Campingkocher fürs Van Life unter 100 Euro – Top-Auswahl 2026

Campingkocher fürs Van Life unter 100 Euro – Top-Auswahl 2026

Wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und du nach einem langen Tag auf der Straße endlich im Van sitzt, gibt es kaum was Besseres als eine heiße Mahlzeit. Ein guter Campingkocher fürs Van Life muss dabei ziemlich viel können: klein genug sein für begrenzten Stauraum, zuverlässig arbeiten und nicht die halbe Reisekasse verschlingen.

Die gute Nachricht: Für unter 100 Euro bekommst du richtig solide Kocher, die dir über Jahre treu bleiben. Ich hab in den letzten Jahren die verschiedensten Modelle durch – von einflammigen Gaskochern bis zu kompakten Spiritusbrennern. Manche haben mich enttäuscht, andere sind zu echten Begleitern geworden.

Der Markt ist riesig. Zu riesig eigentlich. Gaskocher, Benzinkocher, Spiritusbrenner – jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Entscheidend ist, was zu deinem Van Life Stil passt. Bist du meist auf Campingplätzen? Dann reicht ein einfacher Gaskocher. Fährst du durch mehrere Länder? Dann lohnt sich vielleicht ein Multifuel-System.

Welcher Campingkocher-Typ passt zu deinem Van Life?

Bevor du dir irgendeinen Kocher kaufst, solltest du ehrlich überlegen, wie du unterwegs kochst. Bei meiner ersten längeren Tour hatte ich einen Gaskocher mit Kartuschen – und stand dann in Portugal vor leeren Regalen. Die hatten genau das System nicht, das ich brauchte. Echt nervig.

Gaskocher mit Schraubkartuschen sind der Klassiker. Kompakt, leicht zu bedienen, und in Europa bekommst du die Kartuschen fast überall. Die Flamme lässt sich gut regulieren, was beim Kochen von empfindlichen Sachen wichtig ist. Nachteil: Bei Temperaturen unter null Grad wird’s schwierig mit der Leistung.

Benzinkocher sind robuster und funktionieren auch bei miesem Wetter. Du kannst normales Autobenzin tanken – praktisch, wenn du abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs bist. Allerdings musst du vorpumpen und die Düse gelegentlich reinigen. Nicht kompliziert, aber halt ein Extra-Schritt.

Spirituskocher sind die Minimalisten unter den Kochern. Keine beweglichen Teile, extrem zuverlässig, und Brennspiritus gibt’s in jeder Drogerie. Die Flamme ist allerdings schwächer und nicht regulierbar. Für Van Life, wo du meist gemütlich Zeit hast, kann das durchaus reichen.

Die besten einflammigen Campingkocher fürs Van Life

Für die meisten Van Life Einsteiger ist ein einflammiger Gaskocher die beste Wahl. Du brauchst nicht viel Platz, die Handhabung ist simpel, und für unter 100 Euro bekommst du richtig gute Modelle.

Campingaz Camp’Bistro – Der Zuverlässige

Der Camp’Bistro von Campingaz ist mein persönlicher Favorit für längere Touren. Das Ding wiegt knapp 1,5 Kilo und passt in jede Campingküche. Die Leistung von 2.200 Watt reicht locker, um in zehn Minuten Wasser zum Kochen zu bringen. Die Piezozündung hat bei mir bisher immer funktioniert – auch nach Monaten im Van.

Campingaz Camp’Bistro Gaskocher

Robuster Gaskocher mit 2.200 Watt Leistung und Piezozündung. Passt perfekt in jede Van-Küche und arbeitet zuverlässig.

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Was mir gefällt: Die Standfläche ist groß genug für ordentliche Töpfe. Du kannst auch mal einen 3-Liter-Topf draufstellen, ohne dass alles wackelt. Der Windschutz ist klappbar – praktisch beim Verstauen. Preis liegt meist zwischen 40 und 50 Euro.

Primus Mimer Stove – Der Kompakte

Der Primus Mimer ist eine Nummer kleiner, aber dafür auch günstiger. Mit nur 370 Gramm ist er ein Leichtgewicht. Die 2.500 Watt bringen ordentlich Power. Was mich überrascht hat: Trotz der kompakten Bauweise steht der Kocher stabil.

Primus Mimer Stove Gaskocher

Ultraleichter Gaskocher mit 2.500 Watt. Wiegt nur 370 Gramm und passt in jede Ecke deines Vans.

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Für Solo-Vanlifer oder Paare, die hauptsächlich einfache Gerichte kochen, ist der Mimer gut geeignet. Die Töpfe sollten allerdings nicht zu groß sein – ab 22 cm Durchmesser wird’s wackelig. Kostenpunkt: etwa 35 Euro.

Enders Explorer – Preis-Leistungs-Tipp

Enders ist nicht die bekannteste Marke, aber der Explorer macht seinen Job richtig gut. 1.650 Watt sind nicht die Welt, aber für Van Life vollkommen ausreichend. Das Gerät wiegt knapp 1,3 Kilo und hat einen integrierten Tragegriff.

Enders Explorer Gaskocher

Solider Campingkocher mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Robuste Bauweise und einfache Handhabung.

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Was den Explorer von teureren Modellen unterscheidet: Die Verarbeitung ist okay, aber nicht so fein. Die Gasregulierung läuft nicht ganz so smooth wie bei Campingaz. Für unter 30 Euro kannst du da aber nicht meckern. Wenn dein Budget knapp ist, ist das dein Kocher.

Zweiflammige Kocher – wenn du mehr Platz brauchst

Auf meiner letzten Tour durch Skandinavien hatte ich zum ersten Mal einen zweiflammigen Kocher dabei. Morgens Kaffee und gleichzeitig Rührei – das hat schon was. Wenn die Temperaturen fallen und du mehr Zeit im Van verbringst, wird so ein Setup richtig angenehm.

Allerdings: Zweiflammer brauchen mehr Platz. Du solltest mindestens 50 cm Breite in deiner Van-Küche haben. Und der Gasverbrauch steigt natürlich, wenn du beide Flammen nutzt.

Campingaz Camping Kitchen 2 – Der Allrounder

Die Camping Kitchen 2 ist der Klassiker für Van Life. Zwei Brenner mit je 1.600 Watt, aufklappbare Windschilde an drei Seiten, und das Ganze in einem stabilen Metallkoffer. Das Gewicht von 4 Kilo ist nicht wenig, aber dafür bekommst du quasi eine komplette Küche.

Campingaz Camping Kitchen 2

Zweiflammiger Gaskocher im Kofferformat. Zwei Brenner mit je 1.600 Watt für entspanntes Kochen im Van.

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Ich hab das Ding monatelang in Portugal genutzt. Morgens Espresso auf der einen Seite, Haferbrei auf der anderen. Abends Pasta mit Soße – gleichzeitig, nicht nacheinander. Das spart echt Zeit. Die Piezozündung funktioniert nach wie vor bei beiden Brennern. Preis liegt bei etwa 75 bis 85 Euro.

Providus 2-flammig – Budget-Option

Wenn dir die Campingaz zu teuer ist, schau dir den Providus an. Ähnliches Konzept, aber einfacher verarbeitet. Die Brenner liefern zusammen knapp 3.000 Watt. Die Windschilde sind dünner, aber erfüllen ihren Zweck.

Providus Zweiflammiger Campingkocher

Günstiger Zweiflammer mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis. Gut für Einsteiger ins Van Life.

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Kostenpunkt: um die 50 Euro. Das ist fair, wenn du nicht sicher bist, ob zweiflammig wirklich das Richtige für dich ist. Die Verarbeitung ist okay – nicht bombenfest, aber für gelegentliche Nutzung vollkommen ausreichend.

Alternative Brennstoffe für weltweite Touren

Gas ist nicht überall verfügbar. In Südamerika, Teilen Afrikas oder Zentralasien bekommst du eher Benzin als die passenden Gaskartuschen. Wenn du eine richtig lange Tour planst, solltest du über Multifuel-Kocher nachdenken.

Optimus Polaris – Der Vielseitige

Der Optimus Polaris läuft mit Diesel, Kerosin, Benzin und sogar Flugbenzin. Quasi alles, was brennt. Das macht ihn zur ersten Wahl für Expeditionen. Mit 890 Gramm ist er leichter als die meisten Gaskocher, und die 3.000 Watt bringen ordentlich Power.

Optimus Polaris Multifuel Kocher

Flexibler Multifuel-Kocher für weltweite Touren. Läuft mit Benzin, Diesel, Kerosin und Gas.

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Du musst den Kocher vorpumpen – das ist gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Mal Routine. Die Düse solltest du alle paar Wochen reinigen, besonders wenn du mit Diesel kochst. Der Preis liegt knapp unter 100 Euro. Lohnt sich, wenn du wirklich off-grid unterwegs bist.

Trangia Spirituskocher – Der Unkaputtbare

Der Trangia ist ein Klassiker aus Schweden. Kein Schnickschnack, keine Elektronik – nur ein Brenner, ein Topf und ein Windschutz. Das komplette System wiegt unter einem Kilo und kostet etwa 60 Euro.

Trangia Spirituskocher Set

Minimalistisches Kocher-Set ohne bewegliche Teile. Extrem zuverlässig und wartungsfrei.

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Brennspiritus bekommst du in jedem Dorf. Die Flamme ist nicht regulierbar und auch nicht besonders stark – aber sie brennt. Immer. Bei meiner Tour durch Norwegen hat mich das Ding nie im Stich gelassen. Für schnelle Gerichte ist der Trangia gut geeignet. Wenn du stundenlang köcheln willst, eher nicht.

Sicherheit und praktische Tipps für Van Life Kocher

Ich muss ehrlich sein: Im Van zu kochen ist nicht ganz ohne Risiko. Du hast einen Gasbrenner in einem geschlossenen Raum mit brennbaren Materialien. Da solltest du ein paar Dinge beachten.

Erstens: Immer für Belüftung sorgen. Mindestens ein Fenster oder Dachluke offen lassen, wenn der Kocher läuft. Kohlenmonoxid ist geruchlos und kann dich umbringen. Klingt drastisch, ist aber so. Ich hab mir angewöhnt, grundsätzlich das Dachfenster aufzumachen, bevor ich den Kocher anzünde.

Zweitens: Feuerlöscher griffbereit haben. So ein kleiner ABC-Löscher kostet 20 Euro und kann deinen Van retten. Montier ihn in Reichweite der Küche, aber nicht direkt daneben – sonst kommst du im Notfall nicht ran.

Drittens: Gasflaschen richtig lagern. Wenn du mit größeren Gasflaschen arbeitest (nicht den kleinen Kartuschen), müssen die aufrecht stehen und gesichert sein. Gas ist schwerer als Luft. Wenn was ausläuft, sammelt sich das am Boden. Deshalb: Gaskasten immer nach außen belüftet.

Ein Kohlenmonoxid-Melder ist keine schlechte Idee. Kostet etwa 25 Euro und piepst, wenn die CO-Konzentration steigt. Besonders wenn du im Winter bei geschlossenen Fenstern im Van schläfst.

Gasverbrauch realistisch einschätzen

Eine 220-Gramm-Kartusche reicht bei moderater Nutzung etwa eine Woche. Wenn du zweimal am Tag kochst – morgens Kaffee und Haferbrei, abends eine warme Mahlzeit – kommst du damit hin. Bei intensiverem Kochen eher fünf Tage.

Größere Flaschen (5 oder 11 Kilo) sind auf lange Sicht günstiger. Du brauchst aber einen Adapter und Platz im Van. Viele Van Life Neulinge unterschätzen den Platz, den so eine Gasflasche braucht. Rechne mal mit mindestens 30 cm Durchmesser und 50 cm Höhe für die 5-Kilo-Flasche.

Zubehör das deinen Kocher besser macht

Ein guter Kocher allein reicht nicht. Ein paar sinnvolle Extras machen das Kochen im Van deutlich angenehmer.

Ein zusätzlicher Windschutz lohnt sich fast immer. Selbst wenn dein Kocher einen integrierten Windschutz hat – bei Wind hilft ein extra Schutz aus Aluminium. Kostet unter 15 Euro und spart Gas. Ich hab einen faltbaren von Camping Gaz, der seit drei Jahren hält.

Faltbarer Windschutz für Campingkocher

Aluminium-Windschutz für effizienteres Kochen bei Wind. Spart Gas und verkürzt die Kochzeit.

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Eine Unterlegplatte aus Aluminium ist sinnvoll, wenn du auf Holzoberflächen kochst. Die Hitze kann sonst Brandflecken hinterlassen. So eine Platte kostet etwa 10 Euro.

Für Campingkocher fürs Van Life ist eine stabile Topfunterlage Gold wert. Wenn der Van steht, merkst du nicht viel. Aber sobald jemand einsteigt oder sich bewegt, wackelt alles. Eine rutschfeste Matte unter dem Kocher verhindert Unfälle.

Rutschfeste Unterlage für Campingkocher

Verhindert Verrutschen und schützt Oberflächen vor Hitze. Wichtig für sichere Kochstellen im Van.

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Bei der Van Life Küchen-Ausstattung gibt es noch viele weitere praktische Ergänzungen, die das Kochen unterwegs erleichtern.

Kocher richtig in den Van integrieren

Wo stellst du deinen Kocher im Van auf? Die Frage klingt banal, aber die Antwort ist wichtig für Komfort und Sicherheit.

Idealerweise hast du eine feste Kochstelle mit nicht brennbarer Oberfläche. Edelstahl oder beschichtetes Holz sind gut. Die Kochstelle sollte mindestens 30 cm Abstand zu Wänden und Vorhängen haben. Bei meinem ersten Van hatte ich den Kocher zu nah an einer Holzwand – die Brandflecken sind bis heute zu sehen.

Die Arbeitshöhe macht mehr aus, als du denkst. 85 bis 90 cm sind angenehm, wenn du stehend kochst. Darunter wird’s auf Dauer anstrengend für den Rücken. Manche Vanlifer kochen im Sitzen – dann reichen 60 bis 70 cm.

Für Einsteiger ins Van Life ist die Van Life für Anfänger Ausstattungs-Checkliste hilfreich, um nichts Wichtiges zu vergessen.

Ein ausklappbarer Tisch neben dem Kocher ist praktisch. Du brauchst Platz für Schneidebretter, Gewürze und Zutaten. 40 x 40 cm zusätzliche Arbeitsfläche machen den Unterschied zwischen Gefrickel und entspanntem Kochen.

Was du bei Campingkochern fürs Van Life vermeiden solltest

Aus meiner Sicht gibt es ein paar Fehler, die du beim Kocher-Kauf vermeiden solltest. Der häufigste: Zu billig kaufen. Kocher für unter 20 Euro mögen verlockend sein, aber die Qualität ist meist mies. Dichtungen halten nicht, die Flamme ist schwach, und nach ein paar Monaten gibt der Kocher auf.

Ein anderer Fehler: Den falschen Brennstoff für deine Reiseziele wählen. Wenn du hauptsächlich in Europa unterwegs bist, brauchst du keinen Multifuel-Kocher. Der ist schwerer, teurer und komplizierter in der Handhabung. Umgekehrt: Wer nach Zentralasien will, sollte sich nicht auf Gaskartuschen verlassen.

Finger weg von Kochern ohne Windschutz. Die sind meist kompakter, aber bei Wind kannst du sie vergessen. Die Flamme flackert oder geht aus, und du verbrauchst doppelt so viel Gas. Für Van Life, wo du oft draußen kochst, ist ein Windschutz nicht optional.

Lass dich nicht von hohen Wattzahlen blenden. 4.000 Watt klingen toll, aber wenn der Kocher instabil ist oder die Flamme nicht regulierbar, nützt dir die Power nichts. Ein stabiler 2.000-Watt-Kocher ist besser als ein wackeliger 4.000-Watt-Brenner.

Kochen bei extremen Bedingungen

Wenn die Temperaturen fallen, wird’s mit normalen Gaskochern schwierig. Butan verflüssigt sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – dann kommt kein Gas mehr aus der Kartusche. Propan funktioniert bis etwa -40 Grad.

Für Winter-Van-Life brauchst du entweder einen Propan-Kocher oder ein System mit Vorwärmung. Manche Kocher haben eine integrierte Vorwärmschlange, die das Gas aufwärmt, bevor es in den Brenner kommt. Das kostet etwas mehr, macht aber den Unterschied.

Bei der Winter Camping Ausrüstung sind solche Details entscheidend. Dein Leben kann davon abhängen.

In großen Höhen nimmt die Kochleistung ab. Der Luftdruck ist niedriger, Wasser kocht früher, aber die Hitze ist geringer. Pasta braucht auf 3.000 Metern deutlich länger als am Meeresspiegel. Das ist keine Besonderheit des Kochers – das ist Physik. Plane einfach mehr Zeit ein.

Pflege und Wartung deines Campingkochers

Ein Campingkocher fürs Van Life hält Jahre, wenn du ihn pflegst. Nach jeder Tour solltest du die Brennerdüsen checken. Essensreste oder Staub können die kleinen Öffnungen verstopfen. Eine weiche Bürste und etwas Druckluft reichen meist.

Die Dichtungen sind die Schwachstelle. Gummi wird mit der Zeit spröde, besonders wenn der Kocher viel Sonne abbekommt. Tausche die Dichtungen alle zwei Jahre aus, auch wenn sie noch okay aussehen. Ein Satz Ersatzdichtungen kostet ein paar Euro und verhindert Gaslecks.

Piezozündungen funktionieren nicht ewig. Wenn deine nach ein paar Jahren nicht mehr zündet, ist das normal. Feuerzeug oder Streichhölzer als Backup sind deshalb Pflicht. Ich hab immer ein sturmfestes Feuerzeug in der Küchenschublade.

Spirituskocher sind nahezu wartungsfrei. Gelegentlich den Brenner ausglühen lassen, damit sich keine Rückstände bilden. Das war’s eigentlich schon.

Bei Multifuel-Kochern musst du die Düsen regelmäßig reinigen. Je nachdem, welchen Brennstoff du nutzt, können sich Rückstände bilden. Die mitgelieferte Reinigungsnadel solltest du alle paar Wochen durch die Düse ziehen.

Häufig gestellte Fragen zu Campingkochern fürs Van Life

Welcher Campingkocher ist am besten fürs Van Life geeignet?

Für die meisten Van Lifer ist ein einflammiger Gaskocher mit Schraubkartusche die beste Wahl. Er ist kompakt, einfach zu bedienen und Kartuschen gibt’s überall in Europa. Der Campingaz Camp’Bistro bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn du mehr Platz hast und öfter aufwendig kochst, lohnt sich ein zweiflammiger Kocher wie die Campingaz Camping Kitchen 2.

Wie viel Gas verbraucht ein Campingkocher im Van?

Bei normaler Nutzung – zweimal täglich kochen – hält eine 220-Gramm-Gaskartusche etwa eine Woche. Das entspricht ungefähr 30 Minuten Brenndauer pro Tag. Wenn du länger kochst oder bei kaltem Wetter unterwegs bist, verbraucht der Kocher mehr Gas. Größere Gasflaschen (5 oder 11 Kilo) sind auf lange Sicht günstiger und umweltfreundlicher.

Kann ich im Van bei geschlossenen Fenstern kochen?

Nein, das solltest du nicht tun. Beim Verbrennen von Gas entsteht Kohlenmonoxid, das geruchlos und tödlich ist. Mindestens ein Fenster oder die Dachluke müssen offen sein, wenn der Kocher läuft. Ein Kohlenmonoxid-Melder ist zusätzlich sinnvoll – der kostet etwa 25 Euro und kann Leben retten.

Sind Multifuel-Kocher besser als Gaskocher?

Das kommt auf deine Reiseziele an. Für Europa ist ein Gaskocher völlig ausreichend. Multifuel-Kocher lohnen sich, wenn du in Regionen reist, wo Gaskartuschen schwer zu bekommen sind – etwa Südamerika, Zentralasien oder Afrika. Sie sind allerdings teurer, schwerer und brauchen mehr Wartung. Der Optimus Polaris ist ein solides Modell knapp unter 100 Euro.

Wie befestige ich den Kocher sicher im Van?

Am sichersten ist eine fest installierte Kochstelle mit nicht brennbarer Oberfläche – Edelstahl oder beschichtetes Holz. Eine rutschfeste Matte unter dem Kocher verhindert, dass er beim Fahren oder bei Bewegung im Van verrutscht. Der Abstand zu Wänden und brennbaren Materialien sollte mindestens 30 cm betragen. Ein Feuerlöscher in Reichweite ist Pflicht.

Van Life bedeutet Freiheit – und zu dieser Freiheit gehört auch eine heiße Mahlzeit am Ende des Tages. Mit dem richtigen Campingkocher fürs Van Life bist du dafür bestens ausgerüstet. Ob einflammig oder zweiflammig, Gas oder Multifuel – unter 100 Euro findest du richtig solide Modelle, die dich nicht im Stich lassen.

Wichtig ist, dass der Kocher zu deinem Reisestil passt. Für die meisten reicht ein einfacher Gaskocher völlig aus. Wenn du extremere Touren planst, lohnt sich der Blick auf Alternativen. Und denk immer an die Sicherheit: Belüftung, Feuerlöscher und ein wachsames Auge machen den Unterschied.

Weitere nützliche Informationen für dein Van Life Abenteuer findest du in unseren Artikeln zur praktischen Camping Ausrüstung unter 30 Euro und zum ausführlichen Camping-Kocher Test.

Van Life Küchen-Ausstattung: Komplett-Guide 2026

Van Life Küchen-Ausstattung: Komplett-Guide 2026

Letzte Woche stand ich auf einem Parkplatz in den Dolomiten und hab versucht, mit meinem alten Campingkocher Nudeln zu kochen. Wind kam von allen Seiten, der Topf war zu klein, das Schneidebrett rutschte ständig weg – und ich hab mir gedacht: „Hätte ich das mal von Anfang an durchdacht.“

Die Küche im Van ist nicht einfach nur ein Kocher auf einer Kiste. Es ist dein Workspace – manchmal bei Regen, oft bei Wind, immer auf begrenztem Raum. Und wenn du einmal drei Tage schlechtes Wetter hattest und jeden Tag Dosenravioli kalt gegessen hast, weißt du: Eine durchdachte Küchen-Ausstattung macht den Unterschied zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Komm, ich koch uns was Gutes.“

In diesem Guide zeige ich dir, welche Van Life Küche Ausrüstung wirklich taugt – vom Kocher über Kühlboxen bis zu den kleinen Helfern, die den Alltag entspannter machen. Nicht die teuerste Lösung, sondern die praktischste.

Der Kocher: Das Herzstück deiner Van-Küche

Ohne funktionierenden Kocher ist Van Life ziemlich trostlos. Klar, du kannst kalt essen – aber nach einer Woche willst du einfach einen heißen Kaffee morgens und abends was Warmes.

Beim Kocher hast du im Van hauptsächlich zwei Optionen: Gas oder Benzin. Elektro-Kocher fressen zu viel Strom, außer du hast eine richtig fette Solaranlage und stehst in der Sahara.

Gaskocher: Der Klassiker für den Innenausbau

Die meisten Van-Küchen laufen mit Gas. Entweder mit fest verbauten Kochern oder mit flexiblen Campingkochern. Mein persönlicher Favorit: die 2-Flammen-Variante. Du kannst gleichzeitig Nudeln kochen und Sauce warm machen – klingt banal, aber draußen ist das Luxus.

Dometic HBG 2335 Gaskocher

Klassischer 2-Flammen-Einbaukocher mit Piezozündung, läuft mit Standard-Gasflaschen und ist robust genug für täglichen Einsatz.

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So ein Einbaukocher kostet dich 150-250 Euro, je nachdem welches Modell. Das Material ist meist Edelstahl, die Leistung liegt bei etwa 2x 1.850 Watt. Klingt erstmal wenig, reicht aber zum Kochen locker.

Falls du deinen Van nicht fest ausbauen willst oder noch am Anfang stehst: Ein guter Camping-Gaskocher mit zwei Flammen tut’s auch. Den kannst du flexibel nutzen – drinnen bei offener Tür, draußen neben dem Van oder auf dem Picknicktisch.

Campingaz Camp Bistro 2

Kompakter 2-Flammen-Kocher für Kartuschen, wiegt nur 1,9 kg und lässt sich in jeder Kiste verstauen. Für flexible Vanausbauer.

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Gasflaschen: Die grauen oder die blauen?

Bei Gasflaschen hast du die Wahl zwischen grauen Pfandflaschen (5 kg oder 11 kg) und den kleinen Kartuschen. Graue Flaschen sind deutlich günstiger im Nachfüllen – etwa 15 Euro für 11 kg Gas. Kartuschen kosten pro Kilogramm das Dreifache, sind aber praktischer wenn du wenig Platz hast.

Was viele Anfänger nicht wissen: In manchen Ländern außerhalb Deutschlands kriegst du für deutsche Gasflaschen keinen Adapter. Dann stehst du blöd da. Wenn du viel unterwegs bist, lohnt sich ein Adapter-Set.

Kühlbox oder Kompressorkühlschrank?

Frische Lebensmittel ohne Kühlmöglichkeit halten im Sommer vielleicht einen Tag. Bei 30 Grad im Van ist nach sechs Stunden Schluss mit Käse, Wurst oder Joghurt.

Kompressorkühlboxen: Die zuverlässige Variante

Kompressorkühlboxen sind quasi kleine Kühlschränke fürs Auto. Die kühlen richtig runter – bis zu -18 Grad sind drin, du kannst also auch Gefrierfach-Ersatz haben. Nachteil: Sie brauchen Strom. Bei dauerhaftem Betrieb etwa 1-2 Ah pro Stunde, je nach Außentemperatur.

Dometic CoolFreeze CFX3 35

35 Liter Kompressorkühlbox mit App-Steuerung und Batterieschutz. Kühlt bis -22°C und läuft im Van zuverlässig über die Zweitbatterie.

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So eine Box kostet dich 450-700 Euro für die 35-40 Liter Variante. Klingt nach viel Geld, ist aber eine der besten Investitionen für Van Life. Du kannst frisch einkaufen, musst nicht jeden Tag zum Supermarkt und kannst auch mal irgendwo stehen wo weit und breit nichts ist.

Falls du mehr zum Thema hochwertige Ausrüstung wissen willst: In meinem Artikel über Premium Outdoor Ausrüstung findest du weitere Investitionen die sich wirklich lohnen.

Passive Kühlboxen: Die Budget-Variante

Passive Kühlboxen mit Kühlakkus sind die günstige Alternative. Kosten 30-80 Euro, brauchen keinen Strom und funktionieren… naja, begrenzt. Die Kühlakkus musst du irgendwo wieder einfrieren – im Van geht das nicht. Funktioniert also nur wenn du regelmäßig Zugang zu einem Gefrierschrank hast.

Für Wochenendtrips okay, für längere Touren würde ich das nicht empfehlen.

Kochgeschirr: Was du wirklich brauchst

Du brauchst keine Küchen-Komplettausstattung wie zu Hause. Im Van zählt jeder Zentimeter Stauraum – und ehrlich gesagt benutzt du 80% vom Zeug eh nie.

Töpfe und Pfannen: Weniger ist mehr

Ein mittlerer Topf (2-3 Liter) und eine beschichtete Pfanne (24 cm) – das reicht für 90% aller Gerichte. Wenn du öfter für mehrere Leute kochst oder gerne Eintöpfe machst, nimm noch einen großen Topf dazu.

GSI Outdoors Pinnacle Camper Kochset

Topf-Pfannen-Set aus eloxiertem Aluminium, stapelbar und mit Antihaftbeschichtung. Wiegt zusammen unter 800 g bei 2,7 Liter Volumen.

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Material-Tipp: Aluminium ist leicht und leitet Wärme gut. Edelstahl ist robuster, aber deutlich schwerer. Bei Töpfen für den Van würde ich Aluminium mit Antihaftbeschichtung nehmen – einfach weil die Reinigung mit begrenztem Wasser viel entspannter ist.

Das Geschirr: Plastik, Emaille oder Edelstahl?

Melamin-Geschirr ist leicht und bruchsicher. Emaille sieht retro-cool aus, ist aber schwerer. Edelstahl ist mein Favorit – unkaputtbar, spülmaschinenfest und wird auch nach Jahren nicht ranzig.

Pro Person rechne ich mit: 2 Teller (flach und tief), 1 Schüssel, 1 Tasse, 1 Glas. Mehr brauchst du nicht, außer du willst ein Geschirrmuseum im Van aufbauen.

Wasser: Kanister, Pumpen und Aufbewahrung

Ohne Wasser läuft in der Van-Küche nichts. Du brauchst Frischwasser zum Kochen, Spülen und Trinken – und irgendwo muss das Abwasser hin.

Frischwasser-System: Vom Kanister bis zur festen Installation

Die einfachste Lösung: Zwei Wasserkanister mit Auslaufhahn. Einen für Trinkwasser, einen für Spülwasser. Kostet zusammen keine 30 Euro und funktioniert. Nachteil: Du musst die Kanister immer heben und rumtragen.

Hünersdorff Wasserkanister 20L mit Hahn

Robuster PE-Kanister mit Zapfhahn und Tragegriff, lebensmittelecht und mit breiter Öffnung zum Reinigen. Der Klassiker für flexible Wassersysteme.

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Wenn du’s komfortabler willst: Fest verbauter Tank mit elektrischer Wasserpumpe. Du baust dir eine kleine Spüle ein, drückst auf einen Fußschalter und Wasser kommt raus. Kostet dich etwa 50 Euro für die Pumpe plus Tank, ist aber deutlich angenehmer im Alltag.

Wie viel Wasser brauchst du wirklich?

Kommt natürlich drauf an wie sparsam du bist. Ich rechne mit etwa 5-10 Liter pro Person und Tag – fürs Kochen, Trinken, Spülen und grobe Körperpflege. Duschen verbraucht Extra, das mach ich meist auf Campingplätzen oder mit Solardusche.

Tank-Größe: 20-40 Liter sind für die meisten Van-Camper völlig ausreichend. Mehr Wasser bedeutet auch mehr Gewicht – 40 Liter sind 40 Kilo die du rumfährst.

Abwasser: Die unterschätzte Herausforderung

Wo Frischwasser reinkommt, muss Abwasser auch wieder raus. Die Grundregel: Abwassertank sollte mindestens so groß sein wie der Frischwassertank – sonst kannst du das Frischwasser gar nicht komplett nutzen.

Einfachste Variante: Abwasser-Kanister unter der Spüle. Den leert man dann an geeigneten Stellen – auf Campingplätzen, bei Entsorgungsstationen oder (nur mit biologisch abbaubarem Spülmittel!) in der Natur abseits von Gewässern.

Aufbewahrung und Organisation: Der Unterschied zwischen Chaos und Überblick

Auf meiner Tour durch die Alpen letztes Jahr hatte ich alles in zwei großen Kisten. Klingt aufgeräumt, war es aber nicht. Wenn du unten im Koffer das Salz suchst, musst du erst drei Töpfe, zwei Pfannen und den halben Vorratsschrank auspacken. Nach drei Tagen nervt das gewaltig.

Gewürzaufbewahrung: Kleine Dosen, großer Unterschied

Gewürze in den Originaldosen mitnehmen ist Platzverschwendung. Kleine Schraubdosen oder Gewürzstreuer im Set – da passt alles rein was du brauchst und du sparst 70% Volumen.

Outdoor Freakz Gewürzdosen-Set 12-teilig

Kompakte Schraubdosen mit Streueinsatz, durchsichtig zum schnellen Finden. Mit beschriftbaren Deckeln und in Transportbox.

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Die Dosen beschriftest du am besten mit wasserfestem Stift oder Labeln – nach einer Woche sehen Paprika und Chili nämlich verdammt ähnlich aus.

Lebensmittel-Organisation: Luftdichte Boxen gegen Feuchtigkeit

Im Van ist’s manchmal feucht, besonders wenn du bei Regen kochst. Nudeln, Reis, Müsli – alles was offen ist, wird schnell pappig oder schimmelt sogar. Luftdichte Frischhaltedosen sind Pflicht.

Ich nutze durchsichtige Boxen in verschiedenen Größen – so sehe ich direkt was noch da ist und muss nicht erst alles durchwühlen. Die stapelbaren Systeme sind Gold wert wenn der Platz knapp ist.

Küchen-Hängesystem: Wenn die Arbeitsfläche fehlt

Arbeitsfläche ist im Van Mangelware. Ein simples Hängesystem an der Seitenwand mit Haken und Körben schafft zusätzlichen Stauraum für Küchenutensilien die du oft brauchst: Schöpfkelle, Pfannenwender, Küchentücher, Schneidebretter.

Magnetleisten für Messer funktionieren im Van auch super – musst nur aufpassen dass die nicht beim Fahren runterfallen wenn’s holprig wird.

Die kleinen Helfer: Tools die den Alltag erleichtern

Es sind oft die kleinen Dinge die Van Life entspannter machen. Nicht das teure Equipment, sondern die 15-Euro-Gadgets.

Klappbares Schneidebrett mit Auffangschale

Normales Schneidebrett liegt rum und nimmt Platz weg. Klappbare Schneidebretter mit integrierter Auffangschale sind genial – du schnippelst drüber, klappst die Schale auf und alles fällt direkt in den Topf oder die Schüssel.

Joseph Joseph Chop2Pot Plus

Faltbares Schneidebrett mit Scharnieren, verwandelt sich in Schütte zum direkten Einfüllen. Platzsparend verstaubar und spülmaschinenfest.

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Faltbares Spülbecken für Draußen-Küche

Wenn du viel draußen kochst und nicht jedes Mal ins Van-Innere zum Spülen willst: Faltbare Spülschüsseln sind super praktisch. Nach dem Gebrauch zusammenfalten, fertig. Braucht fast keinen Platz.

Ich hab so ein Teil für etwa 12 Euro gekauft und nutze es ständig – nicht nur zum Spülen, auch zum Gemüse waschen oder als Abtropfschale.

Camping-Wasserkessel: Schneller heißes Wasser

Für Kaffee, Tee oder Instant-Nudeln willst du nicht jedes Mal den großen Topf rausholen. Ein kleiner Camping-Wasserkessel (1-1,5 Liter) ist schneller heiß und praktischer.

Stanley Adventure Camp Cook Set Wasserkessel

Robuster Edelstahl-Kessel mit 1 Liter Fassungsvermögen, klappbarer Griff und Ausgießer. Stapelbar mit anderen Stanley-Töpfen.

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Multitool für die Küche

Dosenöffner, Flaschenöffner, Korkenzieher – all das willst du irgendwann mal. Statt drei einzelne Tools: Ein anständiges Multitool. Victorinox Swiss Army Knife oder Leatherman, beides taugt was. Kostet dich 30-60 Euro und erspart dir drei Schubladen voll Einzelzeug.

Stromversorgung für Küchen-Elektrogeräte

Die meisten Küchen-Tools im Van brauchen keinen Strom – aber ein paar Sachen eben schon. Kühlbox, Wasserpumpe, vielleicht noch ein USB-Mixer oder eine kleine Kaffeemühle.

Zweitbatterie und Solaranlage: Die Basis

Für Van Life mit elektrischer Kühlbox und Wasserpumpe ist eine Zweitbatterie fast Pflicht. Die Starterbatterie willst du nicht leerlutschen – sonst stehst du irgendwo und kommst nicht mehr weg.

Eine AGM-Batterie mit 100 Ah kostet dich etwa 150-250 Euro. Dazu eine kleine Solaranlage (100-200 Watt) für 150-400 Euro, je nach Qualität. Zusammen hast du damit genug Power für Kühlbox, Licht und Kleingeräte.

Falls du mehr über Navigation und elektronische Ausrüstung wissen willst: Der Artikel über GPS-Geräte und Outdoor-Navigation zeigt dir, was in Sachen Elektronik draußen wirklich funktioniert.

Spannungswandler: Für 230V-Geräte

Manche Geräte laufen nur mit 230V – etwa manche Kaffeemaschinen oder Mixer. Dafür brauchst du einen Spannungswandler (Inverter) der aus 12V Batteriespannung 230V macht.

Aber Achtung: Diese Teile ziehen richtig Power. Eine 1000W-Kaffeemaschine braucht etwa 85 Ampere aus der 12V-Batterie. Das hält keine kleine Batterie lange durch. Für Van Life reichen meist 12V-Geräte völlig aus – die sind eh effizienter.

Sicherheit in der Van-Küche: Was du beachten solltest

Kochen im Van ist nicht wie zu Hause. Du hast weniger Platz, oft offenes Feuer und eine Gasquelle in einem geschlossenen Raum. Klingt dramatisch, ist aber mit ein paar Grundregeln völlig safe.

Kohlenmonoxid: Die unsichtbare Gefahr

Gaskocher produzieren beim Verbrennen Kohlenmonoxid – ein geruchloses Gas das in geschlossenen Räumen gefährlich werden kann. Deshalb: Beim Kochen im Van immer Fenster oder Dachluken offen haben. Querlüften ist am besten.

Ein Kohlenmonoxid-Warner kostet 20-30 Euro und kann im Ernstfall Leben retten. Kein fancy Equipment, aber sinnvoll.

Ei Electronics Ei208D Kohlenmonoxid-Melder

Unabhängiger CO-Warner mit 10 Jahren Batterie und Display. Schlägt Alarm bei gefährlicher CO-Konzentration im Van.

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Feuerlöscher: Lieber haben als brauchen

Ein kleiner 1-kg-Feuerlöscher (ABC-Pulver oder Schaum) gehört in jeden Van. Kostet dich 20-30 Euro und sollte griffbereit verstaut sein – nicht hinten unter drei Kisten.

Ich hab meinen direkt neben der Tür montiert. Wenn’s brennt, willst du nicht erst suchen müssen.

Gasanlage regelmäßig prüfen

Gasleitungen und Anschlüsse solltest du regelmäßig checken. Mit Lecksuchspray oder Seifenlauge – wenn’s Blasen schlägt, ist irgendwo Gas am Austreten. Die Prüfung beim TÜV ist alle paar Jahre Pflicht, aber zwischendurch selbst schauen schadet nicht.

Budget-Übersicht: Was kostet eine komplette Van-Küche?

Damit du eine grobe Vorstellung bekommst – hier eine realistische Kalkulation für eine funktionale Van-Küche:

  • Einbau-Gaskocher (2-Flammen): 150-250 Euro
  • Gasflasche (11 kg) mit Füllung: 50-70 Euro
  • Kompressor-Kühlbox (35L): 450-700 Euro
  • Kochgeschirr-Set (Töpfe, Pfannen): 60-120 Euro
  • Geschirr und Besteck (2 Personen): 40-80 Euro
  • Wasserkanister (2x 20L): 30-50 Euro
  • Aufbewahrungsboxen und Organizer: 40-80 Euro
  • Kleine Helfer (Schneidebretter, Messer, Dosenöffner etc.): 50-100 Euro
  • Sicherheit (CO-Warner, Feuerlöscher): 50-80 Euro

Gesamt: 920-1.530 Euro für eine komplette, funktionale Van-Küche

Klingt nach viel Geld auf einen Schlag. Muss es aber nicht sein – du kannst gestaffelt kaufen. Kocher und Kühlbox sind die wichtigsten Investitionen, den Rest baust du nach und nach auf.

Mehr Spartipps findest du in meinem Artikel über praktische Camping Ausrüstung unter 30 Euro.

Minimalistische Küche vs. Vollausstattung: Was passt zu dir?

Nicht jeder braucht die komplette Küchen-Infrastruktur. Manche sind nur Wochenenden unterwegs, andere leben Vollzeit im Van. Dein Setup sollte zu deinem Nutzungsprofil passen.

Die Wochenend-Küche (Budget: ca. 300 Euro)

Für kurze Trips reicht oft eine abgespeckte Version: Campingkocher mit Kartuschen, passive Kühlbox mit Kühlakkus, Basis-Kochgeschirr und Wasserkanister. Du kannst zwischendurch im Supermarkt einkaufen und musst keine große Vorratshaltung machen.

Das ist quasi die Van Life Basis-Ausstattung für Anfänger – probier’s erstmal aus bevor du 1500 Euro in die Hand nimmst.

Die Vollzeit-Küche (Budget: ca. 1.500 Euro)

Wenn du dauerhaft unterwegs bist, lohnt sich die Vollausstattung: Einbau-Gaskocher, Kompressor-Kühlbox, festes Wassersystem mit Pumpe und Tank, umfangreiches Kochgeschirr und durchdachte Aufbewahrung.

Du kannst autark mehrere Tage stehen ohne einkaufen zu müssen, richtig kochen statt nur Instant-Zeug warm machen und hast insgesamt deutlich mehr Lebensqualität.

Van-Küche im Winter: Besondere Herausforderungen

Bei Minusgraden gelten andere Regeln. Wasser friert ein, Gasflaschen verlieren Druck, die Finger werden steif beim Gemüseschnippeln.

Frostschutz für Wassersystem

Wenn’s nachts unter null geht, musst du dein Wassersystem entweder komplett entleeren oder beheizen. Gefrorene Leitungen können platzen – und dann hast du ein echtes Problem.

Viele Vollzeit-Vanlifer nutzen beheizte Tanks oder isolierte Schläuche. Für Gelegenheits-Wintercamper reicht meist: Abends Wasser ablassen, morgens frisches Wasser nachfüllen.

Mehr zum Thema Wintercamping findest du im Guide zur Winter Camping Ausrüstung.

Gas im Winter: Propan statt Butan

Butangas funktioniert bei Minustemperaturen nicht mehr – ab etwa 0 Grad verdampft es nicht mehr ausreichend. Propan dagegen läuft bis -40 Grad. Im Winter also immer Propan oder Propan-Butan-Gemisch nutzen.

FAQ: Die häufigsten Fragen zur Van Life Küche Ausrüstung

Kann ich im Van auch mit Induktion kochen?

Technisch ja, praktisch eher nicht. Induktionskochfelder brauchen viel Strom – etwa 1.500-2.000 Watt. Dafür brauchst du eine große Batterie und einen starken Wechselrichter. Für die meisten Van-Camper ist Gas deutlich praktikabler und günstiger.

Wie lange hält eine 11 kg Gasflasche beim Kochen?

Kommt drauf an wie viel du kochst. Bei normalem Gebrauch (2x täglich kochen, morgens Kaffee) hält eine 11 kg Flasche etwa 4-6 Wochen. Im Winter bei zusätzlichem Heizen natürlich deutlich weniger. Eine 5 kg Flasche entsprechend 2-3 Wochen.

Brauche ich für Van Life eine Gasprüfung?

Wenn du die Gasanlage fest einbaust – ja. Die G607-Prüfung ist bei fest installierten Gasanlagen in Wohnmobilen und Vans vorgeschrieben und muss alle 2 Jahre wiederholt werden. Kostet etwa 50-80 Euro beim TÜV oder einer Fachwerkstatt. Wenn du nur einen mobilen Campingkocher nutzt, brauchst du keine Prüfung.

Welches Spülmittel sollte ich im Van verwenden?

Am besten biologisch abbaubares Spülmittel wie „Frosch“ oder Camping-Spülmittel. Das kannst du notfalls auch in der Natur entsorgen (aber bitte mindestens 50 Meter entfernt von Gewässern!). Normale Spülmittel mit Chemie-Keulen haben im Van-Abwasser nichts zu suchen.

Wie verhindere ich dass Geschirr beim Fahren klappert?

Antirutschmatten zwischen Tellern und Schüsseln helfen schon mal. Ansonsten: Geschirr fest verstauen in Schubladen oder Kisten mit Unterteilungen. Weiche Zwischenschichten aus Geschirrtüchern oder Küchenpapier dämpfen zusätzlich. Das nervigste Geklapper kommt meist von losem Besteck – also entweder in Besteckkasten mit Fächern oder in einer weichen Tasche verstauen.

Eine durchdachte Van Life Küche Ausrüstung macht den Unterschied zwischen „Ich halte das nicht mehr aus“ und „Das ist richtig geil hier draußen.“ Du brauchst nicht das teuerste Equipment – aber das richtige. Fang mit den Basics an, bau aus was fehlt und nach drei Monaten weißt du genau was du wirklich brauchst.

Am Lagerfeuer getestet: Eine gute Küche ist die Basis für gutes Van Life. Und gutes Essen macht alles erträglicher – auch drei Tage Dauerregen in Schottland.

Camping-Kocher im Test: Gas, Spiritus oder Holz?

Camping-Kocher im Test: Gas, Spiritus oder Holz?

Stell dir vor: Du sitzt nach einer langen Wanderung am Lagerplatz, dein Magen knurrt – und der Kocher streikt. Brennstoff leer, Wind zu stark, oder du kommst mit der Technik einfach nicht klar. Solche Situationen hab ich schon mehr erlebt, als mir lieb ist. Deshalb teste ich Camping-Kocher mittlerweile gründlich, bevor sie in meinen Rucksack wandern.

Die Wahl zwischen Gas, Spiritus oder Holz ist keine Geschmacksfrage – sie hängt von deiner Tour ab. Ein Gaskocher, der auf der Wochenendtour top funktioniert, kann im Winter zur Qual werden. Und der minimalistische Hobo-Ofen? Macht am Lagerfeuer Spaß, ist aber in alpinen Regionen oft verboten.

In diesem Camping-Kocher-Test schauen wir uns an, welches System zu welcher Situation passt. Mit konkreten Modellen, echten Gewichtsangaben und Preisen – keine Marketing-Phrasen, sondern Praxis-Erfahrung vom Lagerfeuer.

Für die Wochenend-Tour: Schnell, unkompliziert, zuverlässig

Wenn du nur zwei, drei Tage unterwegs bist, willst du nicht lange rumfummeln. Ein Gaskocher ist hier die praktischste Lösung – Kartusche drauf, aufdrehen, läuft. In der Praxis zeigt sich: Die meisten Anfänger unterschätzen, wie viel schneller sie mit Gas kochen als mit anderen Systemen.

Mein Go-to für Wochenendtouren ist seit Jahren der MSR PocketRocket 2. Wiegt nur 73 Gramm, passt in deine Handfläche und bringt einen Liter Wasser in drei bis vier Minuten zum Kochen. Kostet um die 45 Euro – kein Schnäppchen, aber hält ewig. Die Brennerköpfe sind windgeschützt genug für normale Bedingungen.

MSR PocketRocket 2

Ultraleichter Gaskocher mit nur 73 Gramm – perfekt für schnelle Touren, wenn jedes Gramm zählt und du trotzdem zuverlässig kochen willst.

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Wer es noch günstiger mag: Der Fire-Maple FMS-300T kostet etwa 20 Euro und taugt auch was. 45 Gramm leicht, faltbar, macht seinen Job. Klar, die Verarbeitung ist nicht MSR-Niveau, aber für gelegentliche Touren völlig okay.

Fire-Maple FMS-300T

Budget-Gaskocher mit Titan-Konstruktion und nur 45 Gramm Gewicht – funktioniert zuverlässig und schont die Geldbörse.

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Kartuschen: Ventil oder Schraub?

Bei Gas hast du zwei Systeme: Ventilkartuschen (wie CV300) und Schraubkartuschen (wie die von Primus oder Coleman). Ventilkartuschen kannst du nach Gebrauch abschrauben und wieder drauf – praktisch für Wochenendtouren. Schraub-Versionen sind günstiger, aber einmal montiert, lässt du sie besser dran.

Was viele Anfänger nicht wissen: Eine 230-Gramm-Kartusche reicht bei normalem Gebrauch (zwei warme Mahlzeiten am Tag) etwa vier bis fünf Tage. Pack also entsprechend ein oder kauf vor Ort nach.

Für Mehrtages-Trekking: Gewicht vs. Brennstoff-Verfügbarkeit

Auf längeren Touren wird’s komplizierter. Je nachdem wohin du gehst, musst du dir Gedanken über Nachschub machen. In Europa findest du Gaskartuschen in jedem Outdoor-Laden und oft sogar an Tankstellen. In abgelegeneren Regionen wird’s schwieriger.

Hier kommt der gute alte Trangia Spirituskocher ins Spiel. Das Ding ist unkaputtbar – einfach nur ein Messingbrenner, keine beweglichen Teile. Ich hab meinen seit 15 Jahren, und der läuft noch wie am ersten Tag. Spiritus kriegst du überall, notfalls sogar in Apotheken oder Baumärkten.

Trangia Sturmkocher 25-1

Der Klassiker mit Messingbrenner und Windschutz – braucht zwar länger als Gas, dafür praktisch unzerstörbar und Spiritus gibt’s überall.

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Der Nachteil? Spiritus braucht deutlich länger. Für einen Liter Wasser plane ich gut zehn Minuten ein – bei Wind auch mal länger. Und: Spiritus hat weniger Energiedichte als Gas. Für eine Woche brauchst du etwa einen Liter, das sind zusätzliche 800 Gramm im Rucksack.

Pro-Tipp: Der Trangia-Brenner passt auch in andere Topf-Setups. Ich nutze ihn oft mit einem leichteren Windschutz aus Alu statt dem kompletten Trangia-Set – spart gut 300 Gramm.

Multifuel-Kocher: Die Allrounder

Wenn du wirklich lange unterwegs bist oder in Regionen gehst, wo du nicht weißt, was verfügbar ist, lohnt sich ein Blick auf Multifuel-Systeme. Der MSR WhisperLite Universal läuft mit Gas, Benzin, Diesel und sogar Kerosin. Wiegt mit 361 Gramm mehr als ein reiner Gaskocher, gibt dir aber maximale Flexibilität.

MSR WhisperLite Universal

Multifuel-Kocher für Gas und Flüssigbrennstoffe – wenn du weltweit unterwegs bist und nicht weißt, was du vor Ort findest.

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Achtung: Flüssigbrennstoff-Kocher brauchen mehr Wartung. Düsen verstopfen, du musst pumpen und vorheizen – nicht so plug-and-play wie Gas. Aber wenn du im Himalaya oder in Patagonien unterwegs bist, gibt’s oft keine Alternative.

Bei schlechtem Wetter und Wind: Was wirklich funktioniert

Am Lagerfeuer getestet und für zu schwach befunden: Die meisten Budget-Gaskocher bei Wind. Ich hab mal drei Tage in Norwegen gebraucht, um zu akzeptieren, dass mein 15-Euro-Kocher in der Küstenregion einfach nutzlos ist. Ständig ging die Flamme aus, oder sie flackerte nur noch.

Für windige Bedingungen brauchst du entweder einen Kocher mit integriertem Windschutz oder ein Komplettsystem. Der Jetboil Flash ist hier mein Favorit – nicht wegen irgendeiner Marketing-Geschichte, sondern weil das Ding einfach funktioniert. Der Brenner sitzt im Topf, das ganze System ist optimiert. Ein Liter Wasser in zwei Minuten, auch bei Wind.

Jetboil Flash

Integriertes Koch-System mit Topf und optimiertem Brenner – bringt Wasser in unter zwei Minuten zum Kochen, auch bei miesem Wetter.

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Kostet um die 110 Euro und wiegt mit Topf etwa 440 Gramm. Klingt viel, aber du sparst dir separate Töpfe. Und in der Praxis: Die Zeitersparnis ist bei Schlechtwetter Gold wert.

Windschutz selbst bauen oder kaufen?

Für normale Gaskocher kannst du Windschutz aus Alu-Folie basteln – kostet nichts, wiegt nichts, funktioniert. Wichtig: Lass oben und unten genug Luftzirkulation, sonst überhitzt die Kartusche. Hab ich am Anfang auch falsch gemacht – die Kartusche wurde so heiß, dass ich sie nicht mehr anfassen konnte.

Fertige Windschutz-Systeme wie von Primus sind durchdachter, aber teurer. Für 20-30 Euro kriegst du was Solides. Lohnt sich, wenn du oft bei Wind unterwegs bist.

Im Winter: Wenn’s richtig kalt wird

Normale Gaskartuschen mit Butan versagen ab etwa 0 Grad – die Flamme wird schwächer oder geht ganz aus. Für Winter-Camping brauchst du Kartuschen mit Propan-Anteil oder Flüssigbrennstoff.

Der Primus Omnifuel ist meine erste Wahl für Wintertouren. Läuft mit Gas oder Benzin, hat einen Vorwärmer für die Brennstoffleitung und funktioniert bis -20 Grad problemlos. Wiegt 350 Gramm ohne Flasche, kostet etwa 160 Euro. Nicht billig, aber du willst draußen bei Minusgraden keinen Kocher, der streikt.

Primus Omnifuel

Multifuel-Kocher mit Vorwärmer für extreme Kälte – läuft zuverlässig bis -20 Grad mit verschiedenen Brennstoffen.

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Alternative: Gaskartuschen mit hohem Propan-Anteil (wie die Winter-Mix von Primus) funktionieren auch im Winter ganz gut. Teurer als normale Kartuschen, aber du kannst deinen Standard-Gaskocher weiter nutzen.

Spiritus im Winter? Geht auch

Überraschend: Spiritus funktioniert im Winter besser als Standard-Gas. Brennt zwar langsamer, aber die Leistung bleibt konstant. Der Trangia braucht im Winter halt statt zehn Minuten eher fünfzehn für einen Liter Wasser. Dafür hast du keine Technik, die versagen kann.

Für Minimalisten und Bushcrafter: Holz als Brennstoff

Holzvergaser-Kocher sind was für Leute, die gern draußen rumwerkeln und Gewicht sparen wollen. Du sammelst Äste, Zapfen, trockenes Gras – alles was brennt. Kein Brennstoff zum Mitschleppen.

Der Solo Stove Lite ist hier ziemlich cool konstruiert. Doppelwandiger Edelstahl, durch die Löcher wird Luft von unten nachgeführt – das Ding brennt sauber und effizient. Wiegt 255 Gramm, kostet etwa 70 Euro.

Solo Stove Lite

Holzvergaser-Kocher aus Edelstahl mit cleverer Luftzufuhr – du sammelst Brennmaterial vor Ort und sparst dir das Mitschleppen.

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Achtung: In vielen Naturschutzgebieten und oberhalb der Baumgrenze ist offenes Feuer verboten – auch in diesen Kochern. Informier dich vorher über die Regeln in deinem Zielgebiet. Und: Bei Regen oder in feuchten Wäldern findest du kein trockenes Holz. Dann stehst du dumm da.

DIY-Alternative: Die Hobo-Dose

Wer ganz minimalistisch unterwegs ist: Eine große Konservendose mit Löchern funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Kostet nichts, wiegt nichts (weil du sie vor Ort zusammenbaust), ist aber auch nichts für jede Tour. Eher was für Festival-Camping oder lockere Wochenenden am See.

Für Einsteiger: Womit starten?

Wenn du gerade erst mit Camping anfängst, ist die Auswahl überwältigend. Meine Empfehlung: Fang mit einem simplen Gaskocher an. Der Campingaz Twister Plus kostet um die 25 Euro, wiegt 190 Gramm und funktioniert zuverlässig.

Campingaz Twister Plus

Solider Einsteiger-Gaskocher zum kleinen Preis – läuft stabil, ist gut verarbeitet und mit Piezozündung ausgestattet.

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Damit kannst du erstmal testen, wie oft du wirklich draußen kochst und was du brauchst. Später upgraden geht immer – aber du musst nicht gleich 150 Euro ausgeben, um rauszufinden, ob dir Camping überhaupt liegt.

Die passenden Kartuschen (CV300 oder CV470) findest du in jedem Baumarkt und bei Decathlon. Eine kleine Kartusche reicht für ein Wochenende locker.

Was du sonst noch brauchst

Ein Kocher allein reicht nicht. Du brauchst mindestens:

  • Einen Topf oder eine Tasse – Alu ist leicht, Edelstahl robuster
  • Einen Löffel (Titan oder Kunststoff spart Gewicht)
  • Ein Feuerzeug plus Ersatz-Feuerzeug (Piezozündungen versagen gern mal)
  • Einen kleinen Lappen zum Anfassen heißer Töpfe

Das komplette Kochset mit Trangia wiegt etwa 900 Gramm, mit einem ultraleichten Gaskocher kommst du unter 500 Gramm. Für mehr Gewichts-Tipps schau mal in meinen Guide zum Ultralight-Trekking.

Für Gruppen und Familien: Größere Systeme

Wenn ihr zu viert oder mehr unterwegs seid, machen die kleinen Solo-Kocher keinen Spaß mehr. Dann kochst du ewig oder brauchst mehrere Kocher gleichzeitig. Für Camping mit Kindern oder Gruppentouren lohnen sich größere Gaskocher.

Der Campingaz Camp Bistro 2 hat zwei Brenner, wiegt knapp 2 Kilo und kostet etwa 70 Euro. Zu schwer zum Wandern, aber fürs Auto-Camping oder Van-Life ziemlich praktisch. Du kannst parallel Wasser aufsetzen und was brutzeln.

Campingaz Camp Bistro 2

Zwei-Flammen-Gaskocher für Familien und Gruppen – zu schwer für Trekking, aber perfekt fürs Auto-Camping mit mehreren Personen.

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Kartuschen vs. Flaschen bei längeren Aufenthalten

Wenn du eine Woche oder länger am gleichen Platz stehst, werden Kartuschen teuer. Dann lohnt sich eine große Gasflasche (5 oder 11 Kilo) mit passendem Druckminderer und Schlauch. Billiger im Verbrauch und du musst nicht ständig Kartuschen kaufen.

Camping-Kocher im Test: Die wichtigsten Kriterien

Nach Jahren draußen mit verschiedenen Systemen hab ich ein paar Kriterien, die mir wichtig sind:

Kochzeit: Gas ist am schnellsten (3-4 Minuten pro Liter), Spiritus braucht 8-12 Minuten, Holz ist schwer zu messen. Wenn du morgens schnell weiterwillst, macht das einen Unterschied.

Gewicht: Ultraleichte Gaskocher unter 100 Gramm sind top für Trekking-Touren. Spiritus-Systeme wiegen mit Brenner und Topf oft mehr, aber du sparst bei den Kartuschen.

Brennstoff-Verfügbarkeit: In Europa ist Gas überall zu kriegen. In abgelegeneren Regionen wird’s schwieriger – dann ist Spiritus oder Benzin sicherer.

Windstabilität: Integrierte Systeme wie Jetboil schlagen alles andere. Bei offenen Gaskochern macht ein guter Windschutz den Unterschied zwischen zwei und zehn Minuten Kochzeit.

Packmaß: Manche Kocher passen in die Tasse, andere brauchen extra Platz im Rucksack. Das Trangia-Komplettsystem ist sperrig, ein MSR PocketRocket verschwindet in der Jackentasche.

Häufige Fragen zu Camping-Kochern

Kann ich Gaskartuschen im Flugzeug mitnehmen?

Nein, Gaskartuschen sind im Handgepäck und Aufgabegepäck verboten. Du musst am Zielort neue kaufen. Deshalb sind Multifuel-Kocher für Flugreisen praktischer – Benzin kriegst du überall.

Wie lange hält eine 230g-Gaskartusche?

Bei moderater Nutzung (zweimal täglich Wasser kochen, einmal was Warmes) etwa vier bis fünf Tage. Im Winter oder bei viel Wind geht’s schneller. Pack lieber eine Kartusche mehr ein.

Ist Spiritus wirklich so viel langsamer als Gas?

Ja, etwa doppelt so langsam. Ein Liter Wasser braucht mit Spiritus 8-12 Minuten, mit Gas 3-4 Minuten. Dafür ist Spiritus zuverlässiger bei Kälte und du findest ihn überall.

Darf ich überall mit Holzkochern Feuer machen?

Nein. In vielen Naturschutzgebieten, Nationalparks und oberhalb der Baumgrenze ist offenes Feuer komplett verboten – auch in geschlossenen Kochern. Informier dich vorher über die lokalen Regeln.

Welcher Kocher ist am sichersten?

Spirituskocher haben keine beweglichen Teile und keinen Druck – relativ sicher. Bei Gaskochern mit Schraubkartuschen kann theoretisch Gas austreten, wenn du die Verbindung beschädigst. Flüssigbrennstoff-Kocher brauchen am meisten Erfahrung – falsch gepumpt können sie aufflackern.

Lohnt sich ein teurer Marken-Kocher wirklich?

Bei Campingausrüstung lieber ein gutes Produkt als drei billige aus dem Baumarkt. Ein MSR oder Primus hält zehn Jahre oder länger, ein No-Name-Kocher gibt oft nach zwei Saisons den Geist auf. Und draußen willst du keinen Ausrüstungs-Ausfall riskieren.

Fazit: Welcher Kocher passt zu dir?

Es gibt nicht den einen perfekten Camping-Kocher. Es kommt drauf an, wo du hingehst, wie lange du unterwegs bist und was du kochst.

Für Wochenend-Touren in Europa: Ein leichter Gaskocher wie der MSR PocketRocket 2. Schnell, zuverlässig, einfach.

Für Mehrtages-Trekking mit unsicherer Brennstoff-Versorgung: Trangia mit Spiritus oder ein Multifuel-Kocher.

Für Winter und extreme Bedingungen: Primus Omnifuel oder ein anderer Flüssigbrennstoff-Kocher mit Vorwärmer.

Für Minimalisten und Bushcraft-Fans: Solo Stove oder ein anderer Holzvergaser – wenn die Region offenes Feuer erlaubt.

Für Anfänger: Campingaz Twister Plus zum Ausprobieren, später upgraden wenn nötig.

Was du draußen nicht willst: Einen Kocher, auf den du dich nicht verlassen kannst. Bei deiner Ausrüstung ist Zuverlässigkeit wichtiger als das letzte gesparte Gramm oder der günstigste Preis. Ein gutes Messer ist das wichtigste Werkzeug draußen –

Van Life für Anfänger: Basis-Ausstattung Checkliste 2026

Van Life für Anfänger: Basis-Ausstattung Checkliste 2026

Du träumst davon, mit einem Van die Welt zu erkunden? Hand aufs Herz: Der Anfang kann ganz schön überwältigend sein. Überall siehst du perfekt ausgebaute Vans mit Designer-Holzverkleidung und kompletter Solaranlage. Dabei willst du eigentlich erst mal ausprobieren, ob Van Life überhaupt was für dich ist.

Als wir mit unseren Kids den ersten Van-Trip gewagt haben, war unser Budget überschaubar. Kein professioneller Ausbau, keine fancy Küchenzeile. Aber nach zwei Wochen unterwegs wussten wir: Das ist genau unser Ding. Und wir hatten verstanden, was man wirklich braucht – und was nur unnötig Platz wegnimmt.

Die gute Nachricht: Die Van Life Anfänger-Ausstattung muss weder teuer noch kompliziert sein. Es gibt ein paar Basics, die den Unterschied zwischen Abenteuer und Albtraum ausmachen. Der Rest entwickelt sich mit der Zeit.

Die Schlafzone: Hier solltest du nicht sparen

Schlechter Schlaf ruiniert jeden noch so schönen Van-Trip. Das haben wir in der ersten Nacht gelernt, als wir auf dünnen Isomatten gelegen haben und spätestens um vier Uhr morgens jede Bodenwelle gespürt haben.

Eine ordentliche Matratze ist die wichtigste Investition für Van Life Anfänger und die richtige Ausstattung in diesem Bereich. Keine Kompromisse. Du verbringst ein Drittel deiner Zeit im Van schlafend – da lohnt sich jeder Euro.

Matratzen-Optionen für verschiedene Budgets

Die klassische Lösung: Eine Kaltschaummatratze auf Maß zugeschnitten. Kostet zwischen 80 und 200 Euro, je nach Qualität. Achte auf mindestens 10 cm Dicke, besser 12-15 cm. Dünnere Matratzen klingen erstmal praktisch, weil sie weniger Platz wegnehmen. Taugen aber nichts, wenn du nicht gerade 50 Kilo wiegst.

Kaltschaummatratze für Camper

Speziell für Wohnmobile konzipiert, in verschiedenen Größen erhältlich. Lässt sich gut zuschneiden und bietet guten Schlafkomfort.

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Mein Favorit für Sparfüchse: Ein guter Schlafsack auf einer dickeren Isomatte. Klingt improvisiert? Ist es auch. Funktioniert aber ziemlich gut, gerade wenn du noch nicht sicher bist, ob Van Life langfristig dein Ding wird.

Selbstaufblasbare Isomatte XXL

Doppelte Breite, 10 cm dick, perfekt als Matratzen-Alternative. Lässt sich bei Nichtgebrauch kompakt verstauen.

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Bei Winter-Camping wird die Isolierung nach unten noch wichtiger. Eine zusätzliche Schaumstoffmatte unter der Hauptmatratze wirkt Wunder gegen Kältebrücken.

Schlafsäcke oder Bettzeug?

Kommt drauf an, wie minimalistisch du unterwegs sein willst. Normale Bettdecke und Kissen fühlen sich heimischer an. Schlafsäcke sind praktischer, wenn du öfter den Schlafplatz wechselst oder bei verschiedenen Temperaturen unterwegs bist.

Unser Kompromiss: Im Sommer normale Bettwäsche, im Herbst und Frühling Schlafsäcke. Die passen wir dann an die Temperatur an.

Koch- und Essensbereich: Klein aber fein

Du brauchst keine komplette Campingküche. Ehrlich nicht. Ein Gaskocher, ein Topf, eine Pfanne – das reicht für 90% aller Mahlzeiten.

Kleiner Spoiler: Die fancy Camping-Küchensets mit 23 Teilen verstauben nach zwei Trips in der Ecke. Zu viele Einzelteile, die man nie alle braucht.

Gaskocher: Das Herzstück deiner Küche

Für Van Life Anfänger ist die Ausstattung beim Kochen überschaubar. Ein einfacher Kartuschen-Gaskocher ist der perfekte Start. Kostet zwischen 20 und 60 Euro, wiegt kaum was und funktioniert zuverlässig.

Campingaz Camping Küchenofen

Kompakter Gaskocher mit Piezozündung und Windschutz. Bewährtes Modell, das in jeden Van passt.

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Finger weg von Spirituskochern. Ja, sie sind traditionell und sehen cool aus. Aber sie sind unpraktisch, langsam und stinken. Im geschlossenen Van ein absolutes No-Go.

Wenn du länger unterwegs bist, lohnt sich ein 2-flammiger Kocher. Pasta kochen und gleichzeitig Soße warm machen – das spart echt Zeit. Kostet allerdings mehr Platz und Geld (ab 80 Euro aufwärts).

Campingaz 2-flammiger Gaskocher

Mit Windschutz und Deckel, stabile Bauweise. Ideal wenn du regelmäßig richtige Mahlzeiten kochen willst.

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Töpfe, Pfannen und Geschirr

Hier kannst du sparen oder investieren – je nachdem, wie wichtig dir Kochen ist. Die absoluten Basics:

  • Ein mittelgroßer Topf (2-3 Liter) mit Deckel
  • Eine beschichtete Pfanne (24 cm Durchmesser reicht)
  • Zwei Schneidebretter (eins für Fleisch, eins für alles andere)
  • Ein scharfes Küchenmesser
  • Holzlöffel, Pfannenwender, Dosenöffner

Bei Tellern und Tassen schwören viele auf Melamin-Geschirr. Ist leicht, bruchsicher und günstig. Wir nutzen ganz normale Campingteller aus Kunststoff. Die haben drei Jahre gehalten und kosten nur ein paar Euro.

Camping Kochgeschirr Set

Topf, Pfanne und Wasserkessel aus Aluminium, stapelbar. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger.

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Kühlbox oder Kühlschrank?

Hand aufs Herz: Ein elektrischer Kühlschrank ist toll, aber für Anfänger keine Pflicht. Eine passive Kühlbox mit Kühlakkus reicht für Wochenend-Trips völlig aus.

Wenn du längere Touren planst oder bei heißem Wetter unterwegs bist, wird ein Kompressor-Kühlschrank richtig praktisch. Die gibt’s ab etwa 250 Euro. Laufen mit 12V über die Autobatterie.

Mobicool Kompressor-Kühlbox

Kühlt bis -15°C, stromsparend, läuft über 12/24V. Beliebtes Einsteigermodell für Van-Camper.

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Strom und Energie: Was du wirklich brauchst

Die Stromfrage überfordert viele Van Life Anfänger bei der Ausstattung komplett. Solar, Batterie, Wechselrichter – klingt alles kompliziert. Ist es aber nicht, wenn man klein anfängt.

Für den Anfang: Eine Powerbank mit hoher Kapazität (mindestens 20.000 mAh) lädt dein Handy, die Kamera und kleine LED-Lampen. Kostet zwischen 30 und 60 Euro.

Anker Powerbank 26800mAh

Lädt mehrere Geräte gleichzeitig, hält tagelang. Solide Verarbeitung und verlässliche Marke.

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Der Schritt zur Solaranlage

Wenn du merkst, dass Van Life dein Ding ist, lohnt sich eine kleine Solaranlage. Die Einstiegsvariante: Ein 100W Solarpanel mit Laderegler und einer Zusatzbatterie.

Kostet komplett zwischen 200 und 400 Euro. Damit kannst du Handy, Laptop und LED-Beleuchtung betreiben. Für Kühlschrank oder Heizung brauchst du mehr Power – dann wird’s teurer.

Offgridtec Solar Komplett-Set

100W Panel, Laderegler und alle Kabel. Gut für Einsteiger, die selbst installieren wollen.

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Wovon ich abrate: Diese kleinen faltbaren Solar-USB-Lader. Klingen praktisch, funktionieren aber nur bei direkter Sonneneinstrahlung halbwegs. Bei bewölktem Himmel kannst du stundenlang warten, bis dein Handy 10% geladen hat.

Beleuchtung im Van

LED-Streifen mit USB-Anschluss sind genial. Kleben einfach an die Decke oder Seitenwände, brauchen minimal Strom und machen richtig gemütliches Licht.

LED Strip USB dimmbar

Warmweißes Licht, dimmbar, selbstklebend. Perfekt als Grundbeleuchtung im Van.

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Zusätzlich: Eine gute Stirnlampe. Die brauchst du sowieso, wenn du abends draußen was suchst oder nachts auf die Toilette musst.

Wasser: Trinken, Kochen, Abwaschen

Wassermanagement klingt hochtrabend. Ist aber eigentlich simpel. Du brauchst Trinkwasser und einen Plan, wo das Grauwasser hin soll.

Für kurze Trips: Große Wasserkanister mit Zapfhahn. Die 10-Liter-Varianten passen gut in jeden Van und kosten keine 20 Euro.

Wasserkanister 10L mit Hahn

Lebensmittelecht, mit praktischem Ausgießhahn. Stapelbar und platzsparend zu verstauen.

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Für längere Reisen wird ein fest installierter Wassertank komfortabler. Muss aber nicht gleich am Anfang sein. Wir sind das erste halbe Jahr mit Kanistern gefahren – hat gut funktioniert.

Grauwasser entsorgen

Das dreckige Wasser vom Abwasch und Händewaschen musst du sammeln. Ein simpler Kanister oder Eimer mit Deckel reicht völlig. Auf Campingplätzen gibt’s dafür Entsorgungsstellen.

Wichtig: Benutze biologisch abbaubare Seife und Spülmittel. Gerade wenn du mal in der Natur dein Wasser entsorgen musst, macht das einen Unterschied.

Sonett Bio-Spülmittel

Biologisch abbaubar, hochkonzentriert, ohne Duftstoffe. Perfekt für Camping und Van Life.

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Stauraum und Organisation: Das wird unterschätzt

Der größte Fehler bei der Van Life Anfänger-Ausstattung? Zu viel Zeug mitnehmen und keinen Plan haben, wo es hin soll.

Nach drei Tagen sieht dein Van aus wie eine Rumpelkammer. Kleidung überall, die Pfanne unter dem Sitz, das Klopapier irgendwo zwischen den Schlafsäcken. Nervig.

Klappboxen sind deine besten Freunde

Investiere in 4-5 stabile Klappboxen in verschiedenen Größen. Die strukturieren deinen Van unglaublich. Eine für Kleidung, eine für Küchenzeug, eine für Lebensmittel, eine für Werkzeug und Krimskrams.

Klappbox Set Camping

Stapelbar, mit Deckel, verschiedene Größen. Zusammengefaltet super platzsparend.

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Ordnungstipp: Beschrifte die Boxen. Klingt spießig? Nach der zehnten Suche nach dem Dosenöffner wirst du’s lieben.

Netze, Haken und clevere Lösungen

Gepäcknetze an der Decke schaffen zusätzlichen Stauraum für leichte Sachen. Handtücher, Klamotten, Schlafsäcke – alles was du nicht ständig brauchst.

Saugnäpfe mit Haken an den Fenstern: Perfekt für Müllbeutel, Geschirrtücher oder die Jacke. Kosten nur ein paar Euro, bringen aber viel.

Gepäcknetz für Auto und Van

Elastisches Netz mit Befestigungshaken, verschiedene Größen. Nutzt ungenutzten Platz an der Decke.

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Wovon ich abrate: Zu viel festes Mobiliar

Viele Anfänger bauen sofort Schränke und Regale ein. Fest verschraubt, super stabil. Und nach drei Monaten merken sie: Die Aufteilung passt nicht mehr.

Bleib am Anfang flexibel. Mobile Lösungen mit Boxen und Gepäcknetzen lassen sich anpassen. Erst wenn du genau weißt, wie du den Van nutzt, lohnen sich feste Einbauten.

Hygiene und Toilette: Das heikle Thema

Okay, reden wir über’s Klo. Mit Kindern draußen wird das Thema schnell wichtig. Mitten in der Nacht im Wald verschwinden? Geht als Erwachsener, mit einem Dreijährigen eher nicht.

Die Basics für Van Life Anfänger bei der Ausstattung im Sanitärbereich sind überschaubar. Eine tragbare Camping-Toilette ist Gold wert. Die einfachen Modelle kosten zwischen 40 und 80 Euro.

Enders Campingtoilette

Kompakte Chemietoilette mit 20L Tank, geruchsdicht. Bewährtes Modell für Camper und Van Life.

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Alternative für Minimalisten: Eine Trockentoilette aus Eimern. Baust du selbst zusammen, kostet fast nichts, funktioniert mit Sägespänen oder Katzenstreu. Ist aber gewöhnungsbedürftig.

Duschen unterwegs

Campingplätze haben Duschen. Einfach, aber wahr. Wenn du wild campst, wird’s trickreicher.

Eine Solar-Campingdusche ist super simpel: Schwarzer Wasserbeutel, der sich in der Sonne erwärmt. Kostet zwischen 15 und 30 Euro. An einem sonnigen Tag hast du nach zwei Stunden warmes Wasser.

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Robuster Wasserbeutel mit Duschkopf, erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung. Ideal für Wildcamping.

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Für richtig kalte Tage: Ein Gasboiler bringt dich zur heißen Dusche, ist aber schon eine größere Investition (ab 150 Euro aufwärts).

Die Basics nicht vergessen

Handtücher aus Mikrofaser trocknen schnell und brauchen wenig Platz. Normale Frottee-Handtücher bleiben ewig feucht im Van.

  • Biologisch abbaubares Duschgel (eins für alles: Körper, Haare, Abwasch)
  • Zahnbürste und Zahnpasta (logisch, aber man vergisst’s gern)
  • Kleines Handtuch für’s Gesicht
  • Klopapier (am besten mehrere Rollen, die sind oft weg wenn man sie braucht)
  • Müllbeutel in verschiedenen Größen

Sicherheit und Notfall-Ausstattung

Bei Camping mit Kindern geht Sicherheit immer vor – auch im Van. Ein guter Feuerlöscher gehört in jeden Camper. Nicht der winzige Auto-Feuerlöscher, sondern ein 2kg-Pulverlöscher.

Feuerlöscher 2kg ABC-Pulver

Kompakter Pulverlöscher für Camper und Wohnmobile. TÜV-geprüft und mit Wandhalterung.

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Erste-Hilfe und Werkzeug

Ein vernünftiger Erste-Hilfe-Kasten ist Pflicht. Der normale Auto-Verbandskasten reicht, besser ist ein erweitertes Camping-Set mit Zeckenzange, Blasenpflaster und mehr Desinfektionsmittel.

Werkzeug-Basics für unterwegs:

  • Multitool (eines mit Zange, das brauchst du öfter als gedacht)
  • Klebeband (Panzer-Tape/Duct Tape)
  • Kabelbinder in verschiedenen Größen
  • Kleine Taschenlampe (zusätzlich zur Stirnlampe)
  • Ersatzbatterien für alles
Leatherman Multitool Wave

19 Funktionen, hochwertige Verarbeitung. Das Schweizer Messer unter den Multitools – hält ewig.

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Wetterfeste Kleidung nicht vergessen

Das Wetter kann schnell umschlagen. Eine wasserdichte Regenjacke gehört zur Grundausstattung – auch im Sommer.

Schichtsystem ist King: Mehrere dünne Schichten statt einer dicken Jacke. Lässt sich besser anpassen und trocknet schneller.

Nice-to-have: Ausstattung die das Leben leichter macht

Es gibt Sachen, die brauchst du nicht zwingend. Die machen Van Life aber deutlich angenehmer.

Sitzmöbel für draußen

Campingstühle sind ein Gamechanger. Abends draußen sitzen, den Sonnenuntergang schauen – dafür lohnt sich Van Life. Auf dem kalten Boden hocken? Nicht so toll.

Helinox Chair One

Ultraleichter Campingstuhl (nur 890g), überraschend bequem. Zusammengeklappt nicht größer als eine Wasserflasche.

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Günstigere Alternative: Standard-Klappcampingstühle. Schwerer und sperriger, dafür kosten zwei Stück zusammen weniger als ein Helinox.

Tisch – ja oder nein?

Ein kleiner Klapptisch ist praktischer als gedacht. Zum Kochen, Essen, Laptop-Arbeiten. Die platzsparenden Rolltische passen in jede Ecke.

Camping Rolltisch Alu

Leichter Aluminium-Tisch, zusammenrollbar. Stabil genug für Kocher und Laptop, passt in eine Tragetasche.

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Markise oder Tarp

Für längere Trips oder heißes Wetter ist ein Sonnenschutz Gold wert. Eine Markise kostet richtig Geld (ab 300 Euro). Ein Tarp mit Teleskopstangen tut’s auch und kostet keine 50 Euro.

Schafft zusätzlichen Wohnraum draußen, schützt bei leichtem Regen und gibt Schatten. Gerade mit Kids super praktisch.

Moskitonetz für die Schiebetür

Im Sommer unverzichtbar. Tür auf für frische Luft, keine Mücken im Van. Die magnetischen Netze zum Einhängen kosten zwischen 20 und 40 Euro.

Magnetisches Moskitonetz für Schiebetür

Passend für VW T5/T6 und ähnliche Vans. Schnell montiert, bleibt durch Magnete geschlossen.

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Finger weg von: Ausstattung die du nicht brauchst

Jetzt kommt der ehrliche Teil. Es gibt Equipment, das klingt super, nervt aber in der Praxis oder ist schlicht Geldverschwendung.

Übertriebene Küchen-Gadgets

Dieser fancy Espresso-Maker für 80 Euro? Braucht Strom, Platz und nervt beim Reinigen. Ein French-Press-Becher für 15 Euro macht genauso guten Kaffee.

Camping-Toaster, Eierkocher, elektrische Wasserkocher – alles nette Spielereien. Aber ehrlich: Du brauchst sie nicht. Eine Pfanne und ein Topf machen alles.

Profi-Werkzeug für den Ausbau

Viele Anfänger kaufen sofort Akkuschrauber, Stichsäge und Winkelschleifer. Für einen Basis-Ausbau brauchst du das nicht. Leihen oder bei Freunden borgen reicht völlig.

Erst wenn du weißt, dass du regelmäßig umbauen und erweitern willst, lohnt sich die Investition.

Zu viele Wasserfilter und Aufbereitungssysteme

In Europa ist Leitungswasser trinkbar. Du brauchst keine militärische Wasseraufbereitungsanlage. Ein simpler Aktivkohlefilter verbessert den Geschmack – mehr nicht nötig.

Die erste Tour: Was du wirklich mitnehmen solltest

Für deinen ersten Van-Trip: Pack weniger ein als du denkst. Seriously.

Eine gute Orientierung ist unsere Camping-Ausrüstungs-Checkliste unter 30 Euro – da sind viele Basics dabei, die auch im Van funktionieren.

Die Minimal-Checkliste für Van Life Anfänger und die nötigste Ausstattung:

  • Schlafzeug (Matratze/Isomatte + Schlafsack/Decke)
  • Gaskocher + Topf + Pfanne
  • Teller, Tassen, Besteck (pro Person ein Set)
  • Wasserkanister (10L)
  • Stirnlampe + Powerbank
  • Erste-Hilfe-Set
  • Hygiene-Basics
  • Wetterangepasste Kleidung
  • Müllbeutel

Das war’s. Wirklich. Alles andere entwickelt sich mit der Erfahrung.

Budget-Plan: Was kostet die Basis-Ausstattung?

Komplett von null anfangen? Rechne mit diesen Beträgen:

Minimale Ausstattung (ca. 300-400 Euro):

  • Matratze/Isomatte: 80-150 Euro
  • Schlafsäcke: 60-100 Euro
  • Gaskocher + Geschirr: 50-80 Euro
  • Wasserkanister: 20 Euro
  • Beleuchtung: 30-50 Euro
  • Camping-Toilette: 40-60 Euro
  • Restliche Basics: 50-80 Euro

Komfortable Ausstattung (ca. 800-1200 Euro):

  • Gute Matratze: 150-250 Euro
  • Hochwertige Schlafsäcke: 150-200 Euro
  • 2-flammiger Kocher + Equipment: 120-180 Euro
  • Kompressor-Kühlbox: 250-350 Euro
  • Solar-Basis-Set: 200-300 Euro
  • Camping-Möbel: 80-150 Euro
  • Restliche Ausstattung: 100-150 Euro

Du kannst auch mit weniger starten. Gebraucht kaufen, improvisieren, nach und nach ergänzen. Unser erster Van-Trip hat mit 200 Euro Ausstattung funktioniert – war nicht luxuriös, aber ein tolles Abenteuer.

Häufig gestellte Fragen zur Van Life Anfänger-Ausstattung

Brauche ich eine Solarpanel-Anlage von Anfang an?

Nein, für den Start reicht eine große Powerbank völlig aus. Die lädst du während der Fahrt über den Zigarettenanzünder oder auf Campingplätzen. Eine Solaranlage lohnt sich erst, wenn du länger autark stehen oder einen Kühlschrank betreiben willst.

Wie viel Wasser sollte ich im Van dabei haben?

Für zwei Personen sind 20 Liter ein guter Start (zwei 10-Liter-Kanister). Das reicht für 2-3 Tage kochen, trinken und grobes Abspülen. Zum Duschen brauchst du zusätzlich mindestens 10 Liter. Füll lieber öfter nach als zu viel Gewicht mitzuschleppen.

Kann ich mit normaler Bettwäsche im Van schlafen?

Absolut. Normale Bettdecke und Kissen funktionieren prima. Schlafsäcke sind praktischer bei wechselnden Temperaturen und fürs Wildcamping, aber für Campingplatz-Übernachtungen ist Bettwäsche oft gemütlicher. Nimm was dir lieber ist.

Welche Gasflaschen sind die besten für Anfänger?

Stechkartuschen (Campingaz CV470 Plus) sind der einfachste Einstieg. Kosten ca. 4 Euro pro Stück, passen zu den meisten günstigen Kochern und sind überall erhältlich. Für längere Trips lohnen sich größere Gasflaschen mit Schraubverschluss – die sind pro Liter deutlich günstiger.

Was ist das Wichtigste bei der Van-Ausstattung?

Ein guter Schlafplatz. Alles andere kannst du improvisieren – draußen kochen, in Seen baden, auf Campingplätzen duschen. Aber schlechter Schlaf ruiniert jeden Trip. Investiere zuerst in eine ordentliche Matratze oder dicke Isomatte, bevor du dich um fancy Küchen-Equipment kümmerst.