Letzte Woche hab ich auf einer Tour durch den Pfälzerwald einen Wanderer getroffen, der nach fünf Kilometern schon Blasen hatte. Seine nagelneuen Schuhe hatten 180 Euro gekostet. Gutes Schuhwerk ist nicht automatisch teuer – und teuer garantiert dir noch lange nicht, dass die Schuhe zu deinen Füßen passen.
Für die meisten Tagestouren und Wochenendwanderungen brauchst du keine High-End-Schuhe für 200 Euro oder mehr. Die Frage ist: Welche günstigen Wanderschuhe im Test unter 100 Euro liefern trotzdem solide Qualität? Ich hab mir zwölf Modelle genauer angeschaut – auf Waldwegen, im Mittelgebirge und bei unterschiedlichstem Wetter.
Manche dieser Schuhe sind richtig gut. Andere solltest du besser links liegen lassen.
Was du von Wanderschuhen unter 100 Euro erwarten kannst
Klar, in dieser Preisklasse musst du Kompromisse machen. Aber nicht bei allem.
Die Materialien sind oft robuster als gedacht. Viele Hersteller setzen auf bewährte Kombinationen aus Veloursleder und Mesh. Was du meist nicht bekommst: Premium-Features wie Gore-Tex-Membranen der neuesten Generation oder ultraleichte Hightech-Sohlen. Für echte Abenteurer, die regelmäßig unterwegs sind, ist das okay – solange die Grundfunktionen stimmen.
Worauf kommt’s wirklich an? Guter Halt, eine Sohle die auf nassem Untergrund nicht zur Rutschpartie wird, und eine Verarbeitung ohne offene Nähte. Wenn das passt, hast du schon viel gewonnen.
Mein Tipp: Probier die Schuhe nachmittags an. Deine Füße schwellen im Laufe des Tages leicht an – genau wie auf längeren Touren. Was morgens perfekt sitzt, drückt nach zehn Kilometern vielleicht unangenehm.
Die besten Allround-Wanderschuhe bis 100 Euro
Diese Modelle eignen sich für die klassische Wanderung: Waldwege, Mittelgebirge, gelegentlich auch mal steinigere Passagen. Nichts Extremes, aber zuverlässig.
CMP Rigel Mid Trekking – Solider Klassiker
Der Rigel Mid ist so etwas wie der VW Golf unter den Budget-Wanderschuhen. Macht nichts spektakulär, aber vieles richtig gut. Die Schnürung sitzt präzise, der Schaft gibt seitlichen Halt ohne einzuengen.
Mit rund 800 Gramm pro Schuh (Größe 42) bewegt er sich im normalen Bereich. Die Vibram-Sohle greift ordentlich, auch wenn’s mal feucht wird. Nach etwa 50 Kilometern war er bei mir eingelaufen – keine Blasen, keine Druckstellen.
Zuverlässiger Allrounder mit guter Vibram-Sohle und solidem Halt für Tagestouren im Mittelgebirge.
Preis: 70–85 Euro, je nach Farbe und Größe.
Jack Wolfskin Vojo 3 Texapore Mid
Jack Wolfskin schafft’s immer wieder, Basics ordentlich umzusetzen. Der Vojo 3 kommt mit Texapore-Membran – nicht ganz auf Gore-Tex-Niveau, hält aber einen Regenschauer locker aus. Bei Dauerregen über Stunden wird’s irgendwann feucht, aber für normale Touren reicht’s.
Die Passform fällt eher schmal aus. Wer breite Füße hat, sollte lieber weitergucken. Gewicht: circa 780 Gramm pro Schuh.
Gut verarbeiteter Wanderschuh mit wasserdichter Membran, ideal für schmale bis normale Füße.
Preis: 85–95 Euro
Salomon X Ultra 3 Mid GTX (Auslaufmodell)
Wenn du Glück hast, findest du den X Ultra 3 Mid GTX noch als Auslaufmodell unter 100 Euro. Normalerweise kostet er deutlich mehr – aber ältere Farbvarianten oder bestimmte Größen gibt’s manchmal günstiger.
Der Schuh ist sportlicher geschnitten, die Sohle aggressiver profiliert. Auf meiner letzten Tour durch die Alpen – steile Pfade, lose Steine – hat er mich nie im Stich gelassen. Gore-Tex hält dicht, auch nach Stunden im strömenden Regen.
Premium-Schuh manchmal als Auslaufmodell unter 100 Euro – mit echter Gore-Tex-Membran und top Grip.
Preis: 90–100 Euro (wenn verfügbar)
Ehrliche Warnung: Auslaufmodelle sind oft nur noch in wenigen Größen da. Bestell früh genug, besonders wenn du ungewöhnliche Schuhgrößen brauchst.
Leichte Wanderschuhe für schnelle Tagestouren
Nicht jeder will einen klassischen Mid-Cut-Stiefel. Für flottere Touren auf gut ausgebauten Wegen taugen leichtere Modelle besser.
Brütting Mount Bona High
Brütting kennst du vielleicht noch vom Sportverein früher. Die Marke macht seit Jahren solide Budget-Schuhe. Der Mount Bona wiegt nur etwa 650 Gramm pro Schuh – merklich leichter als die meisten Mid-Cuts.
Die Dämpfung ist okay, aber nicht überragend. Nach 15 Kilometern spürst du jeden Stein etwas deutlicher als bei teureren Modellen. Dafür ist der Schuh atmungsaktiv und trocknet schnell.
Leichter Budget-Wanderschuh für einfache Touren – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Gelegenheitswanderer.
Preis: 50–65 Euro
Hi-Tec Ravus Vent Mid WP
Hi-Tec ist in Deutschland weniger bekannt, in Großbritannien und den USA aber etabliert. Der Ravus Vent kombiniert Belüftung mit einer wasserdichten Membran – funktioniert erstaunlich gut.
Bei wärmeren Temperaturen ein echter Pluspunkt. Die Sohle könnte auf nassem Fels etwas griffiger sein, aber auf normalen Waldwegen ist das kein Problem. Gewicht: rund 720 Gramm.
Gut belüfteter Wanderschuh mit wasserdichter Membran – taugt besonders bei wärmeren Bedingungen.
Preis: 65–75 Euro
Robuste Modelle für anspruchsvollere Touren
Wenn die Temperaturen fallen und die Wege steiniger werden, brauchst du Schuhe mit mehr Stabilität.
Lowa Renegade GTX Lo (Auslaufmodell)
Lowa produziert in Europa und steht für Qualität. Der Renegade GTX Lo ist eigentlich ein Halbschuh, aber als Auslaufmodell manchmal unter 100 Euro zu haben. Für echte Abenteurer, die Wert auf langlebige Verarbeitung legen.
Die Sohle ist steifer als bei den meisten Budget-Modellen – gibt besseren Halt auf unebenem Terrain. Gore-Tex hält garantiert dicht. Nachteil: Mit etwa 850 Gramm eher schwerer.
Hochwertig verarbeiteter Wanderschuh mit echter Gore-Tex-Membran – manchmal als Auslaufmodell günstig.
Preis: 95–100 Euro (Verfügbarkeit schwankt)
Meindl Ohio 2 GTX
Noch eine deutsche Traditionsmarke. Meindl-Schuhe halten ewig – ich kenne Leute, die ihre seit zehn Jahren tragen. Der Ohio 2 GTX ist einer der wenigen echten Gore-Tex-Schuhe, die konstant unter 100 Euro bleiben.
Die Passform ist eher wuchtig. Wer schmale Füße hat, findet hier vermutlich keinen guten Sitz. Aber für normale bis breite Füße ist das Modell top. Gewicht: circa 870 Gramm.
Traditionell gefertigter Wanderschuh mit Gore-Tex – robust gebaut und langlebig, passt gut zu breiteren Füßen.
Preis: 90–100 Euro
Budget-Optionen unter 70 Euro – lohnt sich das?
Jetzt wird’s spannend. Kannst du für unter 70 Euro vernünftige Wanderschuhe bekommen? Ja, aber mit Einschränkungen.
McKinley Multi-Schuh Cisco Mid AQX
McKinley ist die Eigenmarke von Intersport. Der Cisco Mid kommt mit AQX-Membran – funktioniert bei leichtem Regen, aber Dauerregen überlebt er nicht trocken. Die Verarbeitung ist okay für den Preis.
Ich würde sagen: Für Gelegenheitswanderer, die zwei-, dreimal im Jahr unterwegs sind, völlig ausreichend. Wer öfter wandert, merkt schnell die Grenzen. Gewicht: etwa 750 Gramm.
Günstiger Einstiegswanderschuh für gelegentliche Touren – macht Basics ordentlich, aber keine Wunder.
Preis: 55–70 Euro
Bruetting Mount Hunter High
Noch ein Brütting-Modell, diesmal etwas höher geschnitten. Der Mount Hunter ist solide verarbeitet, aber die Sohle verschleißt schneller als bei teureren Modellen. Nach etwa 150 Kilometern sah man bei mir deutliche Abnutzung.
Als Zweitschuh oder für den Einstieg ins Wandern taugt er was. Langfristig investierst du besser etwas mehr. Gewicht: 680 Gramm.
Günstiger Einstiegsschuh mit ordentlichem Tragekomfort – Sohle verschleißt schneller als bei Premium-Modellen.
Preis: 50–65 Euro
Killtec Wanderschuh Genua
Killtec macht eigentlich eher Skibekleidung, bietet aber auch Wanderschuhe an. Der Genua ist funktional, mehr aber auch nicht. Die Sohle rutscht auf feuchtem Laub merklich, der Schaft stabilisiert nur mäßig.
Für flache Spaziergänge im Park okay. Für echte Wanderungen würde ich was anderes nehmen. Gewicht: etwa 700 Gramm.
Einfacher Freizeitschuh für leichte Spaziergänge – für anspruchsvollere Wanderungen eher nicht geeignet.
Preis: 45–60 Euro
Mein Tipp: Wenn dein Budget bei 50 Euro liegt, warte lieber auf Angebote bei den 70–90-Euro-Modellen. Der Sprung in der Qualität ist spürbar.
Spezialfall: Wasserdichte Wanderschuhe im Test unter 100 Euro
Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht. Echte Gore-Tex-Membranen findest du in dieser Preisklasse selten. Die meisten Hersteller setzen auf eigene Systeme.
Bei Regen im Zelt hab ich gemerkt, wie wichtig dieser Unterschied ist. Nach vier Stunden Dauerregen waren meine Socken in günstigen „wasserdichten“ Schuhen feucht. In Gore-Tex-Stiefeln blieben sie trocken.
Brütting Mount Bona High – Wasserdichte Variante
Brütting bietet den Mount Bona auch mit Comfortex-Membran an. Funktioniert bei Nieselregen und kurzen Schauern gut. Bei längerem Regen dringt Feuchtigkeit durch.
Budget-Wanderschuh mit Comfortex-Membran – hält leichten Regen ab, aber keine Dauerbelastung.
Preis: 60–75 Euro
Regatta Samaris Mid II WP
Regatta kommt aus England – Land des Dauerregens, da sollten sie’s wissen. Die Isotex-Membran hält tatsächlich dichter als viele Konkurrenten. Nicht perfekt, aber für den Preis ziemlich gut.
Die Sohle bietet ordentlichen Grip. Einziger Nachteil: Die Atmungsaktivität leidet etwas. Bei Temperaturen über 20 Grad wird’s drin warm. Gewicht: 790 Gramm.
Solider wasserdichter Wanderschuh mit guter Isotex-Membran – bewährt bei britischem Schmuddelwetter.
Preis: 70–85 Euro
Für echte Abenteurer, die auch bei miesem Wetter rausgehen: Die Mehrkosten für Gore-Tex lohnen sich langfristig. Aber wenn’s nur um gelegentliche Touren geht, reichen diese Alternativen.
Worauf du beim Kauf wirklich achten solltest
Der Preis allein sagt wenig über die Passform. Und die Passform entscheidet, ob du nach zehn Kilometern noch lächelst oder fluchst.
Die Ferse muss sitzen
Wenn deine Ferse beim Gehen rausrutscht, bekommst du Blasen. Punkt. Schnür die Schuhe im Laden richtig fest und lauf ein paar Minuten. Die Ferse sollte fest im Schuh bleiben, auch wenn du die Treppe hochgehst.
Zehenbox braucht Platz
Deine Zehen sollten vorne nicht anstoßen – bergab werden sie nach vorne gedrückt. Ein Daumenbreit Platz vor den Zehen ist Minimum. Sonst kriegst du schwarze Zehennägel, und das macht keinen Spaß.
Gewicht ist relativ
Ein schwerer, aber gut sitzender Schuh ist besser als ein leichter, der drückt. Trotzdem: Über 900 Gramm pro Schuh spürst du auf langen Touren deutlich. Irgendwo zwischen 700 und 850 Gramm liegt der Sweet Spot für die meisten Wanderer.
Sohlensteifigkeit testen
Versuch den Schuh in der Mitte zu biegen. Bei Trekkingschuhen sollte er sich nur leicht verbiegen lassen. Zu weiche Sohlen ermüden auf steinigen Wegen schnell. Zu steife Sohlen sind auf normalen Waldwegen unbequem.
Ehrliche Warnung: Online-Bestellungen sind praktisch, aber Schuhe solltest du wirklich anprobieren. Bestell im Zweifel mehrere Modelle und schick zurück, was nicht passt. Die paar Euro Rücksendekosten sind besser investiert als tagelang mit Blasen rumzulaufen.
Pflege und Haltbarkeit: So holst du mehr raus
Selbst günstige Wanderschuhe halten länger, wenn du sie pflegst.
Nach jeder Tour: Groben Dreck mit einer Bürste entfernen, bevor er eintrocknet. Schuhe nie direkt auf die Heizung stellen – das macht Leder spröde und Klebstoffe lösen sich. Lieber mit Zeitungspapier ausstopfen und bei Raumtemperatur trocknen lassen.
Alle paar Monate: Leder mit Schuhwachs oder Pflegespray behandeln. Bei Schuhen mit Membran nur Produkte nutzen, die für Membranen geeignet sind – sonst verstopfen die Poren.
Die Schnürsenkel sind oft der erste Verschleißteil. Ersatzschnürsenkel kosten ein paar Euro und verlängern die Lebensdauer deiner Schuhe deutlich. Klingt banal, aber viele Leute werfen Schuhe weg, nur weil die Senkel durch sind.
Realistische Lebensdauer bei regelmäßiger Nutzung:
- Budget-Modelle unter 60 Euro: 200–300 Kilometer
- Mittelklasse 60–85 Euro: 400–600 Kilometer
- Premium-Budget um 90–100 Euro: 600–800 Kilometer
Wer nur bei Sonnenschein rausgeht, verpasst die echten Abenteuer – aber deine Schuhe danken’s dir. Matsch und Nässe sind die größten Killer für die Haltbarkeit.
Welcher Schuh für welchen Einsatz?
Nicht jeder Wanderschuh passt zu jeder Tour. Hier eine schnelle Orientierung:
Tagestouren im Flachland: Leichte Modelle wie der Brütting Mount Bona oder Hi-Tec Ravus reichen völlig. Spar Gewicht und Geld.
Mittelgebirge mit steinigen Passagen: Greif zu stabileren Modellen wie dem CMP Rigel Mid oder Jack Wolfskin Vojo 3. Der höhere Schaft schützt die Knöchel.
Mehrtagestouren mit Gepäck: Hier lohnen sich die robusteren Optionen. Meindl Ohio 2 oder Lowa Renegade (als Auslaufmodell) bieten die nötige Stabilität. Mit schwerem Rucksack merkst du jeden Unterschied in der Sohlensteifigkeit.
Schlechtwetter-Touren: Wenn Regen angesagt ist, investier in echte Gore-Tex-Modelle. Der Salomon X Ultra 3 oder Meindl Ohio 2 sind hier erste Wahl.
Wenn die Temperaturen fallen, solltest du eventuell auf spezialisierte Winter-Ausrüstung zurückgreifen. Normale Wanderschuhe sind für Schnee und Eis meist nicht optimal gedämmt.
Für Familien mit Kindern ist übrigens oft der Zweitschuh die bessere Wahl. Kinder wachsen schnell – da tun’s auch günstigere Modelle. Mehr Tipps dazu findest du in unserem Ratgeber fürs Camping mit Kindern.
Ergänzende Ausrüstung für unter 100 Euro
Gute Schuhe sind die Basis. Aber ein paar andere Teile machen deine Wanderung deutlich angenehmer.
Wandersocken: Unterschätz das nicht. Selbst der beste Schuh führt mit schlechten Socken zu Blasen. Merinowolle reguliert die Temperatur und verhindert Gerüche. Zwei bis drei Paare für 30–40 Euro sind gut investiert.
Einlegesohlen: Die mitgelieferten Einlagen in Budget-Schuhen sind oft dünn. Für 15–25 Euro bekommst du bessere Einlegesohlen mit mehr Dämpfung. Macht auf längeren Touren einen Riesenunterschied.
Gamaschen: Bei Matsch und Schnee halten sie Dreck aus den Schuhen. Günstige Modelle gibt’s ab 15 Euro. Nicht glamourös, aber praktisch.
In unserer Übersicht zu Camping-Ausrüstung unter 30 Euro findest du weitere sinnvolle Ergänzungen fürs kleine Budget.
Wer aufs Gewicht achtet – etwa beim Trekking mit großem Rucksack – sollte sich unseren Ultralight-Trekking-Guide anschauen. Da zählt jedes Gramm, auch bei den Schuhen.
Die häufigsten Fehler beim Schuhkauf
Aus Fehlern lernt man – oder noch besser: aus den Fehlern anderer.
Fehler 1: Zu früh kaufen
Viele kaufen neue Wanderschuhe eine Woche vor der großen Tour. Dann drückt’s unterwegs, aber zurückschicken geht nicht mehr. Kauf Schuhe mindestens drei Wochen vorher und lauf sie ein paar kürzere Runden ein.
Fehler 2: Auf wasserdicht verzichten
„Wird schon nicht regnen“ ist ein gefährlicher Gedanke. Wetter ist unberechenbar. Die 10–15 Euro Mehrkosten für eine Membran sparen dir später kalte, nasse Füße.
Fehler 3: Nach Optik kaufen
Ja, manche Wanderschuhe sehen aus wie Traktorreifen. Aber wenn sie passen und gut funktionieren, ist das völlig egal. Style kommt erst nach Funktion.
Fehler 4: Zu kleine Größe wählen
Wanderschuhe sollten eine halbe bis ganze Nummer größer sein als deine Straßenschuhe. Mit dicken Socken und für bergab brauchst du den Platz.
Fehler 5: Nur auf den Preis schauen
Der günstigste Schuh ist nicht automatisch das beste Schnäppchen. Wenn er nach 100 Kilometern durch ist, hast du nichts gespart. Manchmal lohnt es sich, zur oberen Grenze deines Budgets zu greifen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange halten Wanderschuhe unter 100 Euro?
Kommt auf die Nutzung an. Bei regelmäßigen Touren kannst du mit 300–600 Kilometern rechnen, je nach Modell. Gelegentliche Wanderer kommen mehrere Jahre damit aus. Pflege verlängert die Lebensdauer deutlich.
Brauche ich wirklich hohe Wanderschuhe oder reichen Halbschuhe?
Auf gut ausgebauten Wegen reichen Halbschuhe völlig. Bei steinigen, unebenen Pfaden oder wenn du einen schweren Rucksack trägst, bieten Mid-Cuts besseren Halt und schützen die Knöchel. Für echte Abenteurer, die auch mal abseits der Wege unterwegs sind, empfehle ich Mid-Cuts.
Kann ich Wanderschuhe online bestellen oder muss ich sie anprobieren?
Anprobieren ist immer besser. Aber Online-Bestellung geht auch – bestell dann mehrere Größen und Modelle. Die meisten Händler haben kulante Rückgabebedingungen. Probier die Schuhe zuhause mit Wandersocken an und lauf durchs Haus. Auf Teppich, dann kannst du sie noch zurückschicken falls nötig.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Schnäppchen bei Wanderschuhen?
Auslaufmodelle gibts meist im Spätherbst, wenn die neuen Kollektionen kommen. Auch im Januar nach Weihnachten und im Sommer während der Sale-Phasen findest du gute Angebote. Black Friday und Cyber Monday lohnen sich auch, aber da musst du schnell sein.
Sind teurere Wanderschuhe wirklich besser oder zahle ich nur für die Marke?
Bis etwa 100–120 Euro steigt die Qualität meist mit dem Preis. Darüber zahlst du für Premium-Features wie bessere Membranen, leichtere Materialien oder spezialisierte Sohlen. Für normale Wanderungen brauchst du das nicht zwingend. Ab 150 Euro aufwärts zahlst du teilweise auch für Marke und Design, die Funktionsunterschiede werden kleiner.
Wie pflege ich meine Wanderschuhe richtig?
Nach jeder Tour grob säubern und langsam trocknen lassen – nie auf die Heizung. Leder regelmäßig mit Wachs behandeln, bei Membran-Schuhen spezielle Pflegeprodukte nutzen. Schnürsenkel rechtzeitig austauschen. Die Sohlen ab und zu auf Risse kontrollieren. Mit etwas Pflege halten auch günstige Schuhe länger.
Fazit: Gute Wanderschuhe im Test unter 100 Euro gibt es
Du musst nicht 200 Euro ausgeben, um solide Wanderschuhe zu bekommen. Modelle wie der CMP Rigel Mid, Jack Wolfskin Vojo 3 oder Meindl Ohio 2 liefern für ihr Geld erstaunlich viel.
Mein persönlicher Favorit für Allround-Einsatz: Der CMP Rigel Mid. Macht vieles richtig, kostet nicht die Welt und hält auch mal eine Saison intensiver Nutzung durch. Wer es wirklich ernst meint und Gore-Tex will, greift zum Meindl Ohio 2 – da bekommst du echte Qualität zum fairen Preis.
Die ganz günstigen Modelle unter 60 Euro taugen für den Einstieg. Aber wenn du regelmäßig wanderst, investier die 20–30 Euro mehr. Der Unterschied in Komfort und Haltbarkeit ist es wert.
Egal für welches Modell du dich entscheidest: Probier die Schuhe vernünftig an, lauf sie ein bevor es auf die große Tour geht, und pflege sie ordentlich. Dann hast du lange Freude daran.
Wenn du noch auf der Suche nach weiteren Budget-Tipps bist, schau dir auch unsere Geschenkideen für Wanderer unter 50 Euro an – da sind ein paar richtig gute Sachen dabei, die deine Touren angenehmer machen.
Mehr zur generellen Schuhauswahl und auch zu höherpreisigen Modellen findest du in unserem ausführlichen Wanderschuhe-Test 2026.
Jetzt liegt’s an dir. Pack deine neuen Schuhe ein und ab nach draußen. Die besten Abenteuer warten nicht auf perfekte Bedingungen – sie passieren, wenn du losgehst.