Van Life für Anfänger: Basis-Ausstattung Checkliste 2026

Du träumst davon, mit einem Van die Welt zu erkunden? Hand aufs Herz: Der Anfang kann ganz schön überwältigend sein. Überall siehst du perfekt ausgebaute Vans mit Designer-Holzverkleidung und kompletter Solaranlage. Dabei willst du eigentlich erst mal ausprobieren, ob Van Life überhaupt was für dich ist.

Als wir mit unseren Kids den ersten Van-Trip gewagt haben, war unser Budget überschaubar. Kein professioneller Ausbau, keine fancy Küchenzeile. Aber nach zwei Wochen unterwegs wussten wir: Das ist genau unser Ding. Und wir hatten verstanden, was man wirklich braucht – und was nur unnötig Platz wegnimmt.

Die gute Nachricht: Die Van Life Anfänger-Ausstattung muss weder teuer noch kompliziert sein. Es gibt ein paar Basics, die den Unterschied zwischen Abenteuer und Albtraum ausmachen. Der Rest entwickelt sich mit der Zeit.

Die Schlafzone: Hier solltest du nicht sparen

Schlechter Schlaf ruiniert jeden noch so schönen Van-Trip. Das haben wir in der ersten Nacht gelernt, als wir auf dünnen Isomatten gelegen haben und spätestens um vier Uhr morgens jede Bodenwelle gespürt haben.

Eine ordentliche Matratze ist die wichtigste Investition für Van Life Anfänger und die richtige Ausstattung in diesem Bereich. Keine Kompromisse. Du verbringst ein Drittel deiner Zeit im Van schlafend – da lohnt sich jeder Euro.

Matratzen-Optionen für verschiedene Budgets

Die klassische Lösung: Eine Kaltschaummatratze auf Maß zugeschnitten. Kostet zwischen 80 und 200 Euro, je nach Qualität. Achte auf mindestens 10 cm Dicke, besser 12-15 cm. Dünnere Matratzen klingen erstmal praktisch, weil sie weniger Platz wegnehmen. Taugen aber nichts, wenn du nicht gerade 50 Kilo wiegst.

Kaltschaummatratze für Camper

Speziell für Wohnmobile konzipiert, in verschiedenen Größen erhältlich. Lässt sich gut zuschneiden und bietet guten Schlafkomfort.

Auf Amazon ansehen

Mein Favorit für Sparfüchse: Ein guter Schlafsack auf einer dickeren Isomatte. Klingt improvisiert? Ist es auch. Funktioniert aber ziemlich gut, gerade wenn du noch nicht sicher bist, ob Van Life langfristig dein Ding wird.

Selbstaufblasbare Isomatte XXL

Doppelte Breite, 10 cm dick, perfekt als Matratzen-Alternative. Lässt sich bei Nichtgebrauch kompakt verstauen.

Auf Amazon ansehen

Bei Winter-Camping wird die Isolierung nach unten noch wichtiger. Eine zusätzliche Schaumstoffmatte unter der Hauptmatratze wirkt Wunder gegen Kältebrücken.

Schlafsäcke oder Bettzeug?

Kommt drauf an, wie minimalistisch du unterwegs sein willst. Normale Bettdecke und Kissen fühlen sich heimischer an. Schlafsäcke sind praktischer, wenn du öfter den Schlafplatz wechselst oder bei verschiedenen Temperaturen unterwegs bist.

Unser Kompromiss: Im Sommer normale Bettwäsche, im Herbst und Frühling Schlafsäcke. Die passen wir dann an die Temperatur an.

Koch- und Essensbereich: Klein aber fein

Du brauchst keine komplette Campingküche. Ehrlich nicht. Ein Gaskocher, ein Topf, eine Pfanne – das reicht für 90% aller Mahlzeiten.

Kleiner Spoiler: Die fancy Camping-Küchensets mit 23 Teilen verstauben nach zwei Trips in der Ecke. Zu viele Einzelteile, die man nie alle braucht.

Gaskocher: Das Herzstück deiner Küche

Für Van Life Anfänger ist die Ausstattung beim Kochen überschaubar. Ein einfacher Kartuschen-Gaskocher ist der perfekte Start. Kostet zwischen 20 und 60 Euro, wiegt kaum was und funktioniert zuverlässig.

Campingaz Camping Küchenofen

Kompakter Gaskocher mit Piezozündung und Windschutz. Bewährtes Modell, das in jeden Van passt.

Auf Amazon ansehen

Finger weg von Spirituskochern. Ja, sie sind traditionell und sehen cool aus. Aber sie sind unpraktisch, langsam und stinken. Im geschlossenen Van ein absolutes No-Go.

Wenn du länger unterwegs bist, lohnt sich ein 2-flammiger Kocher. Pasta kochen und gleichzeitig Soße warm machen – das spart echt Zeit. Kostet allerdings mehr Platz und Geld (ab 80 Euro aufwärts).

Campingaz 2-flammiger Gaskocher

Mit Windschutz und Deckel, stabile Bauweise. Ideal wenn du regelmäßig richtige Mahlzeiten kochen willst.

Auf Amazon ansehen

Töpfe, Pfannen und Geschirr

Hier kannst du sparen oder investieren – je nachdem, wie wichtig dir Kochen ist. Die absoluten Basics:

  • Ein mittelgroßer Topf (2-3 Liter) mit Deckel
  • Eine beschichtete Pfanne (24 cm Durchmesser reicht)
  • Zwei Schneidebretter (eins für Fleisch, eins für alles andere)
  • Ein scharfes Küchenmesser
  • Holzlöffel, Pfannenwender, Dosenöffner

Bei Tellern und Tassen schwören viele auf Melamin-Geschirr. Ist leicht, bruchsicher und günstig. Wir nutzen ganz normale Campingteller aus Kunststoff. Die haben drei Jahre gehalten und kosten nur ein paar Euro.

Camping Kochgeschirr Set

Topf, Pfanne und Wasserkessel aus Aluminium, stapelbar. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger.

Auf Amazon ansehen

Kühlbox oder Kühlschrank?

Hand aufs Herz: Ein elektrischer Kühlschrank ist toll, aber für Anfänger keine Pflicht. Eine passive Kühlbox mit Kühlakkus reicht für Wochenend-Trips völlig aus.

Wenn du längere Touren planst oder bei heißem Wetter unterwegs bist, wird ein Kompressor-Kühlschrank richtig praktisch. Die gibt’s ab etwa 250 Euro. Laufen mit 12V über die Autobatterie.

Mobicool Kompressor-Kühlbox

Kühlt bis -15°C, stromsparend, läuft über 12/24V. Beliebtes Einsteigermodell für Van-Camper.

Auf Amazon ansehen

Strom und Energie: Was du wirklich brauchst

Die Stromfrage überfordert viele Van Life Anfänger bei der Ausstattung komplett. Solar, Batterie, Wechselrichter – klingt alles kompliziert. Ist es aber nicht, wenn man klein anfängt.

Für den Anfang: Eine Powerbank mit hoher Kapazität (mindestens 20.000 mAh) lädt dein Handy, die Kamera und kleine LED-Lampen. Kostet zwischen 30 und 60 Euro.

Anker Powerbank 26800mAh

Lädt mehrere Geräte gleichzeitig, hält tagelang. Solide Verarbeitung und verlässliche Marke.

Auf Amazon ansehen

Der Schritt zur Solaranlage

Wenn du merkst, dass Van Life dein Ding ist, lohnt sich eine kleine Solaranlage. Die Einstiegsvariante: Ein 100W Solarpanel mit Laderegler und einer Zusatzbatterie.

Kostet komplett zwischen 200 und 400 Euro. Damit kannst du Handy, Laptop und LED-Beleuchtung betreiben. Für Kühlschrank oder Heizung brauchst du mehr Power – dann wird’s teurer.

Offgridtec Solar Komplett-Set

100W Panel, Laderegler und alle Kabel. Gut für Einsteiger, die selbst installieren wollen.

Auf Amazon ansehen

Wovon ich abrate: Diese kleinen faltbaren Solar-USB-Lader. Klingen praktisch, funktionieren aber nur bei direkter Sonneneinstrahlung halbwegs. Bei bewölktem Himmel kannst du stundenlang warten, bis dein Handy 10% geladen hat.

Beleuchtung im Van

LED-Streifen mit USB-Anschluss sind genial. Kleben einfach an die Decke oder Seitenwände, brauchen minimal Strom und machen richtig gemütliches Licht.

LED Strip USB dimmbar

Warmweißes Licht, dimmbar, selbstklebend. Perfekt als Grundbeleuchtung im Van.

Auf Amazon ansehen

Zusätzlich: Eine gute Stirnlampe. Die brauchst du sowieso, wenn du abends draußen was suchst oder nachts auf die Toilette musst.

Wasser: Trinken, Kochen, Abwaschen

Wassermanagement klingt hochtrabend. Ist aber eigentlich simpel. Du brauchst Trinkwasser und einen Plan, wo das Grauwasser hin soll.

Für kurze Trips: Große Wasserkanister mit Zapfhahn. Die 10-Liter-Varianten passen gut in jeden Van und kosten keine 20 Euro.

Wasserkanister 10L mit Hahn

Lebensmittelecht, mit praktischem Ausgießhahn. Stapelbar und platzsparend zu verstauen.

Auf Amazon ansehen

Für längere Reisen wird ein fest installierter Wassertank komfortabler. Muss aber nicht gleich am Anfang sein. Wir sind das erste halbe Jahr mit Kanistern gefahren – hat gut funktioniert.

Grauwasser entsorgen

Das dreckige Wasser vom Abwasch und Händewaschen musst du sammeln. Ein simpler Kanister oder Eimer mit Deckel reicht völlig. Auf Campingplätzen gibt’s dafür Entsorgungsstellen.

Wichtig: Benutze biologisch abbaubare Seife und Spülmittel. Gerade wenn du mal in der Natur dein Wasser entsorgen musst, macht das einen Unterschied.

Sonett Bio-Spülmittel

Biologisch abbaubar, hochkonzentriert, ohne Duftstoffe. Perfekt für Camping und Van Life.

Auf Amazon ansehen

Stauraum und Organisation: Das wird unterschätzt

Der größte Fehler bei der Van Life Anfänger-Ausstattung? Zu viel Zeug mitnehmen und keinen Plan haben, wo es hin soll.

Nach drei Tagen sieht dein Van aus wie eine Rumpelkammer. Kleidung überall, die Pfanne unter dem Sitz, das Klopapier irgendwo zwischen den Schlafsäcken. Nervig.

Klappboxen sind deine besten Freunde

Investiere in 4-5 stabile Klappboxen in verschiedenen Größen. Die strukturieren deinen Van unglaublich. Eine für Kleidung, eine für Küchenzeug, eine für Lebensmittel, eine für Werkzeug und Krimskrams.

Klappbox Set Camping

Stapelbar, mit Deckel, verschiedene Größen. Zusammengefaltet super platzsparend.

Auf Amazon ansehen

Ordnungstipp: Beschrifte die Boxen. Klingt spießig? Nach der zehnten Suche nach dem Dosenöffner wirst du’s lieben.

Netze, Haken und clevere Lösungen

Gepäcknetze an der Decke schaffen zusätzlichen Stauraum für leichte Sachen. Handtücher, Klamotten, Schlafsäcke – alles was du nicht ständig brauchst.

Saugnäpfe mit Haken an den Fenstern: Perfekt für Müllbeutel, Geschirrtücher oder die Jacke. Kosten nur ein paar Euro, bringen aber viel.

Gepäcknetz für Auto und Van

Elastisches Netz mit Befestigungshaken, verschiedene Größen. Nutzt ungenutzten Platz an der Decke.

Auf Amazon ansehen

Wovon ich abrate: Zu viel festes Mobiliar

Viele Anfänger bauen sofort Schränke und Regale ein. Fest verschraubt, super stabil. Und nach drei Monaten merken sie: Die Aufteilung passt nicht mehr.

Bleib am Anfang flexibel. Mobile Lösungen mit Boxen und Gepäcknetzen lassen sich anpassen. Erst wenn du genau weißt, wie du den Van nutzt, lohnen sich feste Einbauten.

Hygiene und Toilette: Das heikle Thema

Okay, reden wir über’s Klo. Mit Kindern draußen wird das Thema schnell wichtig. Mitten in der Nacht im Wald verschwinden? Geht als Erwachsener, mit einem Dreijährigen eher nicht.

Die Basics für Van Life Anfänger bei der Ausstattung im Sanitärbereich sind überschaubar. Eine tragbare Camping-Toilette ist Gold wert. Die einfachen Modelle kosten zwischen 40 und 80 Euro.

Enders Campingtoilette

Kompakte Chemietoilette mit 20L Tank, geruchsdicht. Bewährtes Modell für Camper und Van Life.

Auf Amazon ansehen

Alternative für Minimalisten: Eine Trockentoilette aus Eimern. Baust du selbst zusammen, kostet fast nichts, funktioniert mit Sägespänen oder Katzenstreu. Ist aber gewöhnungsbedürftig.

Duschen unterwegs

Campingplätze haben Duschen. Einfach, aber wahr. Wenn du wild campst, wird’s trickreicher.

Eine Solar-Campingdusche ist super simpel: Schwarzer Wasserbeutel, der sich in der Sonne erwärmt. Kostet zwischen 15 und 30 Euro. An einem sonnigen Tag hast du nach zwei Stunden warmes Wasser.

Solar Campingdusche 20L

Robuster Wasserbeutel mit Duschkopf, erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung. Ideal für Wildcamping.

Auf Amazon ansehen

Für richtig kalte Tage: Ein Gasboiler bringt dich zur heißen Dusche, ist aber schon eine größere Investition (ab 150 Euro aufwärts).

Die Basics nicht vergessen

Handtücher aus Mikrofaser trocknen schnell und brauchen wenig Platz. Normale Frottee-Handtücher bleiben ewig feucht im Van.

  • Biologisch abbaubares Duschgel (eins für alles: Körper, Haare, Abwasch)
  • Zahnbürste und Zahnpasta (logisch, aber man vergisst’s gern)
  • Kleines Handtuch für’s Gesicht
  • Klopapier (am besten mehrere Rollen, die sind oft weg wenn man sie braucht)
  • Müllbeutel in verschiedenen Größen

Sicherheit und Notfall-Ausstattung

Bei Camping mit Kindern geht Sicherheit immer vor – auch im Van. Ein guter Feuerlöscher gehört in jeden Camper. Nicht der winzige Auto-Feuerlöscher, sondern ein 2kg-Pulverlöscher.

Feuerlöscher 2kg ABC-Pulver

Kompakter Pulverlöscher für Camper und Wohnmobile. TÜV-geprüft und mit Wandhalterung.

Auf Amazon ansehen

Erste-Hilfe und Werkzeug

Ein vernünftiger Erste-Hilfe-Kasten ist Pflicht. Der normale Auto-Verbandskasten reicht, besser ist ein erweitertes Camping-Set mit Zeckenzange, Blasenpflaster und mehr Desinfektionsmittel.

Werkzeug-Basics für unterwegs:

  • Multitool (eines mit Zange, das brauchst du öfter als gedacht)
  • Klebeband (Panzer-Tape/Duct Tape)
  • Kabelbinder in verschiedenen Größen
  • Kleine Taschenlampe (zusätzlich zur Stirnlampe)
  • Ersatzbatterien für alles
Leatherman Multitool Wave

19 Funktionen, hochwertige Verarbeitung. Das Schweizer Messer unter den Multitools – hält ewig.

Auf Amazon ansehen

Wetterfeste Kleidung nicht vergessen

Das Wetter kann schnell umschlagen. Eine wasserdichte Regenjacke gehört zur Grundausstattung – auch im Sommer.

Schichtsystem ist King: Mehrere dünne Schichten statt einer dicken Jacke. Lässt sich besser anpassen und trocknet schneller.

Nice-to-have: Ausstattung die das Leben leichter macht

Es gibt Sachen, die brauchst du nicht zwingend. Die machen Van Life aber deutlich angenehmer.

Sitzmöbel für draußen

Campingstühle sind ein Gamechanger. Abends draußen sitzen, den Sonnenuntergang schauen – dafür lohnt sich Van Life. Auf dem kalten Boden hocken? Nicht so toll.

Helinox Chair One

Ultraleichter Campingstuhl (nur 890g), überraschend bequem. Zusammengeklappt nicht größer als eine Wasserflasche.

Auf Amazon ansehen

Günstigere Alternative: Standard-Klappcampingstühle. Schwerer und sperriger, dafür kosten zwei Stück zusammen weniger als ein Helinox.

Tisch – ja oder nein?

Ein kleiner Klapptisch ist praktischer als gedacht. Zum Kochen, Essen, Laptop-Arbeiten. Die platzsparenden Rolltische passen in jede Ecke.

Camping Rolltisch Alu

Leichter Aluminium-Tisch, zusammenrollbar. Stabil genug für Kocher und Laptop, passt in eine Tragetasche.

Auf Amazon ansehen

Markise oder Tarp

Für längere Trips oder heißes Wetter ist ein Sonnenschutz Gold wert. Eine Markise kostet richtig Geld (ab 300 Euro). Ein Tarp mit Teleskopstangen tut’s auch und kostet keine 50 Euro.

Schafft zusätzlichen Wohnraum draußen, schützt bei leichtem Regen und gibt Schatten. Gerade mit Kids super praktisch.

Moskitonetz für die Schiebetür

Im Sommer unverzichtbar. Tür auf für frische Luft, keine Mücken im Van. Die magnetischen Netze zum Einhängen kosten zwischen 20 und 40 Euro.

Magnetisches Moskitonetz für Schiebetür

Passend für VW T5/T6 und ähnliche Vans. Schnell montiert, bleibt durch Magnete geschlossen.

Auf Amazon ansehen

Finger weg von: Ausstattung die du nicht brauchst

Jetzt kommt der ehrliche Teil. Es gibt Equipment, das klingt super, nervt aber in der Praxis oder ist schlicht Geldverschwendung.

Übertriebene Küchen-Gadgets

Dieser fancy Espresso-Maker für 80 Euro? Braucht Strom, Platz und nervt beim Reinigen. Ein French-Press-Becher für 15 Euro macht genauso guten Kaffee.

Camping-Toaster, Eierkocher, elektrische Wasserkocher – alles nette Spielereien. Aber ehrlich: Du brauchst sie nicht. Eine Pfanne und ein Topf machen alles.

Profi-Werkzeug für den Ausbau

Viele Anfänger kaufen sofort Akkuschrauber, Stichsäge und Winkelschleifer. Für einen Basis-Ausbau brauchst du das nicht. Leihen oder bei Freunden borgen reicht völlig.

Erst wenn du weißt, dass du regelmäßig umbauen und erweitern willst, lohnt sich die Investition.

Zu viele Wasserfilter und Aufbereitungssysteme

In Europa ist Leitungswasser trinkbar. Du brauchst keine militärische Wasseraufbereitungsanlage. Ein simpler Aktivkohlefilter verbessert den Geschmack – mehr nicht nötig.

Die erste Tour: Was du wirklich mitnehmen solltest

Für deinen ersten Van-Trip: Pack weniger ein als du denkst. Seriously.

Eine gute Orientierung ist unsere Camping-Ausrüstungs-Checkliste unter 30 Euro – da sind viele Basics dabei, die auch im Van funktionieren.

Die Minimal-Checkliste für Van Life Anfänger und die nötigste Ausstattung:

  • Schlafzeug (Matratze/Isomatte + Schlafsack/Decke)
  • Gaskocher + Topf + Pfanne
  • Teller, Tassen, Besteck (pro Person ein Set)
  • Wasserkanister (10L)
  • Stirnlampe + Powerbank
  • Erste-Hilfe-Set
  • Hygiene-Basics
  • Wetterangepasste Kleidung
  • Müllbeutel

Das war’s. Wirklich. Alles andere entwickelt sich mit der Erfahrung.

Budget-Plan: Was kostet die Basis-Ausstattung?

Komplett von null anfangen? Rechne mit diesen Beträgen:

Minimale Ausstattung (ca. 300-400 Euro):

  • Matratze/Isomatte: 80-150 Euro
  • Schlafsäcke: 60-100 Euro
  • Gaskocher + Geschirr: 50-80 Euro
  • Wasserkanister: 20 Euro
  • Beleuchtung: 30-50 Euro
  • Camping-Toilette: 40-60 Euro
  • Restliche Basics: 50-80 Euro

Komfortable Ausstattung (ca. 800-1200 Euro):

  • Gute Matratze: 150-250 Euro
  • Hochwertige Schlafsäcke: 150-200 Euro
  • 2-flammiger Kocher + Equipment: 120-180 Euro
  • Kompressor-Kühlbox: 250-350 Euro
  • Solar-Basis-Set: 200-300 Euro
  • Camping-Möbel: 80-150 Euro
  • Restliche Ausstattung: 100-150 Euro

Du kannst auch mit weniger starten. Gebraucht kaufen, improvisieren, nach und nach ergänzen. Unser erster Van-Trip hat mit 200 Euro Ausstattung funktioniert – war nicht luxuriös, aber ein tolles Abenteuer.

Häufig gestellte Fragen zur Van Life Anfänger-Ausstattung

Brauche ich eine Solarpanel-Anlage von Anfang an?

Nein, für den Start reicht eine große Powerbank völlig aus. Die lädst du während der Fahrt über den Zigarettenanzünder oder auf Campingplätzen. Eine Solaranlage lohnt sich erst, wenn du länger autark stehen oder einen Kühlschrank betreiben willst.

Wie viel Wasser sollte ich im Van dabei haben?

Für zwei Personen sind 20 Liter ein guter Start (zwei 10-Liter-Kanister). Das reicht für 2-3 Tage kochen, trinken und grobes Abspülen. Zum Duschen brauchst du zusätzlich mindestens 10 Liter. Füll lieber öfter nach als zu viel Gewicht mitzuschleppen.

Kann ich mit normaler Bettwäsche im Van schlafen?

Absolut. Normale Bettdecke und Kissen funktionieren prima. Schlafsäcke sind praktischer bei wechselnden Temperaturen und fürs Wildcamping, aber für Campingplatz-Übernachtungen ist Bettwäsche oft gemütlicher. Nimm was dir lieber ist.

Welche Gasflaschen sind die besten für Anfänger?

Stechkartuschen (Campingaz CV470 Plus) sind der einfachste Einstieg. Kosten ca. 4 Euro pro Stück, passen zu den meisten günstigen Kochern und sind überall erhältlich. Für längere Trips lohnen sich größere Gasflaschen mit Schraubverschluss – die sind pro Liter deutlich günstiger.

Was ist das Wichtigste bei der Van-Ausstattung?

Ein guter Schlafplatz. Alles andere kannst du improvisieren – draußen kochen, in Seen baden, auf Campingplätzen duschen. Aber schlechter Schlaf ruiniert jeden Trip. Investiere zuerst in eine ordentliche Matratze oder dicke Isomatte, bevor du dich um fancy Küchen-Equipment kümmerst.