatten sind bequem, wiegen aber ihre 1-2 Kilo. Für Festivals passt das. Achte auf einen R-Wert von mindestens 2 – auch im Sommer kann der Boden nachts kühl werden. Dicke ab 3 cm ist ein guter Richtwert.
Luftmatratzen? Kann man machen. Sind noch bequemer als Isomatten. Nachteil: Du brauchst eine Pumpe, und sie sind anfälliger für Löcher. Siehe meine Erfahrung aus der Einleitung. Wenn Luftmatratze, dann bitte eine mit vernünftiger Dicke und nicht so ein Pool-Teil für 10 Euro.
Preis-Leistungs-Sieger mit 5 cm Dicke und R-Wert 3,3. Wiegt 1,5 kg – für Festivals kein Problem.
Falls du mehr über winterfeste Schlafausrüstung wissen willst, schau mal in meinen Guide zur Winter Camping Ausrüstung – da wird’s noch detaillierter.
Camping-Möbel: Klein aber fein
Musst du nicht haben. Ist aber echt angenehm. Ein Campingstuhl macht den Unterschied zwischen „Ich sitz auf der nassen Wiese“ und „Geht doch ganz gut hier“.
Die kompakten Faltstühle von Helinox oder Konsorten sind super, kosten aber 80-100 Euro. Für Festivals total übertrieben. Die Standard-Campingstühle für 15-20 Euro reichen völlig. Achte darauf, dass sie nicht zu schwer sind – unter 2 kg ist gut machbar.
Ein kleiner Campingtisch ist praktisch fürs Frühstück oder wenn du abends noch was trinkst. Diese zusammenklappbaren Aluminium-Teile für 20-30 Euro sind leicht und stabil genug. Höhe um 40-50 cm passt gut zu den Campingstühlen.
Klassischer Faltstuhl mit Getränkehalter und Tasche. Wiegt 2,2 kg und kostet ungefähr 20 Euro.
Beleuchtung – Wenn die Sonne untergeht
Nachts auf dem Festivalgelände ohne Licht? Keine gute Idee. Du wirst dich ärgern, wenn du dein Zelt zwischen 500 anderen identischen Zelten nicht mehr findest.
Stirnlampen sind praktischer als Taschenlampen – du hast beide Hände frei. Muss keine 50-Euro-Petzl sein. Eine simple LED-Stirnlampe für 10-15 Euro reicht locker. Hauptsache sie hat eine rote Leuchtfunktion – die blendet deine Zeltnachbarn nachts nicht so stark.
Fürs Zelt selbst ist eine LED-Campinglaterne super. Diese zusammenklappbaren Dinger gibt’s schon ab 8 Euro. Oft haben die auch USB-Anschluss zum Laden. Batterie-Betrieb ist trotzdem entspannter – Powerbanks sind auf Festivals Gold wert fürs Handy.
Robuste LED-Laterne mit Batteriebetrieb, die auch mal einen Stoß verträgt. Kostet etwa 12 Euro.
Lichterketten für die Optik
Rein funktional nicht nötig. Aber seien wir ehrlich: Lichterketten am Zelt sehen cool aus und helfen dir, deine Base nachts wiederzufinden. Diese batteriebetriebenen LED-Lichterketten gibt’s für 5-10 Euro überall. Nimm welche mit warmweißem Licht – wirkt gemütlicher als kaltweiß.
Packen und Transportieren – Der unterschätzte Teil
Du hast jetzt Zelt, Schlafsack, Isomatte, Stuhl. Passt alles nicht in deinen Alltags-Rucksack. Brauchst du aber auch nicht.
Für Festivals sind große Reisetaschen oder Seesäcke praktischer als Rucksäcke. Du trägst das Zeug ja nur vom Auto zum Zeltplatz – da ist Tragekomfort zweitrangig. Diese 60-80 Liter Reisetaschen kosten 20-30 Euro und schlucken echt viel.
Oder du nimmst einen Bollerwagen. Sieht bescheuert aus, ist aber maximal praktisch. Gerade wenn ihr zu mehreren fahrt und einen Bierkasten dabei habt. Was auch geht: Diese faltbaren Festival-Trolleys mit Rädern. Kosten so 30-40 Euro.
Falls du doch einen Rucksack willst – etwa weil du mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist – schau dir meinen Trekkingrucksack-Test an. Ein 50-60 Liter Rucksack schluckt deine komplette Festival-Ausrüstung.
Kleinteile organisieren
Packtaschen oder einfach Gefrierbeutel helfen dir, den Überblick zu behalten. Trenne Klamotten, Technik, Hygienekram in separate Beutel. Spart dir das große Suchen im Hauptgepäck.
Eine kleine Umhängetasche oder Bauchtasche für Handy, Geld und Festivalbändchen ist Gold wert. Die trägst du tagsüber am Mann – dann musst du nicht ständig zurück zum Zelt.
Verpflegung und Kochen auf dem Festivalgelände
Festivalessen ist teuer. Fünf Euro für ne Brezel, acht Euro für Pommes. Summiert sich. Ein bisschen Selbstverpflegung spart echt Geld.
Für Frühstück brauchst du keine Camping-Küche. Müsli, Haferflocken, Brot, Aufstrich – alles easy ohne Kochen. Eine Kühlbox ist praktisch für Milch, Butter, Käse. Diese passiven Kühlboxen mit Kühlakkus reichen fürs Wochenende. Kosten so 20-30 Euro für 20-30 Liter.
Wenn du kochen willst: Ein Gaskocher ist am unkompliziertesten. Diese Kartuschen-Kocher mit Schraubkartusche kosten 15-20 Euro, die Gaskartuschen 3-4 Euro. Damit kannst du Wasser für Kaffee kochen oder schnelle Gerichte wie Dosenravioli warm machen.
Kompakter Kocher mit Piezozündung und guter Windstabilität. Wiegt nur 270 Gramm ohne Kartusche.
Geschirr und Besteck – Keep it simple
Mehrweggeschirr ist nachhaltiger als Plastikteller. Muss aber kein teures Edelstahl-Set sein. Diese bunten Melamin-Teller und -Becher sind leicht, stabil und günstig. Ein 4-teiliges Set kostet etwa 10 Euro.
Besteck: Nimm einfach welches von zu Hause mit. Oder kauf ein günstiges Camping-Besteck-Set für 5 Euro. Diese Kunststoff-Sporks (Löffel-Gabel-Kombis) sind praktisch und wiegen nix.
Spülzeug nicht vergessen. Eine kleine Flasche Spüli, ein Schwamm, ein Geschirrtuch. Kostet zusammen keine 5 Euro, macht aber den Unterschied zwischen „Ich ess aus schmutzigen Tellern“ und zivilisiertem Campingleben.
Hygiene und Komfort – Kleinkram mit großer Wirkung
Festivalduschen sind oft… speziell. Lange Schlangen, kaltes Wasser, fragwürdige Sauberkeit. Ein bisschen autark sein zahlt sich aus.
Feucht-Tücher sind dein Freund. Damit kannst du dich zwischendurch auffrischen, ohne zur Dusche zu latschen. Ein Packet mit 50 Tüchern kostet 2 Euro und hält locker ein Wochenende. Nicht die fürs Gesicht nehmen – die großen zum Körper-Abwischen sind besser.
Trockenshampoo ist besonders für Leute mit langen Haaren Gold wert. Kostet 3-4 Euro und macht aus fettigem Festivalhaar wieder halbwegs vorzeigbares Haar. Geht schneller als Duschen und spart Wasser.
Sonnencreme. Echt jetzt. Die Sonne auf Festivals ist nicht ohne. LSF 30 oder 50, je nach Hauttyp. Eine 200ml-Flasche reicht für ein Wochenende und kostet so 5-8 Euro. Nachschmieren nicht vergessen.
Die Festival-Apotheke
Muss nichts Großes sein. Aber ein paar Basics solltest du dabei haben:
- Kopfschmerztabletten (Ibuprofen oder Paracetamol)
- Pflaster in verschiedenen Größen
- Blasenpflaster für die Füße – die brauchst du garantiert
- Mückenspray, wenn’s Richtung Spätsommer geht
- Ohrstöpsel für die Nacht (Festivals sind laut, auch nachts)
Kostet zusammen keine 20 Euro, kann dir aber echt den Arsch retten. Nichts nervt mehr als drei Tage mit Kopfschmerzen, weil du kein Aspirin dabei hast.
Mehr praktisches Zeug unter 30 Euro findest du in meinem Artikel über Camping-Ausrüstung unter 30 Euro – da sind noch mehr Kleinigkeiten, die sich lohnen.
Kleidung fürs Festival – Auf alles vorbereitet sein
Festivals sind wettertechnisch immer ne Wundertüte. Sonne, Regen, kühle Nächte – alles möglich. Zwiebellook ist die Lösung.
Grundausstattung: T-Shirts, kurze Hose, lange Hose, Hoodie oder Fleecejacke für abends, Regenjacke. Klingt nach viel, ist aber alles Standard-Kleidung. Keine spezielle Outdoor-Klamotten nötig.
Bei den Schuhen scheiden sich die Geister. Gummistiefel sind bei Matsch King, bei Sonne aber die Hölle. Feste Sneaker oder leichte Wanderschuhe sind der Kompromiss – bequem, robust, nicht zu warm. Diese Trail-Runner von Decathlon oder ähnliches taugen gut und kosten um die 30 Euro.
Wasserdichte Wanderschuhe die auch bei Festivalmud durchhalten. Nicht die günstigsten, aber robust genug für mehrere Festivals.
Falls du noch unschlüssig bist welche Schuhe zu deinem Outdoor-Style passen, lohnt ein Blick in meinen Wanderschuh-Test.
Regenklamotten – Lieber haben als brauchen
Eine vernünftige Regenjacke ist Pflicht. Muss kein 200-Euro-Gore-Tex-Teil sein. Eine einfache Hardshell für 40-50 Euro tut ihren Job. Hauptsache Wassersäule über 10.000 mm und verschweißte Nähte.
Regenhose? Kann man mitnehmen. Ich lass sie meist weg – wenn’s richtig schüttet, bleibst du eh im Zelt. Aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Eine einfache Regenhose kostet 15-20 Euro und wiegt fast nichts.
Technik und Strom – Bleib online und geladen
Handy-Akku ist auf Festivals das Thema. Fotos, Videos, Kontakt zur Gruppe, Bezahlen – dein Smartphone wird ordentlich gefordert.
Eine große Powerbank ist Pflicht. 20.000 mAh sollten es schon sein – damit lädst du dein Handy 4-5 Mal voll. Kostet um die 25-30 Euro. Achte darauf, dass sie mindestens zwei USB-Ports hat, dann kannst du mehrere Geräte laden.
Zuverlässige Powerbank mit zwei USB-Ports und schneller Ladefunktion. Wiegt 350 Gramm.
Solar-Ladegeräte? Nette Idee, praktisch aber oft enttäuschend. Die günstigen Modelle laden viel zu langsam. Wenn Solar, dann richtig – aber das kostet dann 80-100 Euro. Für ein Festival lohnt sich das nicht.
Kamera und Valuables
Wertsachen im Zelt lassen ist keine gute Idee. Festivals sind leider auch für Diebe attraktiv. Trag deine wichtigen Sachen am Körper – Bauchtasche, Brustbeutel oder Hüfttasche mit Reißverschluss.
Eine kleine wasserdichte Tasche für Handy und Geld ist praktisch bei Regen. Diese Drybags gibt’s ab 5 Euro. Nicht schön, aber funktional.
Was du NICHT brauchst – Geld sparen durch Weglassen
Jetzt mal ehrlich: Man kann sich beim Festival Camping auch totpacken. Hier ein paar Sachen, die du getrost zu Hause lassen kannst.
Pavillon oder Sonnensegel: Sieht cool aus, braucht aber Platz und ist bei Wind nervig. Auf engen Festivalcampingplätzen oft nicht erlaubt oder einfach unpraktisch. Dein Zelt-Vorzelt reicht als Sonnenschutz.
Luxus-Gadgets: Bluetooth-Speaker (die Nachbarn hassen dich), elektrische Kühlboxen (wo willst du die anschließen?), aufblasbare Sofas (nach einem Tag platt). Verzichtbar.
Zu viel Kleidung: Du brauchst keine sieben T-Shirts für drei Tage. Drei reichen. Eins am Körper, eins als Ersatz, eins zum Wechseln. Waschen kannst du zu Hause.
Die Kosten im Überblick – Was kostet Festival Camping?
Rechnen wir mal durch, was du einmalig investieren musst. Annahme: Du fängst bei Null an.
Zelt (3 Personen): 60-80 Euro – hält mehrere Festivals
Schlafsack: 20-30 Euro
Isomatte: 30-40 Euro
Campingstuhl: 15-20 Euro
Stirnlampe + Zeltlampe: 15-20 Euro
Reisetasche: 25 Euro
Gaskocher + Kartusche: 20 Euro
Geschirr-Set: 10 Euro
Kühlbox klein: 25 Euro
Powerbank: 25-30 Euro
Macht in Summe: 245-305 Euro für die komplette Grundausstattung. Klingt nach viel, ist aber eine einmalige Investierung. Ab dem zweiten Festival brauchst du nur noch Verbrauchsmaterial – Gaskartuschen, Batterien, Hygieneartikel.
Preis-Leistungs-Sieger: Wenn du den Eigenmarken von Decathlon, Aldi oder Lidl vertraust, kommst du auch mit 200 Euro hin. Die Qualität reicht für Gelegenheits-Festivalbesucher völlig.
Nachhaltig campen – Müll vermeiden und Umwelt schonen
Festivals und Müll – leider oft ein Problem. Du kannst deinen Teil beitragen.
Mehrweg statt Einweg: Nutze wiederverwendbares Geschirr, keine Plastikbecher. Nimm einen Stoffbeutel für Einkäufe mit. Kleine Sachen, große Wirkung.
Müll trennen: Auch auf Festivals gibt’s meist Mülltrennung. Nutze sie. Pack einen kleinen Müllbeutel an dein Zelt und sammle Müll, statt ihn rumliegen zu lassen.
Pfandsystem nutzen: Viele Festivals haben Becher-Pfand. Nimm die Becher nach der Party mit und gib sie zurück. Ja, auch wenn du besoffen bist.
Billig-Zelte stehen lassen ist keine Option: Jedes Jahr bleiben hunderte Zelte auf Festivalgeländen zurück. Das ist einfach nur scheiße. Wenn du ein Zelt kaufst, nimm es auch wieder mit. Wenn’s kaputt ist, entsorge es ordentlich.
Sicherheit und Diebstahlschutz – Besser vorbeugen
Festivals sind meistens entspannt. Trotzdem: Gelegenheit macht Diebe.
Zelt abschließen? Bringt nicht viel. Reißverschlüsse kann man aufschneiden. Besser: Wertsachen immer am Körper tragen oder sicher im Auto lassen (wenn nicht gerade 35 Grad sind).
Ein kleines Vorhängeschloss am Zelt-Reißverschluss hält zumindest Gelegenheits-Langfinger ab. Kostet 5 Euro und gibt ein Gefühl von Sicherheit. Profis hält’s nicht auf.
Markiere dein Equipment: Klingt spießig, hilft aber. Ein kleiner Aufkleber oder Edding-Strich auf Isomatte, Schlafsack, Lampen. Wenn was weg ist und später wieder auftaucht, kannst du’s identifizieren.
Erste Hilfe und Notfall-Infos
Kennst du den Notruf auf Festivals? Meist 112, manchmal gibt’s eigene Festival-Nummern. Speicher die Nummer im Handy. Kennst du die Position deines Zeltplatzes? Viele Festivals haben Nummerierungen – merk sie dir.
Falls was passiert – medizinische Station aufsuchen. Die gibts auf jedem größeren Festival. Lieber einmal zu viel gegangen als zu wenig.
FAQ – Die häufigsten Fragen zur Festival-Camping-Ausrüstung
Was darf auf Festivals nicht ins Gepäck?
Glasflaschen sind meist verboten, Waffen sowieso, oft auch Gas-Grills oder offenes Feuer. Check die Festival-Rules vorher online – die unterscheiden sich. Professionelle Kameras mit Wechselobjektiv sind oft auch nicht erlaubt im Innenbereich.
Wie viel Kleidung brauche ich für drei Festivaltage?
Drei T-Shirts, ein Hoodie, zwei Hosen (kurz und lang), Unterwäsche für jeden Tag plus Reserve. Eine Regenjacke. Das reicht. Du bist nicht auf einer Fashion-Show. Dreckig werden ist Teil des Programms.
Brauche ich einen teuren Marken-Schlafsack für Festivals?
Nein. Für Sommer-Festivals reicht ein günstiger Schlafsack für 20-30 Euro völlig aus. Im Zelt wird’s nachts selten unter 10 Grad. Investiere das Geld lieber in eine gute Isomatte – die macht mehr Unterschied beim Schlafkomfort.
Lohnt sich eine Kühlbox fürs Festival?
Für Frühstück und kalte Getränke schon. Eine passive Kühlbox mit Kühlakkus für 20-30 Euro reicht völlig. Elektrische Kühlboxen sind auf Festivals unpraktisch – wo willst du die anschließen? Kühlakkus kannst du meist bei Festivalständen gegen Gebühr tauschen.
Wie schütze ich mein Handy vor Diebstahl auf dem Festival?
Trag es am Körper in einer verschließbaren Tasche – Bauchtasche oder Brusttasche mit Reißverschluss. Lass es nicht im Zelt liegen, auch nicht „versteckt“. Alternative: Günstig-Handy fürs Festival mitnehmen, das teure zu Hause